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"Ein gefundenes Fressen!" Klinsmann kontert Kritiker

"Ein gefundenes Fressen!" Klinsmann kontert Kritiker

16/01/2020 um 09:58Aktualisiert 16/01/2020 um 10:05

Jürgen Klinsmann hat erstmals zu seiner fehlenden Trainerlizenz Stellung bezogen und die Panne erklärt. Demnach sei die Lizenz abgelaufen. Der DFB brauche deshalb die Bestätigungen für Fortbildungen, die er gemacht hat. "Die muss ich jetzt zusammensuchen lassen, weil ich nicht zuhause bin", sagte Klinsmann im Interview mit "Sky Sport". Seine Aufgabe bei Hertha BSC sei also nicht gefährdet.

Jürgen Klinsmann legte seit dem Beginn seiner Tätigkeit bei Hertha BSC keine gültige Trainerlizenz vor - nun erklärt er selbst die "Panne": Demnach sei alles halb so schlimm.

"Es hat mich seit 20 Jahren nie jemand auf die Lizenz angesprochen. Nicht als Bayern- und nicht als Nationalmannschaftstrainer. Jetzt haben sie nachgeschaut und jetzt war die Lizenz abgelaufen", sagte der Trainer des WM-Märchens von 2006 im Interview mit "Sky Sport".

Klinsmann hat Bestätigungen schon eingereicht

Der DFB brauche demnach "Bestätigungen, dass man sich bei regelmäßigen Fortbildungen einschreibt, die ich immer gemacht habe. Die muss ich jetzt zusammensuchen lassen, weil ich nicht zuhause bin." Zuhause heißt bei den Klinsmanns Kalifornien. "Meine Frau ist im Moment in Florida für zwei Monate. Das ist jetzt natürlich ein gefundenes Fressen für die Medien, da jetzt ein paar Sprüche abzulassen."

Zwei Dokumente habe er schon eingereicht, betonte er. "Das ist gar kein Problem!" Beim hochbrisanten Rückrundenauftakt gegen den FC Bayern München wird Klinsmann also an der Seitenlinie stehen. Da spielt die "Alte Dame" gegen den Rekordmeister.

"Es ist ein Mega-Klub. Der FC Bayern ist das Aushängeschild der Bundesliga weltweit. Und zurecht", sagte er über seinen Ex-Klub, den er in der Saison 2008/09 trainierte.

Matthäus: "Glaube nicht, dass Bayern in Berlin gewinnt"

Während es damals für ihn beim Rekordmeister nicht rund lief, wird ihm von vielen Erfolg mit der Hertha prognostiziert, so auch vom deutschen Rekord-Nationalspieler Lothar Matthäus. "Mit Jürgen, davon gehe ich aus, wird Berlin in den nächsten zwei Jahren wettbewerbsfähig für die internationalen Plätze sein", sagte Matthäus im Interview mit dem "kicker".

Er sieht den Vorteil zum Rückrundenauftakt sogar bei den Gastgebern. "Hertha spielt sehr diszipliniert, kompakt, kämpferisch und ist schnell im Umschaltspiel. Ich glaube nicht, dass Bayern in Berlin gewinnt."

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