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Havertz und der BVB: Was läuft da wirklich?

Havertz und der BVB: Was läuft da wirklich?
Von Eurosport

12/09/2019 um 11:19Aktualisiert 12/09/2019 um 14:27

Kai Havertz steht auf der Einkaufsliste zahlreicher Topklubs. Laut "kicker" ist auch das Interesse von Borussia Dortmund größer als angenommen. Nachdem BVB-Kapitän Marco Reus vor Kurzem öffentlich mit einem Wechsel des 20-Jährigen nach Dortmund kokettiert hatte, grätschte Sportdirektor Michael Zorc jegliche Diskussion zu diesem Thema ab. Um im Hintergrund in Ruhe am Deal arbeiten zu können?

Update vom 12. September: Anscheinend ist das Interesse von Borussia Dortmund an Kai Havertz doch größer, als man öffentlich zugeben möchte.

BVB-Kapitän Marco Reus hatte im Umfeld des Spiels der deutschen Nationalmannschaft gegen die Niederlande gesagt, er werde "alles versuchen, ihn (Havertz) nach Dortmund zu lotsen". Daraufhin betonte Sportdirektor Michael Zorc, alle Beteiligten seien gut beraten, "sich auf die laufende Saison zu konzentrieren".

Damit war die Geschichte eigentlich abgehakt. Eigentlich...

Denn nun berichtet der "kicker", dass im Hintergrund sehr wohl über eine Verpflichtung des Ausnahmetalents nachgedacht würde. Das hatte Zorc auch nicht bestritten. Es gilt als sicher, dass Havertz nach Ablauf der laufenden Saison eine neue Herausforderung sucht. Gemeinhin gilt der FC Bayern als Favorit auf die Verpflichtung des Nationalspielers.

Dortmund will sich - so heißt es - damit aber nicht kampflos anfreunden. Auch wenn die Ablösesumme aller Voraussicht nach die Schallmauer von 100 Millionen Euro durchbrechen dürfte.

Der BVB könnte sich im Sommer 2020 durch einen eventuellen Verkauf von Jadon Sancho auch als finanziell bereit für diesen Deal herausstellen.


8. September | Juventus Turin steigt wohl in den Poker um Kai Havertz ein

Wie "calciomercato" berichtet, hat der italienische Meister Interesse an einer Verpflichtung des 20-Jährigen und plant offenbar im Rahmen des Duells in der Champions League gegen Bayer Leverkusen erstmals Gespräche mit den Verantwortlichen der "Werkself" aufzunehmen. Juventus gastiert in der "Königsklasse" am 1. Oktober in der Bay-Arena.

In der Bundesliga gelten Bayern München und Borussia Dortmund als potentielle Abnehmer für den Shootingstar.

Havertz steht bei Leverkusen noch bis 2022 ohne Ausstiegsklausel unter Vertrag.


4. September | Reus will Havertz nach Dortmund lotsen

Marco Reus von Borussia Dortmund baggert an Kai Havertz von Bayer Leverkusen. Gegenüber "Sport1" verriet der Kapitän des Vizemeisters, er werde "alles versuchen, ihn nach Dortmund zu lotsen".

Reus hatte bereits den ehemaligen Leverkusener Julian Brandt in persönlichen Gesprächen von einem Wechsel nach Dortmund überzeugt. Brandt - ein guter Freund Havertz' - spielt seit dieser Saison für die Borussia.

"Ich weiß nicht, wie weit es ablösesummentechnisch noch in die Höhe geht und es Dortmund vielleicht nicht zu viel ist. Aber ich werde mein Bestes geben. So, wie ich es bei Julian gemacht habe. Und ich habe mit Julian ja noch einen Verbündeten, der ihn noch sehr gut kennt. Von daher warten wir es mal ab."

Jadon Sancho, Marco Reus, Julian Brandt (v.l.) bei Borussia Dortmund

Jadon Sancho, Marco Reus, Julian Brandt (v.l.) bei Borussia DortmundGetty Images

Bislang galt ein Wechsel von Havertz zum FC Bayern als wahrscheinlichste Option. Nun hat der BVB auch offiziell seinen Hut in den Ring geworfen. Allerdings wird sich die Ablösesumme für den 20-Jährigen rund um 100 Millionen Euro bewegen. Ein solcher Transfer wäre für Dortmund Neuland.

Qualitativ ist Reus längst von seinem Nationalmannschaftskollegen überzeugt:

"Wenn er stabil bleibt und ein gutes Umfeld hat, spricht nichts dagegen, dass er bald einer der Größten wird. Er ist ein sensationeller Spieler, den man natürlich gerne selbst in den eigenen Reihen hätte."

Reus, Brandt und Havertz bereiten sich derzeit mit der DFB-Auswahl in Hamburg auf das EM-Qualifikationsspiel am Freitag (20.45 Uhr im Liveticker) gegen die Niederlande vor.

Brandt hatte kürzlich verraten, dass Reus bei seinem Sommer-Wechsel zur Borussia eine große Rolle gespielt habe. Der Dortmunder Spielführer habe ihm ebenfalls bei der Nationalmannschaft gesagt, er wolle "unbedingt", dass Brandt komme. "Es löst schon etwas in dir aus, wenn ein Spieler wie Marco dir das sagt", sagte Brandt.

BVB-Sportdirektor Michael Zorc betonte auf "kicker"-Anfrage abweisend: "Alle Beteiligten tun gut daran, sich auf die gerade laufende Saison zu konzentrieren."


