Gladbach fand besser in die Partie und bestimmte die Anfangsphase. Den Fohlen gelang in der zehnten Minute der verdiente Führungstreffer. Jonas Hofmann schlug einen Eckball von der rechten Seite auf den kurzen Pfosten. Dort nickte Matthias Ginter innerhalb des Fünfers zum 1:0 ins lange Eck.
Die Frankfurter erholten sich von dem Gegentreffer relativ gut. Sie erarbeiteten sich vor allem über die Außenpositionen Abschlusssituationen, das Ziel wurde von ihnen vor der Pause allerdings in vier von fünf Fällen verfehlt. Die beste Chance auf den Ausgleich vergab Stefan Ilsanker, dessen wuchtigen Kopfball Sommer-Ersatz Tobias Sippel an den Querbalken lenkte (24.).
Die Hausherren erwischten, wie bereits im ersten Abschnitt, nach dem Seitenwechsel erneut den besseren Start. In der 60. Minuten stellten sie auf 2:0. Hofmann servierte von rechts per Ecke. Der Ball landete über Umwege bei Florian Neuhaus, der aus halblinker Position in die rechte Strafraumhälfte zu Hofmann flankte. Dieser schoss hart aufs rechte untere Eck, wo Keeper Kevin Trapp eine unglückliche Figur abgab, indem er den Einschlag zum 2:0 nicht verhindern konnte.
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Sieben Minuten später folgte gar das 3:0 - die Vorentscheidung. Hofmann gab von der linken Seite per Eckstoß hoch in den Sechzehner, wo er Nico Elvedi fand. Dieser köpfte aus zentraler Position an die Latte. Der Abpraller landete bei Ramy Bensebaini, der zum 3:0 einnickte.
Eintracht Frankfurt, das unermüdlich kämpfte, schaffte es im Anschluss zunächst nur selten, sich aussichtsreiche Schusspositionen zu ermöglichen und in die Gefahrenzone einzudringen. In den Schlussminuten verpassten die Adler den Ehrentreffer zweimal knapp (Amin Younes: 85., Aymen Barkok: 90.).
In der Nachspielzeit markierte der eingewechselte Hannes Wolf gegen die aufgerückten Hessen den 4:0-Endstand. Patrick Herrmann gab während eines Konters aus halbrechter Position nach links zu Wolf, der knapp innerhalb der Box zum 4:0 ins rechte Toreck schoss (90.+5.).

Die Stimmen zum Spiel:

Matthias Ginter (Borussia Mönchengladbach): "Es war vielleicht ein Tor zu viel. Frankfurt hat auch die eine oder andere Chance gehabt. Aber wir haben zum richtigen Zeitpunkt die Tore gemacht und verdient gewonnen."
Adi Hütter (Trainer Eintracht Frankfurt): "Ich bin immer noch Trainer von Eintracht Frankfurt. Ich habe nicht einmal das Gefühl gehabt, dass ich in der nächsten Saison auf das anderen Seite stehe. Mir ist das zu einfach, dass man auf einmal sagt: 'Das könnte der Grund (Anm. d. Red.: für die Niederlage) sein.' Man kann in Gladbach verlieren, aber die Art und Weise und die Höhe ist natürlich bedeutend zu viel."
Kevin Trapp (Eintracht Frankfurt): "Wir haben kaum die erste Linie überspielt, da wir nicht schnell genug gespielt haben. In der zweiten Halbzeit sind wir gut rausgekommen. Mein Fehler killt dann das Spiel."

Der Tweet zum Spiel:

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Bereits vor der Partie standen bei beiden Klubs in diesem Wettbewerb je satte 20 Tore nach ruhenden Bällen auf der Habenseite. Im direkten Aufeinandertreffen der beiden Standard-Monster setzten sich die Gladbacher deutlich durch. Der erste Treffer wurde direkt per Eckball vorbereitet, und auch dem zweiten und drittem Tor ging jeweils - wenn auch nicht unmittelbar - ein Eckstoß voraus. Somit war der Treffer zum 4:0 das einzige Tor, das komplett aus dem Spiel heraus fiel, dem also kein ruhender Ball vorausging. Die SGE knipste beinahe ebenfalls nach einer Ecke, doch Sippel lenkte Ilsankers Kopfball (24.) ans Aluminium.

Die Statistik: 0

Seit Adi Hütter im Sommer 2018 Niko Kovač als Eintracht-Coach beerbte, spielte die Mannschaft des 51-jährigen Vorarlbergers im deutschen Fußball-Oberhaus gegen 21 verschiedene Vereine. Gegen 20 davon fuhr sein Klub mindestens einen Dreier ein, lediglich gegen Borussia Mönchengladbach klappte dies nicht. In sechs Partien gegen die Fohlen verlor Frankfurt viermal und teilte zweimal die Punkte.
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