Watzke fügte mit Blick auf einen möglichen Haaland-Transfer hinzu: "Ich glaube nicht, dass das passieren wird." So habe sich auch Weltfußballer Lewandowski "damals die Zeit gegeben, in Dortmund zu einem absoluten Weltklassespieler zu reifen."
Der BVB-Boss erklärte: "Das gelingt dir nicht in einem Jahr. Denn klar ist, wenn Erling uns irgendwann verlassen sollte, dann geht er nur zu einem noch größeren Klub. Und so viele kommen da ja nicht in Betracht. Wenn du zu einem Klub wie - nur um ein Beispiel zu nennen - Real Madrid gehst, musst du schon Weltklasse sein."
Haaland besitzt beim BVB einen Vertrag bis Juni 2024, dieser soll aber eine Ausstiegsklausel enthalten. Der 20-jährige Norweger wird immer wieder mit europäischen Spitzenklubs in Verbindung gebracht.
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Der BVB-Geschäftsführer äußerte sich im Interview auch zur Personalie Jadon Sancho. Der 20-Jährige befindet sich derzeit in einem kleinen Leistungstief. Doch am Sonntag beim 2:0-Heimsieg gegen den VfL Wolfsburg gelang dem Offensivspieler endlich sein erstes Bundesligator in dieser Saison.

Watzke über Sancho-Poker

Watzke sieht die aufsteigende Form von Sancho: "Ich empfinde ihn seit Wochen als sehr bemüht", mache sich aber ohnehin keine großen Sorgen um den Youngster: "Ich denke, er benötigt zwei, drei Erfolgserlebnisse am Stück, dann wird es ganz schnell auch wieder aufwärtsgehen. Er ist nach wie vor eines der größten Talente, die es gibt", so der 61-Jährige.
Die Magie, wie BVB-Trainer Terzic es formuliert habe, sei zwar noch nicht wieder da, "aber er hat ja nichts verlernt", so Watzke und nannte auch den größten Unterschied: "Früher hat er nicht über seine nächste Ballaktion nachgedacht. Jetzt überlegt er." Die Zehntelsekunde, die ihm dadurch fehle, sei häufig genau die, in der ihm der Gegenspieler dann schon auf den Füßen stehe. "Je mehr man sich als Kreativer bemüht, desto schwieriger wird es oft", meinte er.
Auch der Wechsel-Poker vergangenen Sommer habe einen Teil zu seinem Leistungstief beigetragen. Der BVB-Boss erklärte: "Jadon hatte sich unterbewusst womöglich schon ein wenig auf einen Wechsel eingestellt. Ich glaube, darüber hatte er sich zumindest so viele Gedanken gemacht, dass er seine Leichtigkeit verloren hat."
Der Engländer wurde vor allem mit einem Transfer zu Manchester United in Verbindung gebracht. Wie viel Geld der BVB für einen Wechsel von Sancho verlangte, ist bis heute nicht klar. Medienberichten zufolge soll die Ablöseforderung bei 120 Millionen Euro gelegen haben. Watzke stellte jedoch klar: "Die medial vielfach genannte angebliche Transfersumme hat es ja in der Realität nie gegeben."
Er fügte hinzu: "Wenn du dann noch irgendwann signalisiert bekommst, dass von der gebotenen Summe ein großer Teil erst in einigen Jahren gezahlt werden soll, wird es endgültig eine reine Theoriediskussion."

Watzke äußert sich über die BVB-Trainersituation

Watzke äußerte sich auch über die aktuelle Trainersitaution bei Borussia Dortmund. Ob Edin Terzic auch über den Sommer hinaus Chef-Coach in Dortmund bleibt, ist derzeit noch offen.
"Wir müssen nicht drum herumreden, dass wir uns auch andere Optionen offenhalten", betonte er und fügte hinzu: "Die nächsten Monate werden entscheiden, wie es ab dem Sommer weitergeht."
Der BVB-Boss meinte jedoch: "Wenn Edin es gut macht – und das glaube ich – und wir uns trotzdem für eine andere Lösung entscheiden sollten, stünden ihm alle Türen offen."
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(mit SID)

BVB-Trainer Terzic muss "hungrigen Haaland bremsen"

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