Bayer Leverkusen kam im Krisengipfel gegen Borussia Mönchengladbach deutlich besser ins Spiel und dominierte die Anfangsphase, ohne sich dabei große Möglichkeiten herauszuspielen.
Gladbach brauchte lange, um überhaupt gefährlich in die Hälfte von Bayer zu kommen, hatte dann aber durch Alassane Pléa (21.) und Hannes Wolf (24.) zwei gute Chancen zur Führung. Pléa platzierte einen Schuss aus 16 Metern direkt auf Lennart Grill, ehe der Ex-Leipziger Wolf nach einer verunglückten Rettungsaktion von Jeremie Frimpong aus 13 Metern frei zum Abschluss kam. Edomond Tapsoba fälschte den Schuss jedoch in höchster Not zur Ecke ab.
Leverkusen hatte über weite Phasen der ersten 45 Minuten über 70 Prozent Ballbesitz, doch wirklich gefährlich wurde es nur einmal. Nach einem Konter über Patrik Schick kam Moussa Diaby (32.) im Strafraum aus zwölf Metern zum Abschluss, Yann Sommer wehrte den Ball jedoch mit einer guten Parade ab.
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Auch die zweiten 45 Minuten begannen zäh, Gladbach hatte nach einem Konter die erste Gelegenheit. Wolf (54.) setzte sich mit einer Einzelaktion gegen Tapsoba durch, sprintete bis zum Sechzehner und suchte den Abschluss, doch Jonathan Tah blockte den Versuch an das Außennetz.
Wenige Minuten später freute sich die Borussia über einen Elfmeter, doch der VAR verhinderte den Gladbacher Strafstoß. Bevor Frimpong Marcus Thuram (57.) foulte, stand Valentino Lazaro in der Entstehung einen Schritt im Abseits.
Leverkusen verlor etwas den Spielfluss aus der ersten Halbzeit, hatte durch Nadiem Amiri jedoch die große Chance zur Führung. Der Offensivspieler hob das Leder nach einer tollen Vorlage von Diaby (67.) aus 16 Metern nur Zentimeter über die Latte.
Das Tor des Tages fiel nach einem Gladbacher Fehler in der Vorwärtsbewegung: Tah trennte Wolf im Mittelfeld vom Ball, spielte den Ball schnell zu Kerem Demirbay, der den durchstartenden Diaby auf der rechten Seite schickte. Sommer konnte den Abschluss des Franzosen zwar abwehren, doch Patrik Schick (76.) vollendete den Nachschuss aus kurzer Distanz sicher zum Siegtor.
Gladbach schockte der Rückstand, die Fohlen bekamen keinerlei Zugriff auf das Spiel und hatten nur noch eine Chance zum Ausgleich, doch einen Schuss von Matthias Ginter (90.+1) lenkte Lennart Grill über die Latte.
So gewinnt Leverkusen das Krisenduell und kann sich noch Hoffnungen auf eine Champions-League-Teilnahme machen, Gladbach dagegen hat jetzt sechs Punkte Rückstand auf Platz sechs und liegt nur noch auf Rang zehn.

Die Stimmen:

Hannes Wolf (Borussia Mönchengladbach): "Leverkusen war in der ersten Halbzeit die bessere Mannschaft, da hatten wir gegen den Ball wenig Zugriff. Doch in den zweiten 45 Minuten waren wir klar besser. Das ist dann schade, dass ich in der Vorwärtsbewegung den Ball verliere und wir wieder so ein unnötiges Gegentor kassieren. Man merkt uns dann auch die Unsicherheit an, wir haben kein schlechtes Spiel gemacht, aber uns fehlt die Lockerheit. Die Negativserie macht sich auf jeden Fall aktuell bemerkbar, wir sind so viele Niederlagen nicht gewohnt."
Marco Rose (Borussia Mönchengladbach): "Wir haben wieder verloren. Ein Spiel, das du nicht verlieren musst. Das ist jetzt eine sehr herausfordernde Situation. Ich muss jetzt als Trainer vorangehen. Viele Situationen hätten für uns ausgehen können, aber unsere guten Möglichkeiten haben wir nicht genutzt und jetzt stehen wir wieder ohne Ergebnis da. Wir müssen uns jetzt aufrappeln und den Trend im nächsten Spiel umstoßen."
Jonathan Tah (Bayer Leverkusen): "Wir haben uns sehr gut vorbereitet und sind zufrieden, dass wir das Spiel gewonnen haben. Wir haben gut verteidigt und haben es auch spielerisch gut ausgespielt. Ich bin froh, dass ich der Mannschaft mit meinem Ballgewinn vor dem Tor helfen konnte."

Das fiel auf: Gladbach spielerisch nicht auf der Höhe

Über die gesamten 90 Minuten hatte Gladbach durchaus Chancen, um gegen Leverkusen Tore zu erzielen, doch insgesamt waren sie Bayer spielerisch klar unterlegen. Gladbach fehlt in dieser Krise der Spielwitz, die Ausfälle von Lars Stindl oder Christoph Kramer helfen dabei nicht. Doch auch Spieler wie Plea oder Thuram kommen momentan nicht ansatzweise an ihr Leistungsniveau ran. So war es symptomatisch, dass Gladbach nach Rückstand gegen gut postierte Leverkusener sich kaum Chancen rausspielen konnte.

Der Tweet des Spiels:

Die Statistik: 7

Gladbach wartet wettbewerbsübergreifend seit sieben Spielen auf einen Sieg. Der letzte Erfolg gelang am 3. Februar im Pokal in Stuttgart, der letzte Bundesligasieg datiert vom 22. Januar beim Rückrundenauftakt gegen Borussia Dortmund.
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