26. August | Bayer bestätigt Bayern-Interesse an Havertz

Der FC Bayern will Kai Havertz von Bayer Leverkusen verpflichten. Leverkusens Sport-Geschäftsführer Rudi Völler bestätigte nun ein Telefonat mit Bayerns Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge. Der habe aber "total verstanden, dass wir das erstmal nicht machen".

Völler sagte weiter, "dass der FC Bayern nicht der einzige Klub gewesen ist, der uns wegen Kai Havertz gefragt hat". Der 20-jährige Havertz ist ohne Ausstiegsklausel bis 2022 an Bayer gebunden. Völler hatte zuletzt aber angedeutet, dass man dem offensiven Mittelfeldspieler bei einem entsprechenden Angebot im kommenden Sommer keine Steine in den Weg legen werde.

Völler hofft allerdings, dass Havertz, dessen Marktwert auf rund 100 Millionen Euro taxiert wird, nach einem Abschied aus Leverkusen im europäischen Ausland und nicht bei einem Bundesliga-Konkurrenten unterschreibt. "Ich will es mal so sagen: Ich freue mich immer, wenn ich einen Künstler wie Kai Havertz spielen sehe. Am liebsten bei uns. Wenn das eines Tages nicht mehr der Fall sein sollte, gibt es ja noch TV-Sender, wo man alle europäischen Topligen verfolgen kann."


23. August | Auch der BVB in der Verlosung?

Kai Havertz spielt mit großer Wahrscheinlichkeit seine letzte Saison bei Bayer Leverkusen. Und Liste der Interessenten wird offenbar immer länger.

Neben dem FC Bayern München sind der englischen "Sun" zufolge auch Manchester United und der FC Arsenal ins Rennen um Havertz eingestiegen; von Manchester City, dem FC Liverpool und dem FC Chelsea wird Ähnliches in Kürze erwartet. Damit nicht genug: Laut "Don Balon" denken auch Real Madrid, der FC Barcelona und Juventus Turin an eine Verpflichtung des 20-jährigen Mittelfeldspielers; Real soll sich bereits in Verhandlungen befinden.

Und: Selbst der Name von Borussia Dortmund wird vom spanischen Portal ins Spiel gebracht.


19. August | 100-Millionen-Deal für Havertz kündigt sich an

Ein möglicher Wechsel von Kai Havertz von Bayer Leverkusen zum FC Bayern München zeichnet sich doch noch ab. Wie die "Süddeutsche Zeitung" berichtet, soll der Youngster im Sommer 2020 für stolze 100 Millionen Euro zum Rekordmeister wechseln. Die "Sport Bild"bestätigt, dass es Gespräche gibt. Absolut sicher sei die Entscheidung aber noch nicht.

14. August | Bayern bleiben an Havertz dran

Obwohl ein Wechsel von Kai Havertz in diesem Sommer von Bayer Leverkusen ausgeschlossen wurde, bleiben die Bayern weiter an ihm dran.

Vor dem DFB-Länderspiel gegen Estland (8:0) soll sich Chefscout Marco Neppe daher mit dem Berater von Havertz, Hannes Winzer, getroffen haben, um noch einmal zu verdeutlichen, wie wichtig der junge Nationalspieler den Münchnern in ihrer Zukunftsplanung ist.

Bis 2022 läuft der Vertrag des Youngster noch bei der "Werkself", spätestens im nächsten Sommer dürften die Münchner aber ihre Bemühungen noch einmal intensivieren. Neben den Bayern soll nämlich auch der FC Barcelona Interesse haben.

7. August | Völler verrät: So würde ein Havertz-Wechsel ablaufen

23. Juli | Volland glaubt an Havertz-Transfer

Angreifer Kevin Volland hat Shootingstar Kai Havertz in höchsten Tönen gelobt. "Für uns als Mannschaft ist Kai überragend", sagte der 26-Jährige am Rande des Trainingslagers in Kaprun dem "Sportbuzzer". Ein Transfer von Havertz sei irgendwann die logische Konsequenz. "Wenn er so weitermacht, wird natürlich irgendwann ein Transfer kommen", sagte Kevin Volland:

"Er muss es für sich entscheiden. Hoffentlich spielt er noch mal so eine Saison wie die letzte."

12. Juni | Rummenigge erklärt Stand zu Havertz

Bereits seit Ende 2018 häufen sich Gerüchte, dass Bayer Leverkusens Kai Havertz zum FC Bayern München wechseln könnte. Nun hat sich FCB-Vorstandsboss Karl-Heinz Rummenigge im Interview mit der "Sport Bild" zu Personalie geäußert und ein Gespräch mit Rudi Völler über die Situation von Havertz bestätigt.

"Ich hatte vor Wochen aus Interesse ein Gespräch mit Rudi Völler. Ich habe mit ihm in der Nationalmannschaft jahrelang zusammengespielt, wir haben ein ganz sauberes Verhältnis. Ich habe Rudi gefragt, wie Leverkusen mit Kai Havertz plant. Er sagte mir: Es gibt in Leverkusen einen Beschluss mit dem Aufsichtsratschef, Herrn Werner Wenning, dass der Spieler auf jeden Fall in der nächsten Saison in Leverkusen spielt", wird Rummenigge zitiert.

4. Juni | Bayern mit Mega-Angebot abgeblitzt

Der FC Bayern München soll mit einem 90-Millionen-Euro-Angebot für Kai Havertz von Bayer 04 Leverkusen abgeblitzt sein. Das berichtet die "tz". Demnach wolle Bayer den umworbenen Nationalspieler zumindest in diesem Sommer nicht abgeben. Havertz ist bis 2022 an Leverkusen gebunden, zu "Sky" sagte Bayern-Boss Karl-Heinz Rummenigge unlängst: "Den würde ich jetzt auch erst mal nicht verkaufen."

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