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Riskant! FC Bayern zieht bizarres Spiel mit Alaba durch

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Bayern-Star David Alaba

Fotocredit: Getty Images

VonTobias Laure
01/08/2020 Am 21:17 | Update 02/08/2020 Am 08:29

Der FC Bayern München will David Alaba unbedingt halten, verwirrt dabei aber mit einer merkwürdigen Strategie. Karl-Heinz Rummenigge zeichnete den 28-Jährigen als "schwarzen Franz Beckenbauer" aus - mehr Lob geht kaum in München. Auf der anderen Seite kritisierte der Vorstandsvorsitzende den Spieler und seinen Berater öffentlich, was für die angestrebte Zusammenarbeit nicht förderlich sein dürfte.

Mit den Spielergehältern in der Bundesliga ist das ja immer so eine Sache. Es gibt fast nie konkrete Zahlen, dafür aber umso heißere Spekulationen um die Summen. Im Falle von David Alaba soll es sich laut "Sport Bild" um 20 Millionen Euro pro Saison handeln.

Geld, das der Österreicher zwar noch nicht verdient, das er aus Sicht seines Star-Beraters Pini Zahavi aber wert sein soll. Es wäre, auch das muss aus Mangel an belastbaren Zahlen eine Schätzung bleiben, eine Verdopplung seines bisherigen Salärs.

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Rummenigge kritisiert Verhalten der Berater

Ungeachtet der tatsächlich verhandelten Beträge lässt sich aber festhalten, dass die Verhandlungen über eine Vertragsverlängerung an diesem Punkt stocken. "Bei den Gehältern scheint der eine oder andere Berater der Meinung zu sein, dass die Sonne trotz Corona noch hell scheint", monierte Rummenigge auf einer Pressekonferenz des Vereins und stellte fest, dass dem nicht so sei.

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Informationen der "Sport Bild" zufolge soll auch Sportdirektor Hasan Salihamidzic bei einem Treffen mit Zahavi in München aus der Haut gefahren sein, als der Berater mit den monströsen Forderungen herausgerückt sei.

Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge vom FC Bayern München

Fotocredit: SID

Alabas Vertrag an der Säbener Straße läuft noch bis 30. Juni 2021, danach könnte er den Klub ablösefrei verlassen. Die Bayern treibt aber nicht in erster Linie die Sorge um, dass man Einnahmen verliert, sondern dass einer der Unverzichtbaren von Bord geht.

Alaba: Maximales Lob, aber kein maximales Gehalt

Man habe bei Bayern "einige Zeit keinen Häuptling mehr in der Abwehr gehabt. Also einen, der dort wirklich das Zepter in die Hand nimmt, den Ton angibt und einfach auch als Chef der Defensive agiert. Das hat er gemacht", hob Rummenigge die Bedeutung des Verteidigers hervor, um schließlich ins höchste Regalfach der Lob-Abteilung zu greifen.

"David ist der erste Spieler, der wieder auf diesem Niveau wie der Franz damals gespielt hat, mit dem ich ja noch selber auf dem Platz spielen durfte, der dieses Zepter so in die Hand nimmt." Wow! Ein Satz, den sich der gute David Alaba am besten gleich einrahmen lässt.

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Einzig, finanziell wollen die Bayern die Erhebung des Abwehrspielers in den fußballerischen Kaiserstand dann doch nicht abbilden. Folgt man der Logik der Würdigung, müsste Alaba mit dem Topverdiener in der Mannschaft mindestens gleichziehen.

Diese Rolle hat derzeit Robert Lewandowski inne, dessen Jahresgehalt laut einer Berechnung von "vermoegenmagazin.de" bei 19,5 Millionen Euro liegen soll - aus diesem Blickwinkel würden die angeblich von Zahavi geforderten 20 Millionen Euro als Sinn ergeben.

FC Bayern spielt bei Alaba auf Zeit

Bleibt nur die Frage, ob Rummenigges Lob-und-Tadel-Strategie wirklich zielführend ist, zumal sich Alaba laut einer Meldung der katalanischen Zeitung "Sport" beim FC Barcelona angeboten haben soll. Gerüchte um einen Transfer zu Manchester City, Paris Saint-Germain und Real Madrid geistern ebenfalls seit geraumer Zeit durch die Medien.

Der Rekordmeister spielt trotzdem auf Zeit. Alaba werde "auf jeden Fall" die Champions League spielen. "Dann wird man weitersehen", so Rummenigge. Man dürfe in Zeiten der Corona-Pandemie nur eines nicht vergessen: "Es liegt in der Natur der Dinge, dass der FC Bayern - speziell in diesen Zeiten - versucht, seine Finanzen ein Stück zusammenzuhalten."

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