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"Habe das nicht mehr in der Hand": Köln-Bosse beraten über Beierlorzer-Entlassung

"Habe das nicht mehr in der Hand": Köln-Bosse beraten über Beierlorzer-Entlassung
Von Eurosport

09/11/2019 um 09:54Aktualisiert 09/11/2019 um 11:31

Achim Beierlorzer fand diese Frage bizarr. "Ob ich um meinen Job kämpfen werde?", fragte der Noch-Trainer des 1. FC Köln leicht gereizt: "Ich weiß nicht wie das aussehen sollte, ich stelle es mir lustig vor. Diese Sache ist ab jetzt eine Entscheidung des Vereins. Ich habe das nicht mehr in der Hand." In der Tat waren die Mittel des Trainers nach dem 1:2 gegen Hoffenheim erstmal ausgesgeschöpf.

Wie schon so oft hatte die Mannschaft des 1. FC Köln gegen einen starken Gegner durchaus überzeugt - und wie so oft stand sie am Ende mit leeren Händen da, dieses Mal auf besonders bittere Weise: Per Foulelfmeter nach Videobeweis traf Jürgen Locadia in der achten Minute der Nachspielzeit zum sechsten Sieg der TSG in Serie.

Auch das zuvor im Umfeld als "Endspiel" deklarierte Duell am 11. Spieltag brachte für Beierlorzer also nicht den dritten Saisonsieg. Und der Verein arbeitete, wie vom Coach angekündigt, gedanklich gleich an einer schnellen Entscheidungsfindung: Das Training am Samstagvormittag wurde abgesagt, und Frank Aehlig musste in neuer Rolle plötzlich erklären, warum das so war. Der 51-Jährige begründete:

"Wir müssen die Leute nicht um den Platz laufen lassen, wir müssen sprechen und hören, was sie sagen, denken und fühlen. Wir werden mit Spielern und dem Trainerteam selbst sprechen." "

Um herauszufinden, ob es mit Beierlorzer weitergehen kann. Noch am Wochenende kann die Entscheidung fallen.

Beierlorzer bleibt nur das Abwarten

Aehlig war bislang als Leiter der Lizenzspielerabteilung eher im Hintergrund aktiv gewesen, quasi mit Schlusspfiff am Freitagabend rückte er jedoch in die erste Reihe auf: Sportchef Armin Veh, dessen Abschied zum Saisonende ohnehin feststand, verlässt den FC sofort, das gab der Klub unmittelbar nach dem Spiel bekannt.

Nun müssen also Aehlig, Finanzgeschäftsführer Alexander Wehrle und der Vorstand entscheiden. "Ob uns das, was wir heute gesehen haben, reicht, um in der Konstellation weiterzumachen", erklärte Aehlig: "Oder ob wir den Glauben nicht mehr haben." Beierlorzer kann nur noch abwarten.

(SID)

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