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Derbysieg und "vielleicht ein Bierchen": Rose und Gladbach kommen ins Rollen

Derbysieg und "vielleicht ein Bierchen": Rose und Gladbach kommen ins Rollen
Von Eurosport

15/09/2019 um 17:14Aktualisiert 15/09/2019 um 17:15

Borussia Mönchengladbach kommt langsam in Schwung: Der Derby-Sieg gegen 1. FC Köln zeigt, dass die Taktik von Trainer Marco Rose von der Mannschaft angenommen und auch umgesetzt wird. Die nächste große Hürde für Rose wird die Europa League sein. Am Donnerstag starten die "Fohlen" mit der Partie gegen den Wolfsberger AC. Zu viel feiern konnten die Derbyhelden also nicht.

Sein erster Derby-Sieg am Rhein weckte in Marco Rose nicht den Wunsch nach einer langen Nacht, lauter Musik und viel Alkohol. Keine Party, stattdessen "die Couch" und "vielleicht ein Bierchen" - das hatte Gladbachs Trainer nach dem Sieg beim 1. FC Köln im Sinn: "Und dann freuen wir uns schon auf Donnerstag, auf die Europa League."

Der verdiente 1:0 (1:0)-Erfolg beim Erzrivalen wird für die Fans einer der wichtigsten der Saison bleiben und wurde entsprechend gefeiert. Rose dagegen hätte wohl gerne gleich weitergemacht, für ihn brachte der Sieg vor allem ein ruhiges Arbeitsumfeld. Denn der neue Trainer und sein System müssen noch immer ankommen bei der Borussia.

Der nächste Schritt zum etablierten Rose-Fußball

"Jeder Sieg hilft, Vertrauen und Überzeugung zu bekommen", sagte der 43-Jährige daher: "Und das Vertrauen in mich wächst dann hoffentlich auch mehr." Am Donnerstag steht schon der Europa-League-Auftakt gegen den Wolfsberger AC aus Österreich an und damit die Chance zum nächsten Schritt auf dem Weg zum Rose-Fußball, den er bis zum vergangenen Sommer so erfolgreich bei RB Salzburg etabliert hatte: Hohes Pressing, Vertikalspiel, schnellster Weg zum Tor.

Das hat noch nicht immer wie gewünscht funktioniert in dieser Saison, in der Mönchengladbach aus vier Spielen zwei Siege holte. Am besten hatte Rose ausgerechnet die Leistung bei der Niederlage gegen RB Leipzig (1:3) gefallen, "die Messlatte, wie wir Fußball spielen wollen" sei das gewesen, sagte er.

Das Spiel gegen Köln war da eher ein Exkurs. Ungewöhnlich hart spielte die Borussia, exemplarisch kassierte Mittelfeldspieler Christoph Kramer schon früh eine auf der Position des Sechsers ungünstige Gelbe Karte. Doch es ging eben darum, den Derby-Charakter im Duell mit einem Aufsteiger anzunehmen, "um viele Zweikämpfe und um Intensität", sagte Rose, "und darum, bei alldem einen kühlen Kopf zu bewahren".

Marco Rose, Trainer von Borussia Mönchengladbach.

Marco Rose, Trainer von Borussia Mönchengladbach.Getty Images

Embolo freut sich schon: "Dann sieht es sehr, sehr geil für uns aus"

Diese Aufgabe hat das Team einigermaßen souverän gemeistert, weil der Treffer von Alassane Plea (14.) letztlich zum Sieg reichte. In der ersten Halbzeit trieb Gladbach die ambitionierten Kölner, die unter Trainer Achim Beierlorzer ihrerseits ebenfalls stets viel Druck ausüben wollen, in zahlreiche Fehler und phasenweise tief in die eigene Hälfte.

Der Aufsteiger befreite sich nach der Pause und durfte bis zuletzt hoffen, weil Roses Team seine zuvor zahlreichen Angriffe nicht konsequent ausgespielt hatte. Zweifel daran, dass die bessere Mannschaft gewonnen hatte, gab es am Ende aber nicht.

Mönchengladbach ist noch nicht am Ziel unter Rose, aber offenbar auf einem guten Weg. Der am Samstag sehr starke Stürmer Breel Embolo drückte das so aus:

"Wenn wir solche Spiele irgendwann schneller zumachen, dann sieht es sehr, sehr geil für uns aus."

(SID)

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