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Pavard über Bayern-Wechsel: "Hätte schon nach der WM gehen sollen"

Pavard über Bayern-Wechsel: "Hätte schon nach der WM gehen sollen"

12/07/2019 um 14:26Aktualisiert 12/07/2019 um 15:52

Benjamin Pavard ist beim FC Bayern München offiziell präsentiert worden. Der Verteidiger ist nach Lucas Hernández und Jann-Fiete Arp der dritte Spieler, den der Rekordmeister zum Beginn der neuen Saison vorstellt. Auf der Pressekonferenz in der Allianz Arena sprach Bayern-Sportdirektor Hasan Salihamidzic neben Pavard auch über die Schwierigkeiten auf dem Transfermarkt. Der Ticker zum Nachlesen.

Neuzugang Benjamin Pavard spricht auf seiner ersten Pressekonferenz beim FC Bayern über seinen Wechsel, seinen Abstieg mit dem VfB Stuttgart ("Hätte schon nach der WM wechseln sollen") und seine Ambitionen in München.

Daneben hat sich Sportdirektor Hasan Salihamidzic über mögliche weitere Transfers, Schwierigkeiten auf dem Transfermarkt und den Verbleib von Jérôme Boateng gesprochen.

Salihamidzic über Bayern Trümpfe auf dem Transfermarkt:

"Als ich zu Juve gegangen bin, hat eine italienische Zeitung mal 388 Spieler gemeldet, an denen Juve interessiert ist. Deshalb muss man vorsichtig sein, ich lese das schon gar nicht mehr. Man muss seriös versuchen, diese Sachen zu recherchieren. Der Transfermarkt ist durch das Geld in England, Spanien nicht einfacher geworden. Man muss aber auch andere Argumente haben, um sich durchzusetzen.“

Salihamidizc über den Hummels-Abgang:

"Mit Mats ist ein Spieler gegangen, der in den letzten drei Jahren gute Leistung gebracht hat beim FC Bayern. Deshalb war es keine einfache Entscheidung. Wir haben auch danach Kontakt gehabt. Am Ende haben wir eine Lösung gefunden, mit der beide Parteien gut leben können. Ich wünsche ihm viel Glück – auch, wenn er unser Konkurrent sein wird.“

Salihamidzic über möglichen Boateng-Transfer

"Für mich und den Trainer ist Jérôme wie jeder andere Spieler. Wir werden das beobachten, er hat noch zwei Jahre Vertrag. Er wird von uns behandelt wie jeder andere auch."

Salihamidzic über den Hernández-Deal:

"Er hat zwölf Jahre bei Atlético gespielt, wir wissen, wie gebunden er an den Verein war, aber die Gespräche haben großen Spaß gemacht. Ich bin sehr sehr glücklich, dass der Spieler zum FC Bayern gekommen ist. Er ist ein Spieler, der alles verkörpert, er hat Qualität, Mentalität, kann richtig gut kicken.“

Salihamidzic über Schwierigkeiten auf dem Transfermarkt:

"Es ist noch nicht viel passiert. Wir müssen Geduld haben. Wir versuchen einige Sachen umzusetzen. Der Transfermarkt ist nicht einfach, es ist klar, dass jeder Verein die guten Spieler behalten möchte. Mit diesen zwei Spielern, zwei Weltmeistern, ist schon etwas Besonderes passiert. Wenn ich mir unsere Mannschaft aufmale, haben wir eine richtig, richtig gute Mannschaft."

Benjamin Pavard und Hasan Salihamidzic vom FC Bayern

Benjamin Pavard und Hasan Salihamidzic vom FC BayernGetty Images

Salihamidzic über die Besonderheit von Pavard:

"Das, was Benjamin mitbringt, ist der absolute Hunger auf Titel - und das wird hier groß geschrieben. Benji hat gezeigt, dass er flexibel einsetzbar ist, auf allen Position einsetzbar ist."

Salihamidzic über Transfers:

"Selbstverständlich haben wir noch viel Zeit. Ich verspüre keinen Druck. Wir reden über viele Dinge, das ist kein Problem für mich. Natürlich ist es oft so, dass die Trainer und Klubs früh die Planungen abschließen wollen."

Salihamidzic über Neuzugang Pavard:

"Wr begrüßen nochmal einen Weltmeister hier. Er hat ein sehr geschicktes Abwehrverhalten, gepaart mit einer sehr guten Technik. Ich bin hundert Prozent überzeugt, dass er bei uns den nächsten Schritt in seiner Karriere macht und uns flexibler macht. Benji hat gezeigt, dass er flexibel einsetzbar ist, auf allen Position einsetzbar ist. Wir begrüßen nochmal einen Weltmeister hier. Er hat ein sehr geschicktes Abwehrverhalten, gepaart mit einer sehr guten Technik. Ich bin hundert Prozent überzeugt, dass er bei uns den nächsten Schritt in seiner Karriere macht und uns flexibler macht."

Pavard über seinen Wechsel – erst nach dem Abstieg:

"Ich wollte selber in Stuttgart bleiben, wir wurden Weltmeister. Man ist danach mental fertig.Dank Stuttgart konnte ich Weltmeister werden, dafür bin ich Stuttgart dankbar. Wir sind abgestiegen, dadurch bin ich sehr weit vorwärts gekommen, auch mental. Auch mit der französischen Nationalmannschaft sind wir es gewöhnt zu gewinnen. Der Druck bei Bayern macht mir keine Angst. Ich bin mir sicher, dass der FC Bayern die besten Spieler rekrutiert."

Benjamin Pavard, FC Bayern

Benjamin Pavard, FC BayernGetty Images

Pavard über die französische Connection:

"Ich kenne Coman und Tolisso aus der Nationalmannschaft und habe natürlich mit ihnen gesprochen. Aber ich bin schon eine Weile in Deutschland und kenne daher den FC Bayern. Das ist ein sehr familiärer und großartiger Verein."

Pavard über seinen Abgang aus Stuttgart:

"Dank Stuttgart bin ich, wo ich jetzt bin. Leider sind wir im letzten Jahr abgestiegen, das setzt mir immer noch zu. Ich hätte schon nach der Weltmeisterschaft gehen sollen und nicht mit absteigen. Es tut mir wirklich leid, dass ich noch ein Jahr länger in Stuttgart geblieben bin, aber jetzt bin ich hier. Ich habe schon die Hälfte der Mannschaft kennenlernen können. Ich habe Hunger, ich möchte alle Titel gewinnen, ich habe sehr hohe Ziele wie Bayern, deshalb habe ich hier unterschrieben."

Pavard über seine Position:

"Das entscheidet der Trainer. Ob das in der Viererkette, in der Dreierkette oder auch im Mittelfeld ist, das entscheidet der Trainer."

Pavard stellt sich vor:

"Servus, ich bin Benjamin Pavard. Ich freue mich sehr, ab jetzt ein Spieler von Bayern München zu sein."

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