Als Marco Rose mit gesenktem Kopf in Richtung Kabine stapfte, waren die Gladbacher Spieler längst verschwunden.
Trotz ihrer deutlichen Überlegenheit unterlag die Fohlenelf des scheidenden Trainers Rose, die Europapokalplätze geraten dem Tabellenzehnten zusehends außer Reichweite.
Nicht zuletzt, weil Lars Stindl in der 38. Minute kläglich einen Foulelfmeter verschoss. "Der Elfmeter geht klar auf meine Kappe", gab der 32-Jährige unumwunden zu. "Das tut mir leid für die Truppe. Wir müssen wieder aufstehen und weitermachen", so Stindl bei "DAZN".
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"Die Jungs investieren extrem viel, sind auch heute wieder mit viel Energie aufgetreten. Wir machen im richtigen Moment die Tore nicht und kriegen zu einfache Gegentreffer. Das führt dazu, dass wir derzeit nicht die Ergebnisse erzielen", bilanzierte Rose.
"Die Jungs haben festgestellt, dass uns eine gewisse Lockerheit fehlt. Wir haben unter der Woche miteinander geredet, dass wir noch mehr Spielfreude entwickeln wollen. Dabei dürfen wir die Abwehrarbeit aber nicht vergessen, die gehört auch dazu", mahnte der Coach.

Neuhaus zeigt sich "genervt"

Man müsse sich nun auf "die Prinzipien fokussieren, die für unser Spiel wichtig sind. Wenn wir die umsetzen, dann kommt auch wieder Spielfreude auf. Unsere Struktur im Spiel an sich ist sehr ordentlich. Aber wir müssen die Bälle in die Zonen spielen, in denen wir das Spiel beschleunigen können."
Florian Neuhaus, der mit dem Treffer zum zwischenzeitlichen 1:1 wieder für Hoffnung gesorgt hatte, gab zu, dass ihm die Situation "schon auf die Nerven" gehe: "Das ist heute ein Scheißtag!" Er ergänzte: "Wichtig war, dass wir endlich mal wieder Torchancen hatten. Deswegen ist es heute umso bitterer, aber aktuell ist es einfach nicht so gut."

Manchester City? "Passt uns jetzt eigentlich nicht"

Das Paradoxe: In der kommenden Woche wartet ein Fußball-Festtag auf höchster Ebene auf die Borussia - es geht in der Königsklasse gegen Manchester City (16. März ab 21:00 Uhr im Liveticker bei Eurosport.de). Was eigentlich ein Grund zur Freude sein müsste, wird nun zum Ärgernis.
"Das Champions-League-Spiel, dass wir uns in der letzten Saison und bis zum Dezember verdient haben, passt uns jetzt eigentlich nicht in den Kragen. Wir hätten lieber eine Trainingswoche, um uns auf die Kernaufgaben, nämlich Punkte in der Bundesliga, vorzubereiten", befand Rose, dessen Mannschaft das Hinspiel mit 0:2 verlor.
Es sagt so ziemlich alles aus über die Gemengelage in Gladbach, wenn ein Champions-League-Achtelfinale gegen den Tabellenführer der Premier League nichts weiter als ein Störfaktor ist ...
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