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Matthäus bleibt bei Favre-These: "Dortmund sehnt sich nach Klopp-Klon"

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Lothar Matthäus

Fotocredit: Imago

VonEurosport
01/06/2020 Am 20:18 | Update 01/06/2020 Am 20:20

Lothar Matthäus glaubt trotz der salbungsvollen Worte der Chefetage von Borussia Dortmund an Coach Lucien Favre fest an eine baldige Trennung. "Wenn ich mir seine Reaktion nach dem Spiel nochmal vor Augen führe, bleibe ich bei meinem ursprünglichen Impuls. Ich glaube nicht, dass Favre in der nächsten Saison noch auf der BVB-Bank sitzt", schrieb der "Sky"-Experte in der Kolumne "So sehe ich das".

"Die Aussage, 'darüber werde ich in ein paar Wochen sprechen', interpretiere ich weiterhin so, dass es in ihm brodelt", kommentierte der Rekordnationalspieler weiter.

Laut Matthäus werde in Dortmund nach einer gewissen Zeit der Trainer von oberster Stelle nicht so unterstützt und öffentlich gestärkt, wie es nötig wäre. "Der Letzte, der diese Wertschätzung offen, ehrlich und regelmäßig bekommen hat, war Jürgen Klopp. Seit Jürgen weg ist, sehnt man sich in Dortmund quasi nach einem Klopp-Klon. Und den gibt es eben nicht", erklärte Matthäus.

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Der 59-Jährige schätzt Favre "so ein, dass er ein total konsequenter Mensch ist, wenn er davon überzeugt ist, dass ein Weg zu Ende ist. Und mein Gefühl sagt mir, dass dieser Punkt für ihn nun auch in Dortmund erreicht ist."

Matthäus wirft Favre zu viel Vorsicht vor

Weiter merkte Matthäus an, Favres vorsichtige Aufstellung am vergangenen Dienstag im Bundesliga-Gipfel gegen Bayern München (0:1) habe dem BVB "am Ende vielleicht den Titel gekostet". Favre hole "nicht die Big Points, die nötig sind, um den Bayern die Meisterschaft ernsthaft strittig zu machen."

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Matthäus hatte wegen seiner markigen Mutmaßung nach der wohl vorentscheidenden Dortmunder Niederlage ("Favre weg, Niko Kovac kommt") viel Kritik vonseiten des BVB einstecken müssen, Favre selbst bezeichnete die Ausführungen des Weltmeisterkapitäns von 1990 als "wirklich unglaublich und für mich auch nicht akzeptabel".

(SID)

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