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Havertz überragt erneut: Bayer mit wichtigem Dreier im Kampf um die Königsklasse

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Bayer 04 Leverkusen schlägt Borussia Mönchengladbach

Fotocredit: Getty Images

VonTobias Forstner
23/05/2020 Am 16:35 | Update 23/05/2020 Am 16:35

Borussia Mönchengladbach musste sich am 27. Spieltag gegen Bayer Leverkusen mit 1:3 (0:1) geschlagen geben. Kai Havertz traf früh für die Gäste, Marcus Thuram konnte kurz nach der Pause ausgleichen (52.). Havertz schnürte per Foulelfmeter den Doppelpack zur erneuten Führung (58.), ehe Sven Bender den Schlusspunkt setzte (81.). Die Leverkusener ziehen damit an den Fohlen vorbei auf Rang drei.

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So lief das Spiel:

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Die Gäste bestimmten die ersten Minuten und gingen folgerichtig früh in Führung: Kerem Demirbay bediente Karim Bellarabi, der in halbrechter Position mit perfektem Timing in die Spitze zu Kai Havertz passte. Dieser drang in die Box, wo er durch die Beine von Schlussmann Yann Sommer zum 1:0 einschoss (7.). Wenig später musste auf Gladbacher Seite Breel Embolo verletzungsbedingt durch Lars Stindl ersetzt werden (12.).

Leverkusen zog sich nach knapp einer halben Stunde etwas zurück. Zwar wurden die Gladbacher aktiver, ein Durchkommen ins vordere Drittel fanden sie aber wie in den Minuten zuvor weiterhin nur selten. Nach einer Phase mit wenigen nennenswerten Offensivszenen wurde es in der Schlussphase der ersten Halbzeit auf beiden Seiten gefährlich.

Florian Neuhaus schoss in der 41. Minute aus etwa 20 Metern wuchtig aufs Tor. Keeper Lukáš Hrádecký ließ nach vorne abprallen, wo Ramy Bensebaini den Einschuss verpasste, da Charles Aránguiz im letzten Moment klärte.

Vier Minuten darauf wurde Havertz links im Sechzehner, nahe des Fünferecks, bedient. Der deutsche Nationalspieler schoss an die Unterkante der Latte, von wo aus der Ball zu Demirbay prallte. Dieser scheiterte mit seiner Direktabnahme aus kurzer Distanz, weil Nico Elvedi den Einschlag per ausgestrecktem Bein verhinderte.

Da Gladbach-Coach Marco Rose zu Beginn des zweiten Durchgangs von einer Vierer- auf eine Dreier-Abwehrkette umstellte, agierten beide Teams von diesem Zeitpunkt an in einer 3-4-3-Grundformation.

Die Borussen boten nach dem Seitenwechsel eine deutliche Leistungssteigerung und glichen in der 52. Minute folgerichtig aus. Der Ball landete nach einem Sommer-Abschlag bei Alassane Pléa, der Marcus Thuram per Steilpass in halbrechter Position in Szene setzte. Die Nummer zehn der Borussen fackelte nicht lange, zog flach ab und traf links unten zum 1:1.

Mönchengladbach erarbeitete sich zwar ein Chancenplus, hatte gegen effektivere Leverkusener aber dennoch das Nachsehen.

Havertz spielte in der 55. Minute einen Vertikalpass auf Bellarabi, der im Sechzehner von Elvedi durch eine Grätsche zu Fall gebracht wurde - Schiedsrichter Sören Störks zeigte auf den Punkt. Havertz trat zum fälligen Foulelfmeter an und schoss halbhoch zum 2:1 ins linke Eck. Sommer war zwar mit den Händen am Ball, konnte diesen aber nicht entscheidend ablenken (58.).

In den etwas mehr als 30 verbleibenden Spielminuten hatten beide Mannschaften etliche Tormöglichkeiten, welche jedoch größtenteils vergeben wurden. Einmal sollte es allerdings noch im Gladbacher Gehäuse rappeln:

Demirbay befördert in der 81. Minuten einen Freistoß von rechts, wenige Meter vor der Grundlinie entfernt, gefühlvoll in den Fünfer. Dort drückte Sven Bender das Spielgerät per Schulter zum 3:1-Endstand über die Linie.

Die Stimmen zum Spiel:

Stefan Lainer (Borussia Mönchengladbach): "Insgesamt denke ich, waren sie sehr eiskalt vorm Tor - und deswegen gehen sie heute als Sieger vom Platz."

Kai Havertz (Bayer 04 Leverkusen): "Wir sind glücklich über den Sieg. Wir haben uns vorgenommen hier zu gewinnen - das haben wir getan. Wir mussten heute alles raushauen und ich glaube, (wir haben, Anm. d. Red.) am Ende auch verdient gewonnen."

Sven Bender (Bayer 04 Leverkusen): "Borussia hat uns heute alles abverlangt und gezeigt, dass sie zurecht so weit oben in der Tabelle stehen. Der Elfmeter für uns war so ein bisschen der Knackpunkt, bis dahin war es recht eng. Unterm Strich ist der Sieg aber verdient."

Der Tweet zum Spiel:

Die Aktion wurde vom Fanprojekt Mönchengladbach initiiert. Wer wollte, konnte sich einen Pappkameraden von sich anfertigen lassen, der auf einem Zuschauerplatz im Stadion positioniert wurde. 13 000 Stück wurden insgesamt befestigt.

Das fiel auf: Anscheinend unaufhaltsamer Havertz

Havertz spielt eine bärenstarke Rückrunde. In seinen jüngsten sechs Ligaeinsätzen - in denen er je mindestens einmal traf - war er an neun Toren direkt beteiligt. Sechs davon erzielte er selbst, drei bereitete er vor. Zudem netzte er erstmals in seiner Bundesliga-Karriere in sechs Partien in Folge und erzielte zum ersten Mal im deutschen Oberhaus in zwei aufeinanderfolgenden Spielen je einen Doppelpack. Rechnet man die weiteren Wettbewerbe hinzu, war Havertz gar im zehnten Pflichtspiel hintereinander Torschütze und/oder Vorlagengeber.

Die Statistik: 10

Schon wieder: Die Fohlen kassierten auch in ihrem zehnten Bundesligaspiel des Jahres mindestens einen Gegentreffer. Von den derzeitigen deutschen Erstligisten wartet kein Verein so lang auf eine "Weiße Weste" - der FC Augsburg könnte in dieser Kategorie jedoch im Spiel gegen den FC Schalke 04 (Sonntag 13:30 Uhr im Liveticker bei Eurosport.de) mit Gladbach gleichziehen.

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