Bellingham war seiner Zeit schon immer ein bisschen voraus. Mit 14 Jahren spielte er bei Birmingham City schon in der U18, mit 16 debütierte er in der Profi-Mannschaft des englischen Zweitligisten. Mit einer Ablösesumme von rund 25 Millionen Euro wird der inzwischen 17-Jährige nun der teuerste minderjährige Spieler in der Geschichte der Fußball-Bundesliga. Borussia Dortmund hat den Wettlauf um das Supertalent gegen zahlreiche europäische Topvereine gewonnen, der Vollzug wird in den kommenden Tagen erwartet.

Die Summe lässt aufhorchen. 25 Millionen für einen Teenager in Zeiten der Coronakrise? Der BVB geht damit mal wieder eine Wette auf die Zukunft ein. Dass Bellingham eine große bevorsteht, darüber gibt es in seiner Heimat "keine zwei Meinungen", sagte Sportdirektor Michael Zorc und bezeichnete den englischen U17-Nationalspieler als "klassischen Achter, stark in beide Richtungen".

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Bellingham ist trotz seiner Jugend in der Entwicklung schon sehr weit. In Birmingham nahm er eine Führungsrolle ein und beeindruckte mit seiner Ruhe am Ball. Das weckte Begehrlichkeiten, auch der deutsche Rekordmeister Bayern München soll großes Interesse gezeigt haben.

BVB bietet gute Perspektive für junge Top-Talente

Für Dortmund sprach am Ende wohl - wie zuletzt schon bei Jadon Sancho oder Erling Haaland - der gute Ruf und die Perspektive. Beim BVB kann sich Bellingham in den nächsten Jahren weiterentwickeln, er dürfte dort wesentlich häufiger zum Einsatz kommen als es anderswo der Fall gewesen wäre. Schließlich hat der Vizemeister in den vergangenen Jahren eindrucksvoll bewiesen, dass er ein gutes Sprungbrett für Top-Talente ist.

Christian Pulisic (für 64 Millionen Euro zum FC Chelsea) und Ousmane Dembele (105 Millionen Euro plus Bonuszahlungen zum FC Barcelona) haben in Dortmund mächtig Eigenwerbung betrieben und mit ihrem Abgang die Kassen prall gefüllt. So dürfte es auch bei Sancho laufen, der für Bellingham ein Vorbild ist. Der Offensivspieler wird heftig vom englischen Rekordmeister Manchester United umworben, der BVB ruft aber 120 Millionen Euro für das Juwel auf. Ausgang? Ungewiss!

In Haaland hatten sich die Dortmunder schon im Winter den nächsten dicken Fisch an Land gezogen. Auch der Norweger passt perfekt ins Geschäftsmodell der Schwarz-Gelben: Junge Spieler kaufen, in zwei, drei Jahren besser machen - und mit viel Gewinn wieder abgeben.

Bellingham ist nach dem ablösefreien Rechtsverteidiger Thomas Meunier (Paris St. Germain) der zweite BVB-Neuzugang in diesem Sommer. Ob für die Jagd auf Serienmeister München noch weitere hinzukommen, hängt von Sancho ab.

"Sollte Jadon gehen, würden wir im Offensivbereich noch einmal tätig werden", sagte Zorc: "Es gibt sicherlich den einen oder anderen Spieler, den wir im Visier haben."

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(SID)

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