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Bayerns Personalnot: Das sind die Pläne der Entscheider

Bayerns Personalnot: Das sind die Pläne der Entscheider

16/01/2020 um 14:38Aktualisiert 16/01/2020 um 14:39

Hansi Flick hat im Trainingslager des FC Bayern München öffentlich getrommelt und noch zwei zusätzliche Spieler gefordert. Seitdem wurde viel spekuliert, Sportdirektor Hasan Salihamidzic hatte sich ebenfalls geäußert und Flicks Verhalten moniert. Viele Spieler sind mit dem FC Bayern in Verbindung gebracht worden. Nun haben sich die Verantwortlichen zur Beratung zusammengesetzt.

"Der finanzielle Rahmen muss passen und – noch wichtiger – die Qualität des Spielers muss stimmen", sagte er der schließlich "Bild am Sonntag". "Unsere Mannschaft sinnvoll zu verstärken ist nicht leicht. Außerdem ist der Transfermarkt im Winter dünn."

Treffen zur Kaderplanung: Verstärkung erwünscht

Verstärkung - ja oder nein? Wie der "Kicker" berichtet, haben sich die Bayern-Verantwortlichen nun tatsächlich zusammengesetzt und sich geeinigt. Verstärkungen sind gewünscht. Gewiss wird keiner, der im Verein etwas zu sagen hat, lauthals Transferwünsche heraustrompeten. Da hat man aus den Fehlern der jüngeren Vergangenheit gelernt. Das hat mehrere Vorteile: Wunschspieler lassen sich möglicherweise etwas günstiger transferieren und sollte es mit neuen Spielern doch nicht klappen, wäre die Enttäuschung nicht so groß.

Obwohl sofortige Verstärkungen ein großer Bonus wären: Der FC Bayern hat für Innen- und Außenverteidigerposition sowie für die Flügel Backups in der U23 und den Jugendmannschaften. Laut Mannschaftsrat sei ein Rechtsverteidiger ohnehin nicht unbedingt notwendig.

Ex-Bayern-Star Lothar Matthäus sagte dazu im "Kicker": "Hansi hat gesagt, er möchte zwei Neue. Diese Aussagen muss man verstehen, sie entsprechen dem Momentum. Deshalb sind die Forderungen richtig."

Warum Verstärkung nicht unbedingt notwendig ist

Forderung nach wem aber? Der "Kicker" schreibt, im Mannschaftsrat sei von einem zentralen Abwehrspieler die Rede gewesen.

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Angeblich soll der FC Bayern gar die Chancen auf zwei Kräfte nicht wahrgenommen haben. Marin Pongracic soll ein Thema gewesen sein, ehe er sich dem VfL Wolfsburg anschloss. Auch Barcelonas Jean-Clair Todibo, inzwischen beim FC Schalke 04, war offenbar eine Option. Bayern wollte sie nicht. Jérôme Boateng bleibt - das Thema Innenverteidigung ist damit womöglich abgeschlossen.

Laut Matthäus sei die angespannte Personalsituation ohnehin überbewertet - insbesondere beim Blick auf die Konkurrenz.

"Klar ist das jetzt keine einfache Situation, aber auch die Leipziger haben Verletzte. Willy Orban fällt aus, Kevin Kampl kommt erst gerade wieder zurück. Und Diego Demme haben sie ziehen lassen.", sagte Matthäus im "kicker". "Die Bayern haben aber immer noch 13 Nationalspieler zur Verfügung - und eben die Talente."

Auch wenn einige dieser Talente zuletzt nicht Optimalform waren, wie das Testspiel gegen den 1. FC Nürnberg zeigt, bleibt abzuwarten, wie sie unter erhöhtem Druck reagieren. Nachwuchsstürmer Joshua Zirkzee ist mit seinen Parade-Auftritten vor Weihnachten das beste Beispiel dafür.

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