In einer ereignisarmen ersten Halbzeit erwischten die Gäste den etwas besseren Start. Zu Beginn stellten sie das aktivere Team, nach absolvierten Anfangsminuten kam Gladbach besser ins Spiel. Zwingende Tormöglichkeiten waren auf beiden Seiten zunächst Mangelware. Das Geschehen spielte sich hauptsächlich zwischen den Gefahrenzonen ab, das Tempo war recht niedrig.
In der 34. Minute wurde der angeschlagene Stuttgarter Abwehrmann Konstantinos Mavropanos ausgewechselt. Pascal Stenzel ersetzte ihn.
Mönchengladbach hatte im ersten Abschnitt ein kleines Chancenplus und ging kurz vor der Pause in Führung, die sich nicht gerade abzeichnete. Christoph Kramer flankte aus der rechten Strafraumhälfte butterweich vor den Fünfer. Dort traf Lars Stindl aus sechs Metern per Direktabnahme sehenswert halbhoch zum 1:0 ins lange Eck (45.).
Bundesliga
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Der VfB bot im zweiten Durchgang eine Leistungssteigerung. Die ersten 15 Minuten nach dem Seitenwechsel waren ziemlich ausgeglichen, dann folgte eine Phase, in der sich beide Teams im Mittelfeld neutralisierten.
Nach etwa 65 Minuten erhöhten die Stuttgarter den Offensivdruck. Ein Schlenzer aus der zweiten Reihe von Wataru Endo sorgte für den zwischenzeitlichen Ausgleich. Der Japaner zirkelte den Ball halbrechts oben zum 1:1 ins Netz (72.). Unhaltbar war dieser Schuss für Keeper Yann Sommer nicht.
Sechs Minuten später lenkte Saaa Kalajdzic den Ball nach einem Fernschuss Stenzels zum 2:1 ins Tor. Anschließend rettete der VfB Stuttgart den knappen Vorsprung über die Zeit.
Von den Hausherren war es insgesamt betrachtet ein relativ schwacher Auftritt. Im zweiten Durchgang überließen sie dem Gegner häufig den Ball, schafften es aber nur selten, zu kontern.

Die Stimmen:

Marco Rose (Trainer Borussia Mönchengladbach): "Es ist nichts Neues: Wir arbeiten, wir kämpfen - aber die Jungs belohnen sich nicht. Das hat den Grund, dass wir in bestimmten Phasen in Passivität verfallen. Wir rücken dann nicht mehr aktiv genug raus und bekommen keinen Druck mehr auf den Ball."
Pellegrino Matarazzo (Trainer VfB Stuttgart): "Es war eine ausgeglichene erste Halbzeit mit wenig Torchancen. Es spricht für die Moral unserer Mannschaft, dass wir uns trotz des Gegentores gesammelt und das Spiel gedreht haben."

Der Tweet zum Spiel:

Und damit seine 21. Torbeteiligung in dieser Bundesliga-Saison (persönlicher Bestwert).

Das fiel auf: Gute Ausgangslage verspielt

Die Gladbacher belegten vor diesem Spieltag den siebten Rang, der für die Teilnahme an der Europa Conference League berechtigt. Doch durch die Niederlage gegen den VfB verspielten die Fohlen ihre Pole Position im Kampf um den neuen UEFA-Wettbewerb. Die Gladbacher sind jetzt nur noch Achter, da Union Berlin durch das Unentschieden in Leverkusen nun einen Punkt vor der Borussia liegt.
Gleichzeitig rückten die Stuttgarter, die vor dem Spiel vier Zähler Rückstand auf Gladbach hatten, bis auf einen Punkt heran und liegen nun nur noch zwei Punkte hinter Platz sieben. Damit hielt die Mannschaft von Pellegrino Matarazzo ihre Europapokal-Chance am Leben. Auch Gladbach darf noch auf die Conference League hoffen, allerdings hat der VfL das Erreichen des internationalen Wettbewerbs nicht mehr in der eigenen Hand.

Die Statistik: 15

Es war bereits Stuttgarts 15. Bundesliga-Auswärtssieg gegen Gladbach. Gegen keinen Verein gewann der VfB in diesem Wettbewerb auf fremdem Rasen häufiger.

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