Stürmisches Wetter und ein tiefer Boden versprachen ein kampfbetontes Spiel und genau das boten die beiden Mannschaften. Die Partie war von vielen Zweikämpfen im Mittelfeld geprägt und bot kaum Höhepunkte. Der Erste richtige war tatsächlich direkt die Mainzer Führung.
Karim Onisiwo drang rechts in den Strafraum ein und spitzelte den Ball zur Mitte. Das Zuspiel kam nicht an, aber Nico Schlotterbeck trat dem Österreicher nach dem Abspiel noch auf den Fuß. Da hatte Schiedsrichter Sascha Stegemann keine Wahl, er entschied auf Elfmeter (20.). Diesen führte Moussa Niakhaté aus, der Innenverteidiger setzt den Ball an den rechten Innenpfosten und von dort sprang er ins Tor (22.).
Danach folgte das Spiel dem gleichen Trott wie zuvor. Auf Mainzer Seite sorgte Onisiwo weiter für etwas Wirbel, aber mehr als ein ungefährlicher Kopfball sprang auch nicht heraus (25.). Union hatte gar nur eine nennenswerte Toraktion im ersten Abschnitt und diese vergab Taiwo Awoniyi. Der Stürmer zielte nach einem Teucher-Steilpass zu hoch (35.). Dazu entschied das Schiedsrichtergespann noch auf Abseits.
Bundesliga
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Mehr Torszenen gab es im zweiten Durchgang. Dieser wurde von Adam Szalai eröffnet. Der Ungarn wurde von Phillipp Mwene, mit einer Flanke von der linken Seite, bedient und scheiterte mit seinem Flugkopfball, aus fünf Metern, an Andreas Luthe im Berliner Tor (48.). Auf der anderen Seite war es Cedric Teuchert, der nach einem langen Ball relativ frei vor Robin Zentner auftauchte, aber im Mainzer Schlussmann seinen Meister fand (51.).
Diese ereignisreiche Phase wurde dann allerdings jäh von Schlotterbeck unterbrochen. Der Verteidiger hatte nur den Ball im Blick und nicht Onisiwo, so traf er, beim Versuch den Ball zu spielen, den Mainzer mit dem Fuß im Gesicht. Dafür sah der Freiburger Leihspieler, nach dem Elfmeterfoul, die zweite Gelb Karte und flog vom Platz (55.).
In Überzahl versuchte Mainz nicht die Partie zu entscheiden, sondern verwaltet das Ergebnis nur noch. Union war weiterhin die aktivere Mannschaft, aber lud die Gastgeber zum 2:0 ein. Robert Andrich und Marcus Ingvartsen leisteten sich ein katastrophales Missverständnis, in dessen Folge Onisiwo alleine auf Luthe zu marschierte, doch Unions Torsteher bewahrte seine Mannschaft vor einem höheren Rückstand (63.).
Sein Gegenüber Zentner konnte sich kurz darauf auch auszeichnen. Der Mainzer parierte eine Ingvartsen-Direktabnahme aus 17 Metern stark (69.). Der schöne Schuss des Dänen war allerdings die letzte gute Möglichkeit der Eisernen. Die 05er verteidigten in der Schlussphase souverän und vergaben durch Neuzugang Robert Glatzel sogar noch einen höheren Sieg (90.+2).

Die Stimmen:

Robin Zentner (Mainz 05): „Den Kampfgeist, den unbedingten Willen bis zum Ende durchzuziehen. In der Situation zählen nur die Punkte und dann ist es egal, wie die Punkte zustande kommen. Es ist einfach gut zu sehen, dass sich jeder voll reinhaut.“
Karim Onisiwo (Mainz 05): „Natürlich freut man sich wenn man trifft, aber es ist wichtiger alles für die Mannschaft zu geben. Wir waren richtig bissig und geil darauf zu gewinnen und hätten auch sicher noch ein oder zwei Tore mehr machen können.“
Stefan Bell (Mainz 05): „Wir haben es Union sehr schwer gemacht und die Jungs vorne haben viele Bälle behaupten können. Wir haben in unserer guten Phase nicht das 2:0 gemacht und haben uns das Leben ein wenig schwer gemacht. Aber am Ende zählen einfach die 3 Punkte.“
Christoph Trimmel (Union Berlin): „Wir wussten es wird ein Kampfspiel mit sehr vielen hohen Bällen. Wir hatten dann kaum die zweiten Bälle in der ersten Halbzeit, zweite Halbzeit war es ein bisschen besser, aber mit der Roten Karte ist es halt schwierig.”
Andreas Luthe (Union Berlin): „Es war sicherlich heute auch mehr drin, als jetzt diese knappe Niederlage, weil wir trotz des Platzverweis schon druckvoll waren. Gerade in der zweiten Halbzeit, Mainz hat gar nichts mehr gemacht, obwohl sie in Überzahl waren. Wir waren am Drücker, aber haben daraus wenig gemacht.”

Der Tweet zum Spiel:

Die Mainzer trugen ihr Fastnachtstrikot, dieses gefiel nicht jedem.

Das fiel auf: Die harte Zweikampfführung

Der Platz in Mainz war durch anhaltende Regenfälle sehr tief und nicht einfach zu bespielen. Deshalb stand nicht der spielerische Aspekt im Vordergrund, sondern Zweikämpfe und der Kampf. Das nahmen auch beide Mannschaften an und übertrieben dabei auch des Öfteren. Schiedsrichter Sascha Stegemann hatte viel zu tun, verteilte fünf Gelbe Karte und eine Gelb-Rote.

Die Statistik: 15

Die Mainzer kassierten in den letzten 15 Bundesligaspielen, in der heimischen Opel-Arena, immer mindestens ein Gegentor. Das 1:0 gegen Union war das erste Zu-Null-Heimspiel der 05er, seit dem 2:0-Sieg gegen den SC Paderborn am 29.02.2020.
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