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Neuaufbau von Kopf bis Fuß: Der Rückzug wäre konsequent, Herr Hoeneß!

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Uli Hoeneß, FC Bayern München

Fotocredit: Getty Images

VonVictoria Kunzmann
24/07/2019 Am 10:47 | Update 24/07/2019 Am 15:33

Uli Hoeneß macht wohl Schluss beim FC Bayern. Laut "Bild" tritt er im November nicht zur Wiederwahl als Präsident an und gibt auch alle anderen Ämter ab. Das ist konsequent, aber auch notwendig, wenn der Verein einen Neuanfang anstrebt. Karl-Heinz Rummenigge tritt im Jahr 2020 ebenfalls ab. Der Weg ist damit frei für einen Umbruch im Kader, sowie auf der Führungsetage.

Das wäre schon schwer vorstellbar, ein FC Bayern ohne Uli Hoeneß. Seine Aufreger, seine Sprüche, seine großspurigen Ankündigungen - all das würde definitiv fehlen. Wenn sich Hoeneß zurückzieht und tatsächlich nicht mehr als Präsident des Klubs antritt, den er in knapp 40 Jahren zu einem Weltklub gemacht hat, würde es sicher eine Spur ruhiger werden an der Säbener Straße.

Am 29. August wird er seine Entscheidung dem Aufsichtsrat mitteilen, verriet Hoeneß am Mittwoch dem "kicker" und fügte an: "Vorher gibt es von mir keine offizielle Erklärung." Auch das Fachblatt geht vom Rückzug aus.

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Dass der 67-Jährige - wie die "Bild" berichtet - auch seinen Posten als Aufsichtsratschef abgeben wird, wäre ein starkes Signal - und ein gutes!

Eins das zeigt, dass Hoeneß dem FC Bayern jenes frischere Antlitz zugesteht, das für den Verein unabdingbar ist.

Ein "Neuanfang" wird es nicht werden

Klar, über kurz oder lang muss es ohnehin einen Umbruch geben. Karl-Heinz Rummenigge wird das Zepter im kommenden Jahr an Oliver Kahn übergeben - da sah Hoeneß offenbar einen guten Zeitpunkt für einen "Neuanfang".

Doch ein wirklicher Neuanfang wird es nicht sein. Kahn kennt den Verein bestens und auch der wohl neue Bayern-Präsident - laut "Bild" der bisherige stellvertretende Aufsichtsratsvorsitzende Herbert Hainer - ist kein neues Gesicht im Verein und ein guter Freund des Noch-Bayern-Bosses.

Somit bleibt es für den 67-Jährigen weiterhin möglich, auf kurzem Dienstweg Einfluss auf die Vereinspolitik zu haben. Vielleicht irgendwann als Ehrenpräsident?

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Fotocredit: SID

Klar ist: Ein Machtwechsel an der Säbener Straße wird neue Impulse setzen, im Profi-Kader, bei Transferangelegenheiten, in der Nachwuchsarbeit. Ganz getreu dem Motto: "Hier tut sich was".

Fehden zwischen Hoeneß und Rummenigge wird es in der Öffentlichkeit nicht mehr geben, die neue Führung hat die Chance, frischen, modernen Konzepten nachzugehen, die einerseits für den FC Bayern stehen und andererseits auch attraktiv für junge Talente und Weltstars sind.

Langweilig wird es wohl aber nicht werden beim FC Bayern. Notfalls wird Uli Hoeneß selbst dafür sorgen.

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