Fortuna Düsseldorf kommt auch gegen die TSG 1899 Hoffenheim nicht von der Stelle

Das nächste Remis verschärft Fortuna Düsseldorfs Lage im Abstiegskampf. Der Traditionsklub tritt auf der Stelle - und nun warten auch noch zwei Schwergewichte. Trotz 80 Minuten in Überzahl konnte die Fortuna gegen Hoffenheim die drei Punkte nicht ins Ziel bringen. Keine andere Bundesligamannschaft hat im Saisonverlauf so viele Führungen noch aus der Hand geben müssen.

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Wieder einmal lag sein Team in Führung, es spielte sogar mehr als 80 Minuten in Überzahl. Doch wieder einmal musste Uwe Rösler nach dem Abpfiff erklären, wieso er mit Fortuna Düsseldorf nicht vom Fleck gekommen war. Die Lage im Abstiegskampf wird immer bedrohlicher. "Der Punkt ist zu wenig für uns", sagte der Trainer nach dem 2:2 (1:1) gegen die TSG Hoffenheim zerknirscht.
24 Punkte schenkte der Traditionsklub in dieser Saison bereits nach Führungen her - so viele wie keine andere Mannschaft der Bundesliga. Wären die Rheinländer nur ein wenig abgezockter, hätten sie Relegationsplatz 16 wohl längst verlassen und ihre Abstiegssorgen beiseite legen können. Stattdessen ist das rettende Ufer nach dem 30. Spieltag wieder drei Punkte entfernt, von hinten lauert zudem Werder Bremen.

Jetzt warten schwere Brocken

"Die Spiele werden weniger. Wir brauchen Punkte", forderte Düsseldorfs Doppeltorschütze Rouwen Hennings am "Sky"-Mikrofon, um dann jedoch festzustellen: "Jetzt kommen Gegner, gegen die wir in der Hinrunde nicht den Hauch einer Chance hatten." 0:5 und 0:3 wurden die Düsseldorfer von Borussia Dortmund und RB Leipzig da abgewatscht - will die Fortuna sich retten, darf das in den anstehenden beiden Spielen nicht wieder passieren.
Das weiß auch der Trainer. Das Spiel am Samstag war das bereits siebte Remis unter Rösler, und bei fast allen war mehr drin. So führte die Fortuna etwa schon gegen Hertha 3:0, spielte letztlich aber nur 3:3. Sie lag in Köln bis kurz vor Schluss mit 2:0 vorn, kam aber nur zu einem 2:2. Beim 0:0 gegen Paderborn traf sie vier Mal das Aluminium.
Funkel-Nachfolger Rösler verhalf seinem Team zwar zweifellos zu spielerischer Leichtigkeit, die Ergebnisse aber bleiben aus. Unter dem Strich stehen unter dem 51-Jährigen nur zwei Siege aus elf Spielen zu Buche.

82 Minuten in Überzahl

Gegen Hoffenheim drohte nach den Toren von Munas Dabbur (16.) und Steven Zuber (61.) zwischenzeitlich sogar eine Niederlage. Lebensversicherung Hennings, der per Kopf zur frühen Führung getroffen hatte (5.), verwandelte einen schmeichelhaften Foulelfmeter aber zum Ausgleich (76.). Die Gäste hatten nach einer Roten Karte (9.) gegen Benjamin Hübner, der vor einer Ecke mit Kaan Ayhan aneinander geraten war, 82 Minuten mit einem Mann weniger agieren müssen.
Das war durchaus umstritten. "Mein Arm ist an meinem Körper, er zieht meinen Arm nach oben in sein Gesicht. Das ist eine ganz große Schande, was Ayhan macht. Das nimmt mir den Spaß am Fußball", polterte der TSG-Kapitän nach der harten Entscheidung des wackligen Schiedsrichters Sören Storks. Ayhan beteuerte, "nur eine Faust im Gesicht" gespürt zu haben, räumte aber auch ein: "Dann habe ich gemerkt, dass es nicht so doll wehtut."
Die Gastgeber jedenfalls nutzten ihren Feldvorteil nicht und sind mehr denn je unter Zugzwang. "Jetzt müssen wir versuchen dort etwas zu reißen, wo uns keiner eine Chance gibt", forderte Rösler.
(SID)
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