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Erster Sieg seit 126 Tagen: Bremen sendet Lebenszeichen

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Werder Bremen feiert einen wichtigen Sieg in Freiburg

Fotocredit: Imago

VonEurosport
23/05/2020 Am 17:10 | Update 23/05/2020 Am 17:10

Werder Bremen hat am 27. Spieltag der Bundesliga einen wichtigen Sieg im Abstiegskampf eingefahren. Die Norddeutschen siegten beim SC Freiburg dank eines Treffers von Leonardo Bittencourt (19.) mit 1:0 (1:0) und rücken damit zumindest vorerst auf zwei Punkte auf Platz 16 heran. Der vermeintliche Ausgleich von Manuel Gulde kurz vor Schluss (89.) wurde aufgrund einer Abseitsposition zurückgenommen.

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So lief das Spiel:

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Zu Beginn der Partie waren beide Mannschaften erst einmal auf Sicherheit bedacht und wagten sich kaum aus der Deckung. Das erste Lebenszeichen kam von Werder Bremen in Person Davy Klaassen, der einen Abpraller aus 18 Metern direkt auf Alexander Schwolow feuerte (8.).

Nach einer Viertelstunde erhöhte Freiburg den Druck und kam durch Roland Sallai zur ersten Chance. Nils Petersen legte im Sechzehner mustergültig auf den Ungarn ab und der verfehlte aus halbrechter Position die lange Ecke nur knapp (16.).

Die Bremer setzten eher auf Konter und hatten damit auch Erfolg: Marco Friedl behauptete sich links gut und brachte den Ball zu Klaassen. Der Niederländer bediente mit einem exzellenten Diagonalball Leonardo Bittencourt, der anschließend auf und davon war und aus rund 18 Metern ins linke untere Eck traf (19.).

Diese Führung nahm Bremen zum Anlass, den Gastgebern völlig das Spielgeschehen zu überlassen. Die Dominanz konnte der SC allerdings nicht in Torgefahr ummünzen und so ging Bremen mit der 1:0-Führung in die Kabine.

Aus dieser kamen die Gäste wieder mit etwas mehr Mut und Friedl hatte direkt die Möglichkeit auf das 2:0. Der Österreicher erkannte, dass er halb links viel Platz hatte und drang in den Strafraum ein. Im Eins-gegen-Eins mit Torhüter Schwolow verließ ihn jedoch der Mut und er versuchte es mit einer Hereingabe statt mit einem Abschluss. Diese konnten die Freiburger mit vereinten Kräften klären (48.).

Die Bremer Offensivbemühungen dauerten allerdings nur zehn Minuten an, danach agierten die Gaste wieder passiver und Freiburg dominierte im Anschluss wieder das Geschehen. Pavlenka rückte folgerichtig vermehrt in den Fokus.

Der Bremer Torhüter parierte stark gegen Sallai (55.) und Nicolas Höfler (61.). Viel mehr Torgefahr konnte Freiburg jedoch nicht erzeugen, sodass zwei weitere Abschlüsse von Sallai (71.) und Kwon Chang-hoon (85.), die ihr Ziel knapp verfehlen, lange das Gefährlichste blieben. Dann kam allerdings die Schlussphase.

Zuerst flog Philipp Bargfrede, nach einem klaren Foul gegen Lucas Höler, vom Platz (88.) und nur wenige Augenblicke später erzielte Manuel Gulde den vermeintlichen Ausgleich (89.). Kwon brachte eine Flanke von rechts nach innen, welche Petersen am zweiten Pfosten direkt abnahm und an den rechten Innenpfosten setzte. Den Abpraller drückt Gulde über die Linie.

Der VAR erkannte aber, dass Koch die Flanke noch verlängerte und Petersen bei der Verlängerung im Abseits stand.

Petersen war es dann auch, der die letzte Chance zum Ausgleich hatte. Pavlenka parierte die Direktabnahme des Angreifers stark und sicherte den Grün-Weißen so den Sieg. (90.+7).

Die Stimmen:

Leonardo Bittencourt (Werder Bremen): "Heute mussten wir gewinnen und haben uns überall reingehauen. Nach der Führung haben wir nicht mehr so Fußball gespielt, wie wir uns das vorstellen, aber wir sind froh, hier gewonnen zu haben."

Christian Streich (Trainer SC Freiburg): "Wir wollten Werder schlagen. In den ersten 20 Minuten war es schwer für uns, aber wir sind immer angelaufen. Wir wollten offensiv spielen, haben uns reingearbeitet. Aus unserer Sicht eine unverdiente Niederlage."

Florian Kohfeldt: (Trainer SV Werder Bremen): "Wir haben alle Emotionen reingeworfen und versucht, sie früh anzulaufen. Ein ganz schweres Auswärtsspiel, gegen eine Mannschaft, die eine Top-Saison spielt. Natürlich haben wir in der zweiten Halbzeit Glück gehabt."

Der Tweet zum Spiel:

Das fiel auf: Sallai überzeugt

Freiburg agierte statt mit einer Dreierkette, wie gegen Leipzig, dieses Mal mit einer Viererkette. Für den einen Innenverteidiger rutschte mit Roland Sallai ein Mittelfeldspieler mehr in die Mannschaft und der Ungar wusste zu überzeugen. Sallai war der auffälligste Spieler auf dem Feld. Lediglich der starke Pavlenka verwehrte ihm einen Treffer.

Die Statistik: 15

15 Gegentore kassierte Werder Bremen bereits nach Standardsituationen, aber gegen den SC Freiburg kam kein weiteres hinzu. Im Gegensatz zur 1:4-Klatsche gegen Bayer 04 Leverkusen hatten die Bremer in diesem Spiel keine Probleme gegnerische Standardsituation zu verteidigen.

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