Per Blitzstart zum höchsten Saisonsieg: Angeführt von Doppelpacker Breel Embolo hat Borussia Mönchengladbach seine Mini-Chance auf einen Europapokalplatz eindrucksvoll am Leben gehalten. Beim nie gefährdeten 5:0 (3:0) gegen den harmlosen Abstiegskandidaten Arminia Bielefeld führte das Team des scheidenden Trainers Marco Rose schon nach 18 Minuten mit 3:0.
Embolo (6.), Marcus Thuram (15.) und Ramy Bensebaini (18., Handelfmeter) sorgten im Borussia-Park schnell für klare Verhältnisse. Erneut Embolo (69.) erhöhte nach der Pause und schnürte seinen ersten Doppelpack seit Dezember 2019, Alassane Plea (84.) setzte den Schlusspunkt gegen am Ende völlig überforderte Bielefelder. Während die Fohlen Rang sieben verteidigten, steckt Aufsteiger Bielefeld als Tabellen-15. weiter in Not.
"Wir hatten eine gute Ballkontrolle, haben schöne Tore gemacht und so auch verdient gewonnen", sagte Gladbachs Abwehrchef Matthias Ginter bei Sky: "Für alle wäre es schön, nächstes Jahr wieder international zu spielen. Die Europa League ist das Maximum, was noch möglich ist. Das wollen wir erreichen."
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Gladbachs furioser Start erinnerte an das 5:1 gegen den FC Augsburg im Oktober 2019, als die Borussia sogar schon nach 13 Minuten mit 3:0 geführt hatte. Für die Arminia war es dagegen der schnellste 0:3-Rückstand ihrer Bundesliga-Geschichte.
Trotz des dritten Heimsiegs in Folge hängt Gladbachs Rückkehr nach Europa weiter am seidenen Faden, da der Rückstand auf Rang sechs vier Punkte beträgt. Bielefeld wiederum hat nur noch einen Zähler Vorsprung auf den Relegationsplatz.
"Schärfe und Gier" hatte Rose vor Anpfiff von seinen Spielern gefordert. Diese hatten offenbar zugehört: Gladbach wirkte von der ersten Minute an hellwach, stand defensiv kompakt - und nutzte gleich den ersten Angriff eiskalt zur Führung. Der in die Startelf gerückte Embolo, der schon beim 1:0 im Hinspiel das Siegtor erzielt hatte, verwertete eine Hereingabe von Stefan Lainer mit einem abgefälschten Flachschuss.
Embolo feierte das Tor mit einer besonderen Geste: Der Schweizer hielt das Trikot seines Teamkollegen Mamadou Doucoure in die Kamera, der wegen eines Achillessehnenrisses zum wiederholten Male lange ausfällt. "Man kann gar nicht in Worte packen, was dieser Junge verkraften muss", sagte Sportdirektor Max Eberl.
Auf dem Rasen ging es weiter nur in eine Richtung: Erst flankte der starke Hannes Wolf auf Thuram, der den Ball durch die Beine von Schlussmann Stefan Ortega ins Netz beförderte. Wenig später nutzte dann Bensebaini einen von Christian Gebauer verursachten Handelfmeter.
Die Arminia, die zuvor dreimal in Folge ohne Gegentor geblieben war, ließ Tempo und Intensität vermissen und leistete kaum Gegenwehr. Schon zur Pause hätte die Borussia deutlich höher führen müssen. Nach dem Seitenwechsel schaltete das Rose-Team einen Gang zurück, Embolo erhöhte dennoch auf 4:0.
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