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Sechs Tore zum Mauerfalljubiläum! Leipzig gewinnt in Berlin

Sechs Tore zum Mauerfalljubiläum! Leipzig gewinnt in Berlin

09/11/2019 um 15:00Aktualisiert 09/11/2019 um 18:05

Hertha BSC hat sein Heimspiel am elften Bundesliga-Spieltag gegen RB Leipzig mit 2:4 (1:2) verloren. Zwar gingen die Herthaner durch Maximilian Mittelstädt früh in Führung (32.), Timo Werner (38.) vom Punkt und Marcel Sabitzer (45.) stellten noch vor der Pause auf 2:1. Nach dem Seitenwechsel trafen Kevin Kampl (86.) und erneut Werner (90.) für die Sachsen, Davie Selke netzte für Berlin (90.).

So lief das Spiel:

Bei unangenehmen Temperaturen und leichtem Regen im Berliner Olympiastadion brauchten beide Mannschaften etwas Zeit, um ins Spiel zu finden. Die spielerisch dominant auftretenden Gäste aus Leipzig setzten durch Yussuf Poulsen eine erste Duftmarke, der Kopfball des Dänen stellte Hertha-Schlussmann Rune Jarstein aber vor keinerlei Probleme (8.). RB blieb weiter am Drücker und näherte sich der Führung nach 23 Minuten immer mehr an - Lukas Klünter klärte nach Abschluss von Timo Werner kurz vor der Linie.

Nach etwas mehr als einer halben Stunde erzielte die Hertha aus dem Nichts die schmeichelhafte Führung. Maximilian Mittelstädt zog mit vielen Freiheiten ausgestattet aus 22 Metern wuchtig ab und versenkte den Ball mit dem schwächeren rechten Fuß maßgenau im linken Ecke (32.).

Angestachelt vom Gegentreffer schalteten die Leipziger einen Gang höher und drehten das Spiel noch vor der Pause. Schiedsrichter Sören Storks ahndete ein Handspiel von Dedrick Boyata zunächst nicht, zeigte nach Ansicht der Videobilder aber korrekterweise auf den Punkt. Timo Werner ließ sich die Gelegenheit nicht entgehen und versenkte den Strafstoß sicher links unten (38.). Doch damit nicht genug: In der Nachspielzeit des ersten Durchgangs zog Marcel Sabitzer nach feiner Ablage von Poulsen einfach mal ab und Herthas Karim Rekik lenkte die Kugel mit dem Rücken unglücklich ins Berliner Tor (45.+1).

Der zweite Durchgang bot den Zuschauern im Olympiastadion lange Zeit magere Kost ohne jegliche Abschlüsse. Hertha wollte nicht zu früh ins Risiko gehen, Leipzig freundete sich mit dem knappen Vorsprung an und machte kaum noch etwas nach vorne. Erst in der 77. Minute sorgte der eingewechselte Christopher Nkunku für etwas Torgefahr, setzte seinen Abschluss nach starker Vorarbeit von Werner aber knapp am langen Pfosten vorbei (77.).

Joker Kevin Kampl nutzte kurz vor Schluss seine großen Freiheiten auf dem linken Flügel, mache im Sechzehner einen Schlenker nach innen und traf mit einem platzierten Abschluss in die lange zum 3:1 (86.). In der Nachspielzeit erhöhte Werner aus kurzer Distanz zunächst auf 4:1 (90.+1), ehe Davie Selke eine Minute später aus 14 Metern den letzten Treffer der Partie erzielte (90.+2).

Die Stimmen:

Ante Covic (Trainer Hertha BSC): "Wir sind mutiger aufgetreten als noch letzte Woche. Leider wurden wir durch den Elfmeter gebremst. Das war eine Entscheidung, die ich nicht verstehen kann. Aus der Leistung können wir aber gute Schlüsse ziehen."

Maximilian Mittelstädt (Hertha BSC): "Wir haben uns reingeworfen und können uns keine Vorwürfe machen. Nach der Führung haben wir zwei unglückliche Gegentore kassiert, danach war es schwer für uns."

Eduard Löwen (Hertha BSC): "Wir haben uns viel vorgenommen und wollten die Derbypleite von letzter Woche wettmachen. Wir hatten leider einen saustarken Gegner und haben wieder verloren."

Konrad Laimer (RB Leipzig): "Es war heute wieder sehr intensiv und kräftezehrend. Jetzt können wir stolz sein und nach der Länderspielpause so weitermachen."

Der Tweet zum Spiel:

Das fiel auf: Leipzig Not-Abwehr überzeugt

Duch die Ausfälle von Ibrahima Konaté, Willi Orban und Marcel Halstenberg fehlten Leipzig für das Spiel ins Berlin gleich drei Stammkräfte aus der Abwehr. RB-Trainer Julian Nagelsmann musste seine Hintermannschaft somit mächtig umstellen: Stefan Ilsanker begann im Abwehrzentrum, Lukas Klostermann rückte auf die ungewohnte Linksverteidigerposition. Trotz dieser zusammengewürfelten Hintermannschaft ließen die Leipziger keine einzige Großchance für Berlin zu und erledigten ihren Job äußerst zuverlässig.

Die Statistik: 4

RB Leipzig hat alle seiner vier Auswärtsspiele in der Bundesliga gegen Berlin für sich entschieden. Die Ergebnisse aus Sicht der Sachsen: 4:1, 6:2, 3:0 und 4:2.

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