Bei dem Anruf von Jose Angel Sanchez, Geschäftsführer von Real Madrid, war Julian Nagelsmann erst mal überrascht gewesen. Der damalige Hoffenheim-Trainer hatte nicht damit gerechnet, dass ausgerechnet er als Nachfolger von Zinédine Zidane gehandelt wird.

Nagelsmann war zu dem Zeitpunkt gerade einmal 30 Jahre alt. Im Gespräch mit dem "Independent" erzählte er:

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Ich war zunächst überrascht. Ich wog es ab und fühlte mich nicht wohl bei dem Gedanken, dorthin zu gehen. Ich will mich verbessern. Wenn du zu Real Madrid gehst, hast du keine Zeit, dich als Trainer zu verbessern.

Bei den Königlichen habe man keine Chance, ein besserer Trainer zu werden, denn "man muss schon der Beste sein", so der heutige Coach von RB Leipzig. Er gab aber zu: "Wenn Real Madrid anruft, ist es normal, dass du darüber nachdenkst."

Nagelsmann will einer der Besten werden

Nagelsmann ist jung und hat noch viel Zeit, sich zu entwickeln: "Ich bin nicht der Beste, aber ich gebe zu, dass ich in Zukunft einer der Besten sein möchte. Wenn man zu Real Madrid oder Barcelona geht, lassen die Fans, die Medien und die Entscheidungsträger dir keine Zeit, da reinzuwachsen. Sie wollen nur Siege sehen, jedes Spiel, jeden Titel, jede Champions League-Trophäe", führt der ehemalige TSG-Coach aus.

Eine Trainer-Karriere zu planen, sei nie einfach, doch man müsse es "zumindest versuchen", so der 32-Jährige:

Die Hauptsache ist, die richtigen Schritte zu machen, nicht unbedingt die größten. Und Real Madrid ist wahrscheinlich einer der größten Schritte, die man machen kann, deshalb dachte ich: 'Du wirst 31, gehst zu Real und was kommt dann?'

Sprachbarriere trug zur Entscheidung bei

Auch die Sprachbarriere sei ein Grund für seinen Entschluss gewesen, in Deutschland zu bleiben. "Die Sprache ist für mich sehr wichtig. Ich kommuniziere gerne und bin sehr ausdrucksstark mit meinen Spielern. Ich spreche bisher kein Spanisch. Das einzige, was ich sagen kann, ist: 'Hola, que tal?'"

Nagelsmann kämpft aktuell mit RB Leipzig in der Bundesliga um die deutsche Meisterschaft. Die Sachsen liegen derzeit mit einem Punkt Rückstand auf den FC Bayern München auf dem zweiten Tabellenplatz.

Der 32-Jährige ist seit dem 1. Juli 2019 Cheftrainer von RB Leipzig und hat dort noch einen Vertrag bis 2023.

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