Erling Haaland nahm Mahmoud Dahoud lächelnd in den Arm. Selbst getroffen hatte das norwegische Tor-Phänomen diesmal ausnahmsweise nicht, doch auch am trockenen "Dosenöffner" seines Teamkollegen im Aufschwung konnte sich Haaland herzlich erfreuen.
Durch das verdiente 3:0 (0:0) von Borussia Dortmund gegen Arminia Bielefeld beträgt der Rückstand des BVB auf die Champions-League-Plätze nur noch drei Punkte - die Dinge scheinen sich langsam zu fügen. "Die letzten drei Spiele waren sehr gut. Wir haben jetzt drei absolute Kracher, da müssen wir wirklich zeigen, dass wir weiter sind. Wir haben noch Steigerungspotenzial", betonte Abwehrchef dennoch Mats Hummels bei "Sky".
Denn: In einer "geilen Woche" (Emre Can) geht es am Dienstag zunächst zum Pokal-Viertelfinale bei Borussia Mönchengladbach mit dem künftigen BVB-Trainer Marco Rose (ab 20:45 Uhr im Liveticker), es folgen die Liga-Reise zu Bayern München (Samstag, ab 18:30 Uhr im Liveticker) und das Achtelfinal-Rückspiel in der Königsklasse gegen den FC Sevilla (Hinspiel 3:2).
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Wie gut, dass das Spiel gegen die Arminia neben drei Punkten weitere gute Nachrichten für die Borussia bereithielt.

Erste gute Nachricht: Hazard ist zurück

Oft fliegt er unter dem Radar, für das Offensivspiel des BVB ist er aber enorm wichtig: Thorgan Hazard. Am 28. November stand er bei der 1:2-Niederlage gegen den 1. FC Köln zuletzt in der Liga auf dem Rasen, in der Folge fiel er mit einem Muskelfaserriss aus - nur im DFB-Pokal kurz vor Weihnachten spielte er sieben Minuten.
Zwölf Ligaspiele in Serie verpasste er, für den BVB ging es gleichzeitig langsam aber sicher bergab. Als der Belgier gegen Bielefeld in der 69. Minute für Giovanni Reyna ins Spiel kam, gab er sein Liga-Debüt unter Edin Terzic und zeigte gleich, was den Schwarzgelben in den vergangenen Wochen so häufig gefehlt hatte.

Thorgan Hazard ist zurück

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Hazard ist neben Sancho der Mann, der als echter Flügelspieler Eins-gegen-eins-Duelle provoziert und diese auch gewinnen kann. Mit ihm bekommt der BVB ein Stück seiner Variabilität und Unberechenbarkeit zurück - und die wird er in den kommenden, entscheidenden Wochen in allen Wettbewerben dringend benötigen.

Zweite gute Nachricht: Zagadou ist zurück

Auch Dan-Axel Zagadou fehlte der Borussia seit mehreren Wochen wegen eines Muskelfaserrisses. Schon zu Saisonbeginn stand der Franzose seinem Team neun Spieltage nicht zur Verfügung - jetzt, (toi, toi, toi) ist die Leidenszeit vorbei.
Der 21-Jährige ist im fitten Zustand Dortmunds Innenverteidiger mit der größten Upside.
In Topform gehörte er in der Vergangenheit immer wieder in die Stammformation neben Abwehrchef Mats Hummels.

Kehrte gegen Arminia Bielefeld wieder zuück: Dan-Axel Zagadou

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Zagadou bringt dank seiner wuchtigen Erscheinung wichtige Robustheit in die Abwehrkette, ist schnell und im Zweikampf kaum zu überwinden.
Einzig seine Verletzungsanfälligkeit verhinderte bisher den ganz großen Durchbruch.
Der BVB kann das Comeback seines Abwehrhühnen zudem gerade gut gebrauchen. Mit Manuel Akanji fällt nämlich Manuel Akanji bereits seit zwei Wochen mit einem Muskelfaserriss aus. Emre Can übernahm zuletzt dessen Rolle in der Viererkette.

Dritte gute Nachricht: Reinier bricht den Bann

Zwischenzeitlich war das große Talent, das sich der BVB im Sommer für zwei Jahre von Real Madrid auslieh, fast in Vergessenheit geraten. Reinier spielte in der laufenden, seiner ersten von zwei Spielzeiten in Dortmund, bislang überhaupt keine Rolle.
Doch im siebten Kurzeinsatz schenkte ihm ausgerechnet der sonst so torhungrige Erling Haaland aus vielversprechender Abschlussposition seinen Premierentreffer für Schwarzgelb.

Mats Hummels, Erling Haaland und Reinier (v.l.n.r.)

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Eine große Geste des Norwegers, der in den 81 Minuten zuvor mehrere Male an DSC-Keeper Ortega gescheitert war und selber ohne eigenen Treffer bleib. Der Allgemeinheit könnte er jedoch einen wichtigen Dienst erwiesen haben, sollte er Reinier mit seiner Ablage nun zum Leben erweckt haben.
Es wäre jedenfalls nicht das erste Mal, dass ein einfacher Abstauber eine Blockade löst und als wahrer Brustlöser wirkt. Es sei Reinier, dessen Zeit in Dortmund bisweilen höchst unglücklich verlief, zu wünschen.
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