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"Scheiß Rückrunde": Schalke am Boden - aber Wagner will bleiben

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Trainer David Wagner von Schalke 04

Fotocredit: Getty Images

VonEurosport
28/06/2020 Am 10:29 | Update 28/06/2020 Am 10:29

Bundesligist Schalke 04 nimmt seine Horrorserie mit in die Sommerpause. Trotz dieser Hypothek will Trainer David Wagner beim Krisenklub weitermachen. Über mögliche Gerüchte und Transfers wollte sich der Übungsleiter jedoch nicht äußern. Bei den Gelsenkirchenern ist man zunächst erstmal froh, dass die miserable Rückrunde nun endlich vorbei ist.

Den Abschlussbericht zur "Absturzursache" will David Wagner erst am Montag vorlegen, den Offenbarungseid hat der Trainer von Schalke 04 aber schon vor seiner Saisonanalyse geleistet. "Wir stehen da zusammen und haben das Gefühl, dass wir in der Fußball-Bundesliga schon seit Wochen kaum konkurrenzfähig sind", sagte der niedergeschlagene Coach : "Das tut unheimlich weh, das ist wahnsinnig schwer mitanzusehen."

Kaum mit anzusehen war auch der erneute Katastrophen-Kick der hilflosen Königsblauen im Breisgau. Die Klatsche sorgte dafür, dass der Krisenklub seine Horrorserie mit in die Sommerpause nimmt. Die Schalker, die nach der Hinrunde nur aufgrund der schlechteren Tordifferenz im Vergleich zum Erzrivalen Borussia Dortmund nicht auf einem Champions-League-Platz standen, haben keines der letzten 16 Saisonspiele (7:37 Tore) gewonnen.

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Schon vor der Begegnung in Freiburg war klar, dass S04 als Folge dieses Negativrekords die schwächste Rückrunde seiner Klubgeschichte absolviert hat. Trotz der erschreckenden Bilanz und dem enttäuschenden zwölften Platz in der Abschlusstabelle darf Wagner wohl in seine zweite Saison gehen. Sportvorstand Jochen Schneider steht weiter zu seinem Wunschtrainer - und der zuletzt ratlos wirkende Coach will trotz der wachsenden Kritik nicht das Handtuch werfen.

Wagner: "Rücktritt wird es nicht geben"

"Einen Rücktritt wird es nicht geben. Das ist außerhalb jeglicher Vorstellungskraft. Ich bin ein Schalker - und Schalker kämpfen", gab Wagner zu Protokoll. Immerhin weiß der 48-Jährige, vor welcher Herkulesaufgabe er im Fall seines Verbleibs steht: "Es ist gar keine Frage, dass die Hypothek sehr, sehr groß ist."

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Dafür sorgte auch die Demontage im Breisgau. Luca Waldschmidt (20./57.), Jonathan Schmid (38.) sowie Lucas Höler (46.) trafen für den knapp am Europacup-Einzug gescheiterten SC. Der fahrlässige Umgang der Freiburger mit ihren Chancen ersparte der Mannschaft Wagners eine noch deutlichere Pleite.

Im Grunde hat der Coach Glück, dass die Trainerfrage in Gelsenkirchen mittlerweile in den Hintergrund gerückt ist. Der Ruf nach dem Rücktritt des Aufsichtsratsvorsitzenden Clemens Tönnies wird immer lauter. Während der Partie am Samstag demonstrierten mehrere Hundert Fans gegen die Klubführung. Sie bildeten eine Menschenkette rund um die heimische Arena und das Trainingsgelände.

Caligiuri: "Scheiß Rückrunde"

Die Kritiker sind der Ansicht, dass Tönnies als Folge seines Rassismus-Eklats zu Saisonbeginn und des ihm zur Last gelegten Corona-Ausbruchs in seinem Schlachtbetrieb längst nicht mehr zu halten ist.

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Weitere Gründe für den Unmut der Anhänger ist der Ärger um den Härtefallantrag für Ticketerstattungen und die Kündigung langjähriger Fahrer der Nachwuchsabteilung. Zudem ist die finanzielle Lage aufgrund der Mindereinnahmen wegen der Geisterspiele und Schulden von knapp 200 Millionen Euro extrem angespannt.

"Dass wir viele Schwierigkeiten haben, ist hinlänglich bekannt", gab Wagner zu: "Urlaub ist deshalb das, was wir alle brauchen." Gerüchte über die Verpflichtung des Freiburger Torwarts Alexander Schwolow und einen Umbau des Betreuerteams wollte der Trainer allerdings nicht bestätigen. Dafür brachte Kapitän Daniel Caligiuri bei "Sky" die Stimmungslage auf den Punkt: "Wir sind froh, dass die scheiß Rückrunde endlich vorbei ist."

(SID)

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