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Gruppenjubel verboten: DFL-Chef Seifert kritisiert Hertha

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Hertha jubelt gegen Hoffenheim

Fotocredit: Getty Images

VonKatharina Wiedenmann
22/05/2020 Am 05:53 | Update 22/05/2020 Am 06:07

Hertha BSC muss sich nach dem Gruppen-Torjubel vom Wochenende von DFL-Chef Christian Seifert Kritik anhören. "Hertha bekommt nicht die Gelbe Karte, aber ich gehe davon aus, dass sich am nächsten Wochenende alle an die Empfehlung halten, auf die Nähe beim Jubel zu verzichten", sagte der 51-Jährige der "Süddeutschen Zeitung". Er gehe davon aus, "dass das nicht mehr vorkommt", so Seifert.

Beim 3:0-Erfolg gegen 1899 Hoffenheim feierten am vergangenen Spieltag zahlreiche Berliner Spieler mit Körperkontakt die erzielten Tore. Die DFL fordert alle Bundesliga-Mannschaften eigentlich dazu auf, auf diese Art des Jubels zu verzichten.

Hertha-Coach Bruno Labbadia verteidigte seine Spieler nach der Begegnung: "Emotionen gehören auch ein Stück dazu, sonst brauchen wir dieses Spiel auch nicht zu spielen."

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"Emotionen gehören dazu!" Labbadia reagiert auf Kontakt-Jubel

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Seifert meinte dazu: "Herrn Labbadia war in dem Moment vielleicht nicht so bewusst, was wir getan haben, um diese Spiele zu ermöglichen. Wir sollten nach Spieltag eins nicht anfangen, die Maßnahmen, die wir aus guten Gründen mit den zuständigen Behörden besprochen haben, auf fußballtypische Art als übertrieben abzustempeln."

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Vor Stadtderby gegen Union: Labbadia ruft zu verhaltenem Torjubel auf

00:00:58

Fußball-Sonderrolle? Seifert wehrt sich gegen Kritik

Auch der Hertha-Trainer ruderte kurze Zeit später zurück und erklärte auf einer Pressekonferenz am Mittwoch vor dem Duell mit Union Berlin: "Jetzt stehen wir vor einem Derby, und Emotionen sind sehr, sehr wichtig. Auf der anderen Seite haben wir gesagt, dass wir ein Stück vorsichtiger sein müssen."

Seifert wehrte sich auch gegen die Kritik einiger Sportler am Restart in der Bundesliga. "Statt sich hinzustellen und über die Sonderrolle des Fußballs zu lamentieren, sollte deswegen der eine oder andere Sportler lieber fragen, warum sein Verband nicht längst so ein Konzept vorgelegt hat", sagte der DFL-Chef: "Viele, auch kleinere Sportverbände könnten letztlich von unseren Ansätzen profitieren, nicht eins zu eins, aber in Teilen."

Insgesamt zog er nach dem Restart ein positives Fazit. "In Summe betrachtet, war das in Ordnung, es geht jetzt darum, die Disziplin aufrechtzuerhalten", sagte Seifert, warnte jedoch: "Wir müssen aufpassen, dass wir uns nicht zurücklehnen und sagen: 'Geht doch, alles okay'. Was wir geschafft haben, ist gerade mal das erste von neun Spielen, und es ist längst nicht raus, ob nicht am Ende doch Corona gewinnt."

Seifert: "Fußball genießt kein Privileg"

Zudem verteidigte Seifert das Konzept der DFL gegen den Vorwurf, von der Politik ein Privileg eingeräumt bekommen zu haben. "Der Fußball genießt kein Privileg, aber er hat eine Besonderheit: Er kann weder Abstand halten noch Masken tragen. Hätte der Fußball wirklich ein Privileg, dann wären jetzt die Stadien voll. Das ist aber nicht so. Wir haben lediglich mit den absoluten Notbetrieb gestartet und damit ein Beispiel gegeben", so Seifert.

Außerdem behaupte er nicht, "dass unser Konzept alternativlos ist - ich habe nur von niemandem eine Alternative gehört. Dass 36 kleine und mittlere Unternehmen versuchen, ohne staatliche Finanzhilfen zurückzukommen in einen betrieblichen Alltag - ich finde, da gibt es schlimmere Signale in Deutschland im Jahr 2020", betonte der DFL-Chef.

(mit SID)

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