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Werder Bremen nur Remis gegen Nürnberg - Ausgleich in letzter Minute

Last-Minute-Frust bei Werder trotz Eggestein-Hammer
Von SID

16/09/2018 um 17:23Aktualisiert 16/09/2018 um 17:57

Der SV Werder Bremen hat am dritten Spieltag den zweiten Bundesliga-Sieg leichtfertig verspielt. Gegen den 1. FC Nürnberg reichte es nur zu einem 1:1 (1:0). Highlight war das äußerst sehenswerte Tor von Maximilian Eggestein in der 26. Minute. Er hatte einen satten Distanzschuss ins Netz gehämmert. Nürnberg wehrte sich und schlug kurz vor dem Abpfiff durch Virgil Misidjan zu.

Otto Rehhagels Heimspielrekord egalisiert, aber den ersten Sieg vor eigenem Publikum verpasst: Trotz klarer Dominanz auf dem Spielfeld hat sich Werder Bremen mit Trainer Florian Kohfeldt gegen Aufsteiger 1. FC Nürnberg mit einem 1:1 (1:0) begnügen müssen.

Virgil Misidjan (90.+2) glich in der Nachspielzeit für die Franken aus, die aber weiter auf den ersten Saisonsieg warten. "Wir haben es nicht zu Ende gebracht", sagte Bremens Neuzugang Nuri Sahin bei "Sky":

"Wir hätten das zweite Tor nachlegen müssen. Am Schluss standen wir zu tief und wurden bestraft."

Kohfeldt zieht mit Rehhagel gleich

In einer von den Platzherren über weite Strecken überlegenen geführten Partie hatte Maximilian Eggestein in der 26. Minute mit einem spektakulären Tor für die Werder-Führung gesorgt. Der Mittelfeldspieler traf von der Strafraumgrenze in den rechten Torwinkel, Nürnbergs Torhüter Fabian Bredlow war absolut chancenlos.

Damit überstand Werder-Coach Kohfeldt auch sein 14. Heimspiel ohne Niederlage und zog mit der Trainerlegende Rehhagel gleich, der dieses Kunststück zu Beginn der 80er Jahre gelungen war.

Vor 40.700 Zuschauern im fast ausverkauften Weserstadion agierte der Aufsteiger über weite Phasen zu mutlos, in der ersten Halbzeit blieben die Gäste ohne jede Torchance. Bremens Schlussmann Jiri Pavlenka, von einer Gehirnerschütterung wieder genesen, musste kaum in das Geschehen eingreifen.

Dafür hätte die Halbzeitführung der Hanseaten durchaus höher ausfallen können. Schüsse von Kapitän Max Kruse (15.) und Torjäger Martin Harnik (21.) wurden in letzter Sekunde abgeblockt, nach exakt einer halben Stunde verzog Kruse in zentraler Position knapp. "Wir haben in der zweiten Halbzeit komplett die Kontrolle verloren", gab Maximilian Eggestein bei "Sky" zu, der Werder mit einem spektakulären Tor in Führung gebracht hatte (26.).

Später Ausgleich für Nürnberg

Noch nicht zur Startformation zählte Sahin. Der Ex-Dortmunder, kurz vor Beginn der Länderspielpause vom BVB an die Weser wechselt, musste zunächst auf der Bank Platz nehmen. Der Mittelfeldspieler teilte dieses Los mit "Oldie" Claudio Pizarro.

Nach dem Seitenwechsel wurden die Aktionen der Platzherren fahriger, Nürnberg kam besser in die Partie und in der 59. Minute sogar zum vermeintlichen Ausgleichstreffer. Doch der Jubel der Club-Fans war verfrüht, nach Videobeweis zählte das Tor von Ondrej Petrak wegen einer Abseitsstellung nicht.

Kohfeldt reagierte auf den Durchhänger seiner Schützlinge und wechselte frisches Personal ein. Sahin ersetzte Philipp Bargfrede (71.), für Harnik kam Milot Rashica (67.) ins Spiel. Dennoch fand der SV Werder nicht mehr den Spielfaden aus der ersten Halbzeit, Kampf und Krampf ersetzten die Leichtigkeit der ersten 45 Minuten. Nürnberg gelang in der Nachspielzeit noch der Ausgleich.

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