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Kohfeldt mit Rückendeckung von Werder: "Der richtige Trainer"

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Florian Kohfeldt (r.) im Gespräch mit Bayer-Trainer Peter Bosz

Fotocredit: Getty Images

VonEurosport
19/05/2020 Am 11:58 | Update 19/05/2020 Am 11:59

Werder Bremens Trainer Florian Kohfeldt blickt trotz des schweren sportlichen Rückschlags im ersten Spiel nach der Coronapause voller Zuversicht auf den weiteren Verlauf des Abstiegskampf. "Das ist noch kein K.o.-Schlag für uns", sagte Kohfeldt nach der 1:4 (1:2)-Pleite gegen Bayer Leverkusen am Montag: "Wir müssen und wir werden es mental verarbeiten. Wir müssen für uns intern positiv bleiben."

Florian Kohfeldt verarbeitete den nächsten schweren Wirkungstreffer im Stile eines Schwergewichtsboxers. Der 37-Jährige musste sich kurz berappeln, dann drückte er nach der schmerzlichen 1:4 (1:2)-Pleite gegen Bayer Leverkusen den Rücken durch und nahm die Fäuste hoch.

"Das ist noch kein K.o.-Schlag für uns", sagte Kohfeldt. Doch es deutet fast alles darauf hin, dass sein Team im Kampf gegen den Abstieg auf die Bretter geht.

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Werder taumelt schwer angeschlagen, daran hat auch die Corona-Zwangspause nichts geändert. Statt sich beim erhofften Neustart das Momentum mit einem Überraschungserfolg gegen die stark besetzte Werkself zu erkämpfen, sind die Zweifel weiter deutlich angewachsen. Fünf Punkte beträgt der Rückstand inzwischen auf den Relegationsplatz, gar neun sind es zum rettenden Ufer. Trotz eines Nachholspiels im Köcher fehlt momentan die Phantasie für ein Happy End.

Werder gibt Kohlfeldt Rückendeckung

Und dennoch: An der Personalie Kohfeldt gibt es in Bremen weiterhin keinen Zweifel, das betonte Geschäftsführer Frank Baumann am Dienstag. "Ich bleibe dabei, dass Florian für diese Situation und für diese Mannschaft und für diesen Verein der richtige Trainer ist", sagte Werders Sportchef. Die verbleibenden neun Spiele "müssen ausreichen und sie werden ausreichen".

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Doch sieben Liga-Heimniederlagen in Serie - das ist die Bilanz eines Absteigers. Das zeigt auch ein Blick in die Geschichtsbücher. Hannover 96 kassierte 2015/16 ebenfalls sieben Pleiten hintereinander im eigenen Stadion, Tasmania Berlin (1965/66) und Hansa Rostock (2004/05) einst sogar noch eine mehr - alle drei mussten runter. Werder ist nun auf dem schlechtestem Wege, erstmals nach 1979/80 wieder in die Zweitklassigkeit abzurutschen.

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Damals wie heute waren die Grün-Weißen die Schießbude der Liga. Jetzt sind es 59 Gegentore nach 25 Spielen, auch gegen Leverkusen präsentierte sich die Werder-Defensive nicht bundesligareif. Kai Havertz (28., 33.), Mitchell Weiser (61.) und Kerem Demirbay (78.) trafen viel zu locker für die deutlich konsequenter agierenden Gäste. "Wir waren nicht gut genug, um Punkte zu holen", sagte Kapitän und Abwehrchef Niklas Moisander.

Kohfeldt zeigt sich kämpferisch

Kohfeldt betonte jedoch, er wolle auch die verbesserten Elemente herauspicken. Seine Mannschaft, der in der neuen Situation noch der Rhythmus fehle, habe sich mehr Chancen herausgespielt als vor der Coronapause. "Es ist elementar, das Vertrauen ins Offensivspiel zu behalten", sagte der Coach, dessen Team nach fünf Heimspielen ohne eigenes Tor zumindest zwischendurch mal wieder jubeln durfte. Theodor Gebre Selassie (31.) traf zum 1:1 im leeren Weserstadion, vor dem sich im Gegensatz zu den Befürchtungen von Innensenator Ulrich Mäurer keine Fans versammelten.

Es zeigte sich über die 90 Minuten wieder einmal, dass die Qualität nicht reicht, um einem Spitzenteam Paroli zu bieten. Leverkusen packte in den entscheidenden Zonen zu, Werder vertändelte seine Chancen. Der Kader von Sportchef Frank Baumann und Kohfeldt wirkt weiter nicht gut genug zusammengestellt: Zu wenig Tempo, zu viele mit schweren Verletzungen vorbelastete Spieler, kaum Impulse von Winterzugang Davie Selke.

Was den Grün-Weißen bleibt, ist das Prinzip Hoffnung. Kohfeldt hat kein Glaskinn, er wird weiter kämpfen in der Hoffnung auf den Lucky Punch zum Saisonende. Dass seine Profis auch dazu bereit sind, müssen sie erst noch beweisen. Schon am kommenden Samstag beim SC Freiburg (15:30 Uhr im Liveticker).

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(SID)

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