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Drei Dinge, die auffielen: Müller putscht die Bayern auf

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Thomas Müller

Fotocredit: Imago

VonAndreas Morbach
24/11/2019 Am 08:54 | Update 24/11/2019 Am 08:54

Thomas Müller steht symptomatisch für das, was der FC Bayern München seit der Entlassung von Niko Kovac wieder verkörpert: Die Lust am Spiel. Gegen Fortuna Düsseldorf ließ der deutsche Rekordmeister keinen Zweifel daran, wer den Platz als Sieger verlassen würde. Entscheidend für den Aufschwung ist auch eine taktische Umstellung von Hansi Flick. Drei Dinge, die auffielen.

Aus Düsseldorf berichtet Andreas Morbach

1. Defensive Trutzburg

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Mittelfeldmann Thiago war der Erste, der nach dem Münchner 4:0 in Düsseldorf Richtung Gästekabine huschte. Der 28-jährige Spanier, unter Niko Kovac eine feste Größe im Team der Bayern, ist seit dem Trainerwechsel zu Hansi Flick aufs Nebengleis gerutscht, gegen die Fortuna kam er für die letzten 20 Minuten für Corentin Tolisso ins Spiel. Und parallel Thiagos Rückstufung entwickelt sich die Bayern-Defensive zu einer wahren Trutzburg: Unter Flick gewann der FCB alle drei Spiele, mit einer Torbilanz von 10:0. "Es fühlt sich richtig gut an auf dem Platz. Wir haben wirklich Spaß, gemeinsam zu verteidigen", betonte Joshua Kimmich - der in Düsseldorf die Fäden im defensiven Mittelfeld zog. Während Thiago mitmachen durfte, als der letzte Treffer für den Rekordmeister gerade gefallen war.

FC Bayern München | Benjamin Pavard

Fotocredit: Getty Images

2. Aufputschmittel Müller

Das neue Münchner Fußballgefühl demonstrierte in den ersten Minuten vor allem einer: Thomas Müller. Der 30-Jährige trieb die Kollegen aus der Defensive von Beginn an mit ausladenden Gesten an, weiter aufzurücken und den Fortunen das Leben richtig schwer zu machen. Das Aufputschmittel namens Müller wirkte, ihre Lust am Spiel und an der Dominanz über den Gegner hielten die Gäste bis zum Schluss aufrecht. Das war unter Ex-Coach Kovac nicht immer so gewesen. "Die Bayern", stellte Düsseldorfs Kapitän Oliver Fink ultimativ fest, "haben eine Leistung angeboten, die über jeden Zweifel erhaben war." Und dass das so bleibt, dafür dürfte Hansi Flick sorgen. "In der zweiten Halbzeit hatten wir noch Luft nach oben", stellt Münchens neuer Coach fest. "Da gab es noch Dinge, an denen wir arbeiten können."

3. Furioser Pavard

Vor der Partie gegen die Bayern diskutierten die Düsseldorfer über die anhaltende Ladehemmung von Dawid Kownacki (22). Der Pole, im Januar mit vielen Vorschusslorbeeren aus Genua an den Rhein gekommen, wartet in dieser Saison weiter auf sein erstes Tor. Wobei Kownacki im linken Mittelfeld der Fortuna diesmal auch das Pech hatte, mit dem angriffstollen Außenverteidiger Benjamin Pavard konfrontiert zu werden. Neben seiner elegant-kompromisslosen Arbeit als rechter Verteidiger suchte der Franzose immer wieder zügig den Weg nach vorne.

Mit Erfolg: Erst sorgte er für die Münchner Führung, indem er bei einem Schuss von Joshua Kimmich noch seine Fußspitze an den Ball brachte. Dann bereitete der Weltmeister von 2018 das 3:0 durch Serge Gnabry mit seinem Rückpass auf Vorlagengeber Thomas Müller indirekt vor. Zudem überzeugte der beste Bayern-Akteur mit seinen Spieldaten: 102 Ballkontakte - plus eine Passquote von 89 sowie eine Zweikampfquote von 100 Prozent.

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