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Asamoah zu Tönnies: "Überrascht, geschockt und auch verletzt"

Asamoah zu Tönnies: "Überrascht, geschockt und auch verletzt"
Von Eurosport

05/08/2019 um 09:19Aktualisiert 05/08/2019 um 09:20

Gerald Asamoah hat sich zu den rassistischen Aussagen von Clemens Tönnies auf Instagram geäußert und diese verurteilt. Er sei "etwas sprachlos", die Äußerungen haben ihn persönlich verletzt. Vor allem weil Asamoah und Tönnies durch ihr gemeinsame Zeit bei Schalke bereits seit vielen Jahren befreundet sind. Der Schalker Ehrenrat wird sich in der nächsten Zeit wegen einer Amtsenthebung beraten.

" Ich bin ehrlich gesagt etwas sprachlos. Ich arbeite schon lange mit Clemens Tönnies zusammen und wir sind auch schon lange eng befreundet. Mir gegenüber hat er sich nie rassistisch verhalten. Seine Äußerung hat mich sehr überrascht, geschockt und auch verletzt."

Tönnies, Aufsichtsratsvorsitzender der Königsblauen, hatte am Donnerstag bei der Festveranstaltung zum "Tag des Handwerks" in Paderborn eine Rede zum Thema "Unternehmertum mit Verantwortung - Wege in die Zukunft der Lebensmittelerzeugung" gehalten. Der Schalke-Boss empfahl dabei die Finanzierung von Kraftwerken in Afrika und sagte laut der Zeitung Neue Westfälische:

" Dann würden die Afrikaner aufhören, Bäume zu fällen, und sie hören auf, wenn's dunkel ist, Kinder zu produzieren."

Bereits am Freitag bat der 63-Jährige um Entschuldigung und bezeichnete seine Aussagen als "töricht". Der Ehrenrat des Vereins kündigte bereits an, sich mit dem Thema zu beschäftigen. Im schlimmsten Fall könnte das Gremium Tönnies des Amtes entheben. Auch die Politik reagierte mit deutlichen Statements.

Causa Tönnies schlägt hohe Wellen

Dagmar Freitag etwa, Vorsitzende des Sportausschusses im Deutschen Bundestag, sagte der Welt am Sonntag: "Dass so etwas von jemandem artikuliert wird, der eine herausgehobene Position im Sport innehat, macht die Sache umso schlimmer. Die am folgenden Tag veröffentlichte Klarstellung durch Herrn Tönnies kann den gesellschaftspolitischen Schaden sicher nicht wettmachen."

Sylvia Schenk von Transparency International erklärte: "So etwas rutscht einem bei einer offiziellen Rede nicht einfach heraus, da steckt eine hochproblematische Einstellung dahinter."

Asamoahs ganze Stellungname:

(SID)

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