Vor wenigen Tagen erst hat Max Kruse die Spielberechtigung für seinen neuen Verein Union Berlin erhalten. Dennoch scheinen die Probleme um seinen Wechsel von Fenerbahce Istanbul zum deutschen Hauptstadtklub noch lange nicht beendet zu sein. Denn Kruses Ex-Klub hat inzwischen eine Klage bei der FIFA eingereicht.

Mitte Juni hatte Kruse seinen Vertrag in Istanbul aufgrund ausbleibender Gehaltszahlungen einseitig gekündigt und zudem eine Klage über 7,5 Millionen Euro bei der FIFA eingereicht. Darauf hat der Süper-Lig-Klub nun reagiert. Das Fenerbahce-Vorstandsmitglied Alper Pirsen erklärte gegenüber "transfermarkt.com.tr": "Das Problem zwischen uns ist beidseitig ein FIFA-Fall geworden. Max Kruse hat uns verlassen und gegen uns bei der FIFA eine Klage in Höhe von 7,5 Millionen Euro eingereicht. Wir haben unsere Argumente bezüglich dieser Klage an die FIFA geschickt. Außerdem haben wir Max Kruse verklagt."

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Die Forderung von Fenerbahce beläuft sich auf 18 Millionen Euro als Schadensersatz für Kruses Abgang. Pirsen ist optimistisch, dass sein Verein vor Gericht recht bekomme und führt einen Fall aus der Vergangenheit als Beispiel an: "In unserer Vereinsgeschichte gibt es viele ähnliche Situationen. Natürlich ist dieser Fall nicht derselbe und die Geschehnisse sind nicht identisch, aber ein Ariel Ortega, der in der Türkei unglücklich war und nach Argentinien zurückkehren wollte, verließ unseren Verein auch ganz problematisch und wurde nachher zu einem Schadensersatz von 11 Millionen Dollar verdonnert."

Kein Kontakt zu Union Berlin

Um den Streit außergerichtlich beizulegen, könnte alternativ Kruses neuer Klub Union Berlin noch eine Ablöse für den Stürmer bezahlen. Allerdings sei Union bisher nicht Fenerbahce herangetreten. "Wir haben diesbezüglich keine Anfrage erhalten", erklärte Pirsen und bekräftigte: "Wir müssen die Rechte unseres Vereins bis zum Schluss verteidigen. Und dies wird auch so sein."

Daher dürfte der Fall in den kommenden Monaten vor Gericht verhandelt werden.

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