Vielmehr "wäre es besser gewesen, wenn wir die gesamte Mannschaft ausgetauscht hätten – und nicht den Trainer", meinte Watzke. Schließlich sei es einfacher neue, gute Spieler zu bekommen als einen Trainer wie Klopp.

"Ihr wisst es doch auch: Es ist besser, wenn wir uns an diesem Punkt jetzt nach sieben Jahren trennen", habe Klopp zuvor gegenüber Sportdirektor Michael Zorc und ihm selbst erklärt, erzählte Watzke weiter. Der BVB-Boss schrieb dazu in seinem Buch:

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Wir wussten alle, dass wir am Ende angekommen waren. Der Impuls ist dann von Jürgen ausgegangen, aber Michael und ich wussten auch: Es ist jetzt auch besser so. Jürgen hat das gespürt.

Watzke: Beziehung zu Klopp einmalig

Watzke habe damals gemerkt, dass Klopp nicht mehr bereit war weiterzumachen. Eine Trennung sei daher die logische Konsequenz gewesen.

"Er hatte es ja schon ein Jahr vorher angesprochen, da haben wir ja das Ding noch mal mit aller Macht gedreht, bei mir in der Küche. Aber jetzt hatte ich gemerkt: Ich kann ihn nicht mehr umstimmen, und mit einem Jürgen Klopp, der selbst nicht mehr davon überzeugt ist, hat es auch keinen Sinn", so Watzke.

Eine Beziehung wie zu Klopp, habe er zuvor aber noch nie gehabt, so der 60-Jährige. "So ein Verhältnis wird es wahrscheinlich auch nie wieder geben", stellte Watzke klar. Noch heute, vier Jahre nach Klopps Abschied beim BVB, vermisse er den jetzigen Liverpool-Trainer, verriet der Dortmunder Boss:

Manchmal, wenn ich heute im Trainingslager bin und dann spätabends hochgehe auf mein Zimmer und mich noch mal auf die Terrasse setze, überkommt mich ein wehmütiges Gefühl. Da denke ich an die vergangenen Jahre, als ich da auch so gesessen habe und dann irgendwann auf der Terrasse dieses wiehernde Lachen von Jürgen gehört habe. Da wusste ich immer: Es ist alles in Ordnung. Aber das gibt es jetzt nicht mehr.

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