So lief das Spiel:

In einer höhepunktarmen ersten Halbzeit erwischte Augsburg den etwas besseren Start, viel Zwingendes war aber ebenso wie bei den Werderanern nicht dabei. Gefährliche Strafraumszenen waren auf beiden Seiten lange Mangelware.
Dann rappelte es allerdings. Nuri Sahin bediente in der 23. Minute Davie Selke durch einen langen Schlag. Jeffrey Gouweleeuw bedrängte den Neuzugang, der es aber schaffte, den Ball am herauseilenden Keeper Andreas Luthe vorbeizuschieben. Gouweleeuw schoss das Spielgerät bei seiner Klärungsaktion an Tin Jedvajs Knie, sodass der Ball per Abpraller zum 0:1 über die Linie rollte.
Bundesliga
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Nach dem überraschenden Bremer Führungstreffer hatten die Fuggerstädter Probleme, sich im vorderen Drittel durchzusetzen. Sie verarbeiteten den Rückstand nicht gut und kassierten wenige Minuten vor der Pause einen Konter, bei dem Leonardo Bittencourt (39.) in Strafraumnähe hängenblieb und so eine aussichtsreiche Chance verpuffte.
Der FCA bot nach dem Seitenwechsel eine deutliche Leistungssteigerung. Coach Martin Schmidt schien bei seiner Halbzeitansprache die richtigen Worte und Anweisungen gefunden zu haben. Seine Mannschaft spielte unermüdlich nach vorne und suchte stets den schnellsten Weg zum Abschluss.
In der 67. Minute wurde Florian Niederlechner auf der linken Außenbahn von Gouweleeuw mit einem langen Schlag bedient. Augsburgs erfolgreichster Torschütze drang in den Strafraum ein und schoss. Ömer Toprak fälschte den Ball unglücklich ab, sodass dieser hoch zum 1:1 ins Netz flog.
Bremen war im zweiten Abschnitt hauptsächlich mit der Defensivarbeit beschäftigt und schoss kein einziges Mal auf das gegnerische Tor. Die Hausherren drehten die Partie und verließen den Rasen als verdiente Sieger.
Gouweleeuw spielte in der 82. Minute zum eingewechselten Alfred Finnbogason, der aus zentraler Position nach links passte. Dort drang Ruben Vargas mit hohem Tempo in den Sechzehner ein und schob mit der Innenseite flach zum 2:1-Endstand ins lange Eck.
Die Stimmen:
Martin Schmidt (Trainer FC Augsburg): "Willkommen in der Rückrunde. Wir sind wieder drin und haben den Fehlstart abgewendet. Das Team hat heute vor allem in der zweiten Hälfte geliefert."
Daniel Baier (Kapitän FC Augsburg): "Wir waren von Anfang an die bessere Mannschaft und haben vor allem in der zweiten Halbzeit noch eine Schippe in der Offensive draufgelegt. Das war ein hochverdienter Sieg."
Davie Selke (SV Werder Bremen): "Es sah lange Zeit sehr gut aus. Wir haben es dann nicht hinbekommen, in der zweiten Halbzeit die gefährlichen Flanken und Umschaltsituationen von Augsburg zu unterbinden."

Der Tweet zum Spiel:

Das fiel auf: Systemumstellungen fruchten nicht

Werder-Coach Florian Kohfeldt stellte im Vergleich zu den beiden jüngsten Ligaspielen von einem Zweier- auf einen Dreiersturm um. Rückkehrer Selke, Bundesliga-Debütant Nick Woltemade sowie Milot Rashica durften an vorderster Front ran. Torgefahr entstand aber relativ selten. Bezeichnenderweise fiel der einzige Bremer Treffer durch ein Eigentor. In der 80. Minute stellte Kohfeldt von Dreier- auf Vierer-Abwehrreihe um, indem er Christian Groß für Sahin brachte. Das zahlte sich jedoch nicht aus. Der FCA erzielte zwei Minuten später den Siegtreffer.

Die Statistik: 9, 33

Der Begriff "Lieblingsgegner" trifft es ganz gut: Augsburg siegte im Oberhaus gegen keinen Verein öfter als gegen Bremen (9). Zudem trafen die bayerischen Schwaben in der Bundesliga gegen Werder 33 Mal - keinem anderen Gegner schenkten sie so viele Gegentore ein.
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