Eberl erklärte, was an der Situation so "belastend" gewesen sei: "Der Umgang damit und einen neuen Trainer zu finden verbunden mit der Tatsache, dass auch ich vielleicht einem Klub wehtun musste, weil ich einen Coach aufgrund einer Ausstiegsklausel verpflichten werde."
Nachdem bekannt wurde, dass Rose Gladbach verlassen wird und ab kommender Saison Trainer bei Borussia Dortmund sein wird, hielt der Bundesligaklub weiterhin am scheidenden Coach fest. Eberl empfindet diese Entscheidung weiterhin als richtig: "Ich musste sportlich bewerten, ob er auch für die restlichen Saisonspiele noch der richtige Trainer für uns ist - was ich zu 100 Prozent war und immer noch bin."
Trotzdem könne er "ein Stück weit verstehen", warum nicht alle Anhänger diesen Beschluss nachvollziehen konnten: "Was die Fans so emotional hat werden lassen, war, dass Marco zu Beginn sehr eindrücklich gesagt hat, er habe bei uns etwas Langfristiges vor."
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Letztendlich musste er sich jedoch die Frage stelle, was in diesem Moment das Beste für Gladbach sei. "Ich habe fachlich entschieden, nicht emotional, und habe die Leistungen unserer Mannschaft gesehen - auch in vielen Spielen, die wir verloren haben", erklärte Eberl.

Eberl übt Kritik an "sogenannten Experten"

Der Manager kritisierte "viele sogenannte Experten", die behauptet hätten, dass Roses Wechsel schon früher feststand. "Das hat mich maßlos geärgert, weil ich weiß, wie es war und der Meinung bin, dass wir insgesamt sehr offen kommuniziert und nicht rumgeeiert haben", so der 47-Jährige.
Die Entscheidung sei kurz vor dem Ligaspiel gegen Wolfsburg gefallen, anschließend "haben wir natürlich keine Gespräche mehr über die Kaderplanung geführt. Aber ich habe nie mitbekommen, dass Gespräche verstummt sind, weil Marco um die Ecke kam. Und das war ja die Entscheidungsgrundlage."

Max Eberl von Borussia Mönchengladbach

Fotocredit: Getty Images

Eberl über neuen Gladbach-Trainer Hütter

Mitte April wurde dann bekannt, dass Eintracht Frankfurts Trainer Adi Hütter Roses Nachfolger wird. Über die Entscheidung sagte er: "Wir sammeln extrem viele Informationen aus allen Bereichen. Ich wusste von Anfang an, was und wen ich wollte. Für unsere Mannschaft, unseren Spielstil, sachlich und fachlich."
Der Gladbach-Manager fügte hinzu: "Die Gespräche mit Adi haben das Gefühl dann komplett bestätigt." Doch auch die Treffen mit anderen Trainern - wie Xabi Alonso - seien extrem "bereichernd" gewesen und "werden auch in der Zukunft helfen".
Seiner Meinung nach habe sich generell die Rolle des Trainers im Profifußball verlagert. "Er ist der wichtigste Mitarbeiter eines Vereins - nicht die wichtigste Person, das sollten der Sportdirektor und der Geschäftsführer sein", erklärte Eberl und ergänzte: "Mit einer guten Strategie kannst du gegen bessere Teams bestehen. Viele Vereine haben viele gute Spieler, der Trainer ist heute das Zünglein an der Waage."
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