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Bayern wartet auf den Domino-Effekt: Ein gefährliches Geduldsspiel

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Uli Hoeneß und Karl-Heinz Rummenigge

Fotocredit: Getty Images

VonDaniel Rathjen | Lukas Klaas
10/07/2019 Am 10:45 | Update 10/07/2019 Am 10:45

Bayern braucht Neuzugänge, aber im Poker um die besten Spieler auf dem Transfermarkt haben die Münchner derzeit immer öfter das Nachsehen. Man hofft, dass der "Domino-Effekt" letztendlich trotzdem einen Spieler nach München führen wird. Aber wie wahrscheinlich ist das wirklich? Es ist an der Zeit, dass der FC Bayern selbst das Heft in die Hand nimmt und agiert, statt zu reagieren.

Der FC Bayern wartet auf den Domino-Effekt. Dann soll es so richtig rundgehen auf dem Transfermarkt. Bislang ging es für den deutschen Rekordmeister eher ruhig zu - und das obwohl nach dem Weggang von Arjen Robben und Franck Ribéry mindestens zwei wichtige Planstellen offen sind.

Inwiefern ist Europas Fußballmarkt überhaupt ein Spannungsfeld, in dem die erste Unregelmäßigkeit eine Lawine von Spielerwechseln auslöst? Ist Bayerns Hoffnung eigentlich realistisch?

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Ein mögliches Szenario: Leroy Sané entscheidet sich dafür, seinen Vertrag bei Manchester City zu verlängern. Bayern will nun also um jeden Preis die 1b-Lösung Ousmane Dembélé. Er wäre aber nur auf dem Markt, wenn Neymar von PSG kommt. Immerhin: Darauf deutet aktuell ziemlich viel hin.

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Geduld ist gefragt

"Wir sind in Position", beteuerte FCB-Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge, "und wir sind noch lange nicht am Ende". Doch der alte Satz, dass ein Profi ein Bayern-Angebot nicht ablehnen könne, gelte nur noch für die Bundesliga. International sei die Luft angesichts von Beträgen in dreistelliger Millionenhöhe "schon sehr dünn". Und deshalb sei weiter Geduld gefragt - und noch mehr Geduld.

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Was, wenn die Domino-Steine fallen, aber am Ende keiner an der Säbener Straße liegen bleibt? Die späten Transfers, auf die Rummenigge zuletzt in diesem Zusammenhang referenzierte, kamen allesamt aufgrund der jeweiligen, engen Beziehung zwischen Trainer und Spieler zustande. Arjen Robben kam wegen Louis van Gaal, Javi Martínez wegen der Bemühungen von Jupp Heynckes und Xabi Alonso, weil er von Pep Guardiola lernen wollte. Jetzt trainiert Niko Kovac die Bayern.

Die Devise? Handeln!

Anstatt auf den Beginn des Domino-Effekts zu warten, sollte sich der FC Bayern überlegen, den Stein selbst ins Rollen zu bringen und das "Transfer-Karussell" in Schwung zu bringen. Dafür müsste man wahrscheinlich tief in die Tasche greifen, aber Geld ist ja bekanntlich da und soll ausgegeben werden.

Warum nicht einen Vorstoß beim abwanderungswilligen Philippe Coutinho (FC Barcelona) wagen oder gleich Steven Bergwijn von der PSV Eindhoven verpflichten?

Ein Szenario ohne "Königstransfer" ginge für die Bayern mit einer Zielkorrektur einher. National würde der Kader dann eventuell höchsten Ansprüchen noch genügen, international jedoch sicher nicht. Kovac vertraut seinen Bossen. Aber der Countdown bis zum 2. September, wenn das Transfer-Fenster in diesem Jahr schließt, läuft.

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