Gladbach erwischte den etwas besseren Start und kam nach zwei Minuten direkt gefährlich zum Abschluss. Zunächst wurde ein Versuch von Alassane Pléa geblockt, anschließend scheiterte Lars Stindl mit seinem Schuss aufs lange Eck an Florian Müller.
Die Breisgauer hingegen gingen mit ihrer ersten Chance direkt in Führung, als Ermedin Demirovic einen Pass in den Lauf bekam und noch einmal für Roland Sallai querlegte, der ins rechte Eck vollendete (10.).
Die Borussia hatte vor allem in der ersten halben Stunde deutlich mehr Spielanteile, schaffte es damit allerdings nicht, sich Hochkaräter herauszuspielen - im Gegensatz zu den Gästen. Nach einer Flanke von Sallai verpasste Lucas Höler nur knapp den Ball und vergab somit die Chance auf das 2:0 (15.).
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Nach einem fantastischen Doppelpass mit Demirovic hatte Sallai auf rechts freie Bahn und scheiterte aus spitzem Winkel an Yann Sommer (22.). Nach einer Ecke von Christian Günter kam Demirovic dann zum Kopfball, scheiterte aber ebenfalls am Schweizer Torhüter (36.).
Kurz vor der Pause gab es dann noch mal eine Riesenchance für die Gäste, als Demirovic eine Flanke von Sallai auf den zweiten Pfosten verlängerte, wo Höler aufs fast leere Tor abzog, allerdings noch am Bein von Sommer hängen blieb (45.+1). So blieb es beim 1:0 zur Pause für Freiburg.
Auch im zweiten Durchgang kam Gladbach nur zwei Minuten nach Wiederanpfiff zu einer guten Chance: Eine Flanke von Matthias Ginter fand den Kopf von Pléa, der an Müller scheiterte.
Sechs Minuten später flankte Ginter erneut von der rechten Seite in den Sechzehner, wo Stindl ungewollt das Leder zu Marcus Thuram weiterleitete, der aus der Drehung ins Tor vollendete (53.).
Binnen sieben Minuten drehte Gladbach dann die Partie, als Christoph Kramer Thuram in den Lauf schickte, der Philipp Lienhart abhing, Müller an der Strafraumkante umkurvte und dann ins leere Tor einschob (60.).
Gladbach erhöhte dann vermeintlich auf 3:1 durch ein Eigentor von Baptiste Santamaria, der einen Querpass von Stindl ins eigene Tor grätschte. Der Treffer zählte jedoch nicht, weil zuerst eine nicht vorhandene Abseitsposition vom Assistenten reklamiert wurde. Bei der Überprüfung durch den Videoassistenten entdeckte dieser allerdings ein Foul in der Entstehung der Aktion, wodurch der Treffer dann zurecht nicht zählte (68.).
Von Freiburg kam in der gesamten zweiten Hälfte offensiv nichts bis zur 95. Minute. Dann aber brachte Keven Schlotterbeck einen Querpass von Jonathan Schmid im Tor unter und erzielte somit den vermeintlichen Ausgleich in letzter Sekunde. In der Entstehung stand jedoch Höler im Abseits, wodurch auch dieser Treffer aberkannt wurde. Gladbach gewann somit 2:1.

Die Stimmen zum Spiel:

Marco Rose (Trainer von Borussia Mönchengladbach): "Freiburg hat eine gute erste Hälfte gespielt, wir waren sehr offen. Nach der Pause war es viel besser. Hintenraus mussten wir noch mal zittern, das gehört irgendwie dazu dieses Jahr."
Dennis Zakaria (Borussia Mönchengladbach): "In der ersten Halbzeit haben wir nicht unseren Rhythmus im Spiel gehabt, das war in der zweiten Halbzeit dann viel besser. Wir haben mehr und besser zusammengespielt und dann diese zwei Tore gemacht."
Christian Streich (Trainer vom SC Freiburg): "Wir sind sehr enttäuscht. Wir haben eine gute erste Hälfte gespielt, hatten viele Chancen. Für uns eine sehr bittere Niederlage. So gut sind wir noch nicht, dass wir dann halt auch das zweite Tor machen. Wir müssen es akzeptieren. Glückwunsch an Marco Rose und Mönchengladbach zum Sieg."
Christian Günter (SC Freiburg): "Ganz bitter. In der ersten Halbzeit müssen wir mindestens mit 2:0 in Führung gehen, wir hatten die Chancen dazu. Ich glaube, einmal war es ganz knapp auf der Linie noch. Dann fängst du so eine abgefälschte Murmel und dann ist es ein Spiel, bei dem nach der ersten Halbzeit keiner gedacht hat, dass wir noch verlieren."

Der Tweet zum Spiel:

Das fiel auf: Zwei komplett unterschiedliche Halbzeiten

Nach dem ersten Durchgang hätte wohl keiner gedacht, dass der SC Freiburg in der zweiten Hälfte erst in der 95. Minute noch einmal gefährlich vors Tor kommt und das Spiel am Ende verliert. Gladbach hingegen konnte von Glück reden, dass sie nur mit einem Tor Rückstand in die Pause gingen.
Am Ende hat die Borussia eine sehr starke zweite Halbzeit gespielt und sich die drei Punkte redlich verdient. Dennoch bitter für die Breisgauer, die mit drei Toren Vorsprung in die Pause hätten gehen können.

Die Statistik: 6

Mit seinem Doppelpack heute erzielte Marcus Thuram seine Saisontreffer fünf und sechs. Damit benötigt er noch fünf Tore, um seine zehn Treffer aus seiner letzten Saison zu überbieten.
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