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Zorc rüttelt BVB-Profis wach: "Wir müssen Kerle sein auf dem Platz!"

Zorc rüttelt BVB-Profis wach: "Wir müssen Kerle sein auf dem Platz!"

08/11/2019 um 10:55Aktualisiert 08/11/2019 um 12:55

Zwei Tage vor dem deutschen Clásico gegen den FC Bayern München hat Borussia Dortmunds Sportdirektor Michael Zorc die Profis des BVB mit drastischen Worten wachgerüttelt. Man müsse "Männerfußball" spielen, um gegen den Rekordmeister zu bestehen. "Wir müssen Kerle sein auf dem Platz", forderte der 57-Jährige - wohlwissend, dass die Bayern nach der Kovac-Entlassung noch unberechenbarer sind.

Video - BVB mit Kampfansage: "Müssen Männerfußball spielen"

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Die Pressekonferenz des BVB mit Lucien Favre und Michael Zorc plätscherte so vor sich hin. Der Trainer beantwortete Fragen zu Marco Reus, Jadon Sancho und zur Taktik gegen die Bayern - selbstverständlich, ohne konkret zu werden. Der Sportdirektor lobte derweil die beiden Vereine und sprach von der "interessantesten Paarung in Deutschland". Das Übliche eben.

Das änderte sich freilich, als die Sprache auf die deutlichen Niederlagen kam, die der BVB in den vergangenen Jahren in München kassierte. Zorc nutzte die Vorlage umgehend, um öffentlich eine klare Message an die Mannschaft zu senden:

"Wenn ich mir die Ergebnisse der vergangenen Jahre in München anschaue, das eine Pokalspiel mal ausgenommen, dann ist das eine reine Horrorbilanz. Eine Horrorbilanz, das muss man wirklich so sagen."

BVB-Spieler "müssen Kerle sein" gegen FC Bayern

Da brauche man, so Zorc weiter, "nicht viel über Taktik" reden. Und der Sportdirektor wurde noch deutlicher, viel deutlicher:

"Wir müssen Männerfußball spielen, wir müssen Kerle sein auf dem Platz. Darum wird es gehen, dass wird entscheidend sein."

Dass die Bayern nach dem Aus von Trainer Niko Kovac unter Interimscoach Hansi Flick Schwäche zeigen? Glaubt Zorc nicht. "Die Jungs in München, die raufen sich zusammen für diese Spiel - unabhängig davon wer Trainer ist, das spielt keine Rolle."

Zorcs Appell an die BVB-Auswahl ist unmissverständlich:

"Wir müssen dagegenhalten. Das haben wir in den letzten Jahren nicht getan. Im letzten Jahr nicht und teilweise auch davor nicht. Es ist die klare Forderung an unsere Spieler, unsere Mannschaft, dass wir da anders auftreten."

Für Zorc steht fest, dass es für die Borussia im Kräftemessen mit dem Meister um mehr geht als drei Punkte. "Das Ergebnis", schärfte er allen Anwesenden ein, "hat Wirkung auf den weiteren Saisonverlauf".

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