Das Spiel startete mit einer Horrorszene, als Andreas Luthe mit Julian Ryerson zusammenstieß und beide am Kopf minutenlang behandelt werden mussten. Der Norweger spielte anschließend mit einem Turban weiter und der Schlussmann mit einem Cut an der Nase (4.). Die erste Möglichkeit konnte Bielefeld für sich verbuchen, als Manuel Prietl Sergio Córdova im Sechzehner bediente, doch der Venezolaner scheiterte an Luthe (13.).
Bielefeld musste in der 29. Minute dann auch eine frühe Verletzung hinnehmen und Córdova, der sich bei einem Zusammenstoß mit Marvin Friedrich verletzte, auswechseln.
Durch die langen Unterbrechungen schon früh in der Partie kam nie ein wirklicher Spielfluss zustande und keine der beiden Mannschaften kam richtig ins Spiel. Union wurde lediglich durch eine Ecke noch mal gefährlich im ersten Durchgang, doch Joel Pohjanpalo erwischte das Leder nicht vor dem Toraus (42.).
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Bielefeld kam dann etwas besser aus der Pause und erwischte den besseren Start. Eine flache Hereingabe vom eingewechselten Andreas Voglsammer wurde knapp vor Michel Vlap geklärt (49.). Aber auch Union mischte nach der Pause deutlich besser mit und kam nach 55. Minuten zur ersten Chance. Marius Bülter köpfte eine Christopher Trimmel-Flanke aufs rechte Eck, doch Stefan Ortega pflückte das Leder spektakulär aus der Luft.
Union wurde im Verlauf der Halbzeit immer besser und erspielte sich weitere Chancen. Zunächst scheiterte Bülter mit einem Abschluss im Sechzehner an Ortega (70.). Dann verfehlte der eingewechselte Petar Musa mit seinem Kopfball das Tor (72.).
Marvin Friedrich spielte einen starken Pass in den Lauf von Keita Endo, der jedoch im eins gegen eins mit Ortega die Nerven verlor und das Tor verfehlte (74.). In der Schlussphase hielt der Bielefelder Keeper seiner Mannschaft den Punkt fest, als er stark gegen Endo parierte, der von Musa freigespielt wurde (81.).
Es blieb beim torlosen 0:0.

Die Stimmen zum Spiel:

Arne Maier (Arminia Bielefeld): "Ich versuche immer mein Bestes zu geben für die Mannschaft. Wenn ein neuer Trainer kommt, werden die Karten neu gemischt und ich versuche meine Chance zu nutzen."
Manuel Prietl (Arminia Bielefeld): "Wichtig war heute, dass wir die Null halten, das haben wir geschafft. Wir machen uns das Leben selber schwer, indem wir vorne nicht treffen. Aber wir sind mit dem Punkt zufrieden, es geht unten Step by Step."
Urs Fischer (Trainer von Union Berlin): "Wenn ich an die zweite Hälfte denke und an die Möglichkeiten, die wir dort hatten, ist das Unentschieden fast zu wenig. Da hatten wir große Chancen, ein Tor zu erzielen. In der ersten Hälfte hatten wir in einer Situation Glück, als Bielefeld in Führung gehen könnte, aber über 90 Minuten gesehen wäre ein Sieg nicht unverdient gewesen."
Christopher Trimmel (Union Berlin): "Ich glaube, wir hatten am Schluss schon sehr viele Möglichkeiten, ein Tor zu erzielen. Aber man muss auch sagen, dass die Arminia heute sehr kompakt stand. Es war schwierig für uns, sich Chancen zu erspielen, von daher nehmen wir den Punkt auch mit."

Der Tweet zum Spiel:

Das fiel auf: Ein Zähler, der beiden nicht viel bringt

Am Ende des Spiels kann die Arminia sicherlich besser mit dem Punkt leben als die Gäste aus Berlin. Tabellarisch gesehen bringt es beiden Mannschaften allerdings nicht wirklich viel. Bielefeld, die vor dem Spieltag punktgleich mit Hertha waren, stehen durch den Sieg der alten Dame jetzt zwei Zähler hinter dem 15. Platz.
Der einzige Vorteil ist, dass man unter der Woche noch das Nachholspiel gegen Bremen hat, wo man durch einen Sieg potenziell sogar auf Platz 14 springen kann. Union Berlin kann den Patzer von Borussia Dortmund nicht ausnutzen und rückt nur um einen Zähler an die Dortmunder ran. Damit beträgt der Rückstand auf einen potenziellen internationalen Platz jetzt vier Zähler.

Die Statistik: 5

Die Anzahl der Wechsel, die ein Trainer in der laufenden Saison pro Spiel zur Verfügung hat. Neu-Trainer Frank Kramer wäre heute beinahe ein Wechsel-Fauxpas passiert. In der 80. Minute stand auf einmal vier Spieler zum Wechsel bereit, obwohl der Coach zu dem Zeitpunkt bereits zweimal gewechselt hatte.
Einmal kam Voglsammer in der ersten Halbzeit verletzungsbedingt und 15 Minuten zuvor wurde bereits Doan ins Spiel gebracht. Reinhold Yabo zog dann den Kürzeren und konnte nicht mehr eingewechselt werden, obwohl er schon bereit war.
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