Im Vergleich zur Vorwoche nahmen beide Trainer jeweils zwei personelle Änderungen vor. DSC-Coach Frank Kramer beorderte Amos Pieper (nach Gelbsperre) sowie Fabian Klos zurück in die Startelf. Mike van der Hoorn und Michel Vlap mussten auf die Bank.
Beim SC Freiburg musste Christian Streich nach dem ohnehin fehlenden Vincenzo Grifo (COVID-19) auf zwei weitere offensive Stammkräfte verzichten. Lukas Höler und Emir Demirovic fehlten aufgrund der jeweils fünften Gelben Karte. Dafür kamen Janik Haberer und Woo-Yeong Jeong in die Startelf.
Die Arminia kam besser in die Partie und hatte durch Andreas Voglsammer gleich drei Halbchancen (10./11./14.). Auf der Gegenseite stand Roland Sallai am Fünfmeterraum goldrichtig, verfehlte das Ziel jedoch knapp (17.). Das war es an Chancen im ersten Durchgang.
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Bielefeld war auf das breite Aufbauspiel der Freiburger sehr gut eingestellt und agierte sehr mannorientiert. Vor allem die Außen Schmid und Günter wurden immer wieder doppelt angelaufen, um so das Offensivspiel des SC nicht ankurbeln zu können.
Bielefeld präsentierte sich zweikampfstark, hellwach und zeigte eine geschlossene Mannschaftsleistung. So entwickelte sich eine taktisch sehr interessante Partie, die jedoch spielerisch noch sehr viel Luft nach oben hatte.
Auch die zweite Hälfte ging weitestgehend an die Arminia, vom SC Freiburg kam offensiv nichts mehr. Das Fehlen von Grifo, Höler und Demirovic machte sich deutlich bemerkbar. Fabian Klos verpasste noch knapp per Kopf (49.), auch Voglsammer zielte knapp daneben (65.). Und so kam es, wie es kommen musste: Ein Eigentor durch Baptiste Santamaria besorgte die Bielefelder Führung (68.).
In der Folgezeit wirkte Freiburg weiterhin ratlos, auch Edeljoker Nils Petersen konnte keine Akzente setzen. Auf der Gegenseite hatte Bielefeld mehrmals die Entscheidung auf dem Fuß. Doch zunächst nahm der VAR das vermeintliche 2:0 durch Joakim Nilsson zurück (74.) und gegen Ende brachte Voglsammer das Kunststück fertig und setzte den Ball aus sechs Metern neben den Kasten (86.).
Mit diesem wichtigen Heimerfolg springt Bielefeld über Nacht auf Rang 14 und kann sich nun das direkte Duell zwischen Mainz und Köln anschauen. Freiburg bleibt im Niemandsland der Tabelle und hat nun nur noch geringe Chancen auf die Europa League.

Die Stimmen zum Spiel

Arne Maier (Arminia Bielefeld): "Was Besseres als diesen Sieg gibt es nicht. Freitagabend, wir können morgen den anderen Teams zuschauen. Ich denke, wir werden nachher in der Kabine auch noch ein wenig feiern. Im zweiten Durchgang haben wir etwas umgestellt, die Positionen neu zugeteilt. Wir haben ein gutes Spiel gezeigt, hätten das Spiel aber früher entscheiden können."
Christian Günter (SC Freiburg): "In der ersten Halbzeit haben wir es ganz ordentlich gemacht, hatten zwei gute Torchancen. Im zweiten Durchgang haben wir nicht viel zugelassen, musste aber ein doofes Gegentor hinnehmen. Jetzt fahren wir wieder ohne Punkt nach Hause, richtig bitter. Bielefeld war nicht wirklich überlegen, aber so verliert man halt mit 0:1. Nun müssen wir gute Leistungen bringen für den Rest der Saison und uns rauskämpfen, damit wir wieder Spiele gewinnen."
Nils Petersen (SC Freiburg): "Dass so ein Tor das Spiel entscheidet, so ein Gammel-Tor. Eigentlich sind wir gut im Verteidigen, aber dann bekommt man halt so ein Tor. Auch die zweite Halbzeit war nicht gut von uns. Schon letzte Woche sind wir schlecht aus der Halbzeit gekommen. Auch heute haben wir zu wenig Feuer entfacht, es war einfach zu wenig. Ortega musste nicht einmal eingreifen. Am Ende haben wir es dann auch verdient. Ich hatte gehofft, dass ich heute von Anfang an spiele. Dennoch habe ich meine 25 Minuten bekommen, konnte aber auch nicht viel zeigen."
Stefan Ortega (Arminia Bielefeld): "Ich kann mich nicht an den letzten Heimsieg erinnern. Es tut gut. Aber es bringt uns am Ende nichts, wenn wir nicht vor der englischen Woche nachlegen. Wir müssen endlich mal zwei Siege in Folge holen. Freiburg blieb heute unter seinen Möglichkeiten, aber wir haben es auch gut verteidigt. Zudem hatten wir gute Chancen."

Das fiel auf: Freiburgs zweiter Anzug sitzt nicht

Mit Grifo, Höler und Demirovic fehlten Christian Streich gleich drei Offensivkräfte. Damit fehlten auch 21 der bisherigen 40 Saisontore der Breisgauer. Mit Nicolas Höfer, der zum fünften Mal Papa wurde, fehlte zudem ein Stabilisator im Mittelfeld. Und so kam Freiburg nicht wirklich ins Spiel, hatte offensiv kaum Akzente und agierte auch nach Rückstand zu ratlos und ohne Zug nach vorne. So wird das nichts mit Europa.

Tweet zum Spiel

Dieser Fan spricht wohl allen Arminen aus der Seele. Mit den drei Punkten hat Bielefeld den Tabellenkeller auf den Kopf gestellt. Nun können es sich Frank Kramer und seine Spieler am Wochenende auf der Couch bequem machen und unter anderem das Kellerduell zwischen Mainz und Köln verfolgen.

Die Statistik: 4

Nach vier Heimspielen in Folge ohne eigenen Torerfolg konnte die Arminia endlich mal wieder treffen. Dieses Tor war doppelt wichtig, besorgte es den Heimsieg über den SC Freiburg. Auch DSC-Coach Frank Kramer dürfte persönlich viel Freude an diesem Heimerfolg haben. Für den Trainer war es der erste Heimsieg als Bundesligatrainer, nachdem er schon bei seinen Stationen in Hoffenheim und Fürth keinen Erfolg hatte. Für die Arminia ist der SC Freiburg so etwas wie der Lieblingsgegner. Im vierten Heimspiel gegen den SCF gab es den vierten Sieg in der Bundesliga.
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