Beim Geisterspiel im Schwarzwaldstadion passierte in den ersten Minuten wenig bis nichts. Unter den Augen von DFB-Präsident Fritz Keller und U21-Nationaltrainer Stefan Kuntz ließen es beide Teams relativ ruhig angehen, echte Chancen gab es keine.
Die erste offensive Aktion hatten die Gäste durch Andrej Kramaric nach einem Missverständnis in der Freiburger Defensive in der fünften Minute. Der Kroate sah, dass Torwart Florian Müller etwas weit vor seinem Kasten stand und zog aus gut 25 Metern ab. Allerdings der Schuss deutlich vorbei.
Sieben Minuten später legte Christian Günter nach einer Flanke von Roland Sallai für Nicolas Höfler auf, doch der Schuss des Mittelfeldakteurs konnte von Oliver Baumann pariert werden (12.).
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Nach gut 25 Minuten wurden die Kraichgauer dann richtig gefährlich. Zunächst setzte Robert Skov einen Schuss aus der zweiten Reihe an die Latte. Dann blieb Florian Grillitsch nach einer Flanke von Pavel Kaderábek mit seinem Volleyschuss an Philipp Lienhart hängen (31.).
Nur eine Minute später legte Sargis Adamyan für Kramaric auf, der rechts im Sechzehner an Müller scheiterte. Ihlas Bebou wurde dann auf der rechten Außenbahn geschickt, setzte sich stark gegen Keven Schlotterbeck durch und bediente Kramaric mit seiner Flanke am zweiten Pfosten, der nur noch einnicken musste und die TSG in Führung brachte (40.).
Kurz vor der Pause setzte sich Ermedin Demirovic vor dem Sechzehner noch mal stark durch, doch der Bosnier scheiterte mit seinem Abschluss an Baumann (44.). So ging die TSG mit einer 1:0-Führung in die Kabine.
Nach der Pause hatten erneut die Gäste die erste Torchance. Skov versuchte es mit einem direkten Freistoß knapp vorm Sechzehner, doch der Däne jagte das Leder mit voller Wucht nur ins Fangnetz (51.).
Auf der anderen Seite zappelte der Ball dann im Netz, doch die Fahne des Assistenten war oben, sodass der Treffer von Demirovic nicht zählte. Der Bosnier traf per Nachschuss, nachdem Lucas Höler zuvor an der Latte scheiterte und dabei im Abseits stand (54.). Nur fünf Minuten später setzte Adamyan eine Flanke von Ryan Sessegnon nur knapp neben den rechten Pfosten.
In der 70. Minute hielt Baumann mit einem Weltklasse-Reflex die Führung für die Kraichgauer fest. Demirovic setzte stark seinen Körper ein und verschaffte sich im Sechzehner Platz, doch der Bosnier scheiterte mit seinem Abschluss am Hoffenheimer Schlussmann.
Der zu dem Zeitpunkt gerade eingewechselte Kevin Vogt verursachte dann unglücklich einen Elfmeter, als er Demirovic bei einer Klärungsaktion im Sechzehner in die Hacken trat (80.). Den folgerichtigen Strafstoß verwandelte der ebenfalls eingewechselte Vincenzo Grifo gegen seinen Ex-Klub souverän in den linken Winkel.
In der Nachspielzeit kam Höfler zentral vor dem Sechzehner noch einmal zum Abschluss, doch sein Versuch ging nur knapp am rechten Pfosten vorbei (90.+3).

Die Stimmen zum Spiel:

Sebastian Hoeneß (Trainer der TSG 1899 Hoffenheim): "Es war ein sehr gutes Spiel für den neutralen Zuschauer. Hitzig, intensiv. Ich bin zufrieden mit der Leistung meiner Mannschaft. Die Führung zur Halbzeit ging in Ordnung. Dann hatten wir noch mal gute Chancen, da musst du dann zustechen, um den Dreier mitzunehmen. Am Ende ein hochklassiges Unentschieden. Ich bin nicht ganz zufrieden mit dem Ergebnis, aber mit der Leistung."
Andrej Kramaric (Torschütze der TSG 1899 Hoffenheim): "Wir sind eher unzufrieden mit dem Ergebnis, weil wir die bessere Mannschaft waren. Ich habe heute viele positive Dinge auf dem Rasen gesehen, mit denen wir zufrieden sein können. Daran müssen wir in den letzten Spielen anknüpfen."
Christian Streich (Trainer des SC Freiburg): "Ich habe das Spiel so erwartet, habe Hoffenheim so selbstbewusst erwartet. Ich habe den Jungs gesagt, dass sie sich richtig quälen müssen. Hoffenheim hat sich zurückgezogen, die Räume eng gemacht. Wir haben uns reingearbeitet ins Spiel. Am Ende ist es aus unserer Sicht ein korrektes 1:1. Nach dem Ausgleich hatte ich noch das Gefühl, dass wir das 2:1 machen könnten - das wäre dann aber zu viel gewesen. Ich habe auch ein taktisch gutes Spiel gesehen."
Christian Günter (Kapitän des SC Freiburg): "Ich glaube, es war ein gerechtes Unentschieden. Beide Mannschaften hatten Chancen, wir hatten noch etwas mehr Ballbesitz, aber insgesamt glaube ich ein verdientes Unentschieden und wir können mit dem Punkt leben. Es war natürlich schwer gegen Hoffenheim, wenn sie so tief stehen, noch ein 1:0 aufzuholen, deshalb war es ok."

Der Tweet zum Spiel:

Das fiel auf: Eine Punkteteilung, die keinem was bringt!

Am Ende des Tages war die Punkteteilung im Schwarzwald-Stadion gerecht, doch so richtig bringt es keinem der beiden Klubs etwas. Um den rechnerischen Klassenerhalt quasi schon festzumachen, hätten die Kraichgauer heute drei Zähler gebraucht, um auf 38 Zähler zu kommen und die Konkurrenz auf Distanz zu halten. Die Mainzer, die heute überraschend einen Sieg gegen Bayern München feiern konnten, sind nun mit einem Spiel weniger bereits auf zwei Zähler rangerückt und auch der Relegationsplatz ist insgesamt nur sieben Punkte entfernt. Freiburg hingegen braucht jeden Punkt im Kampf um die europäischen Plätze, auch weil Union Berlin heute zeitgleich gegen Bremen gewann und nun fünf Punkte entfernt ist, die Köpenicker haben allerdings auch ein Spiel mehr.

Die Statistik: 34,46 km/h

Mit fast 34,6 km/h war Christian Günter heute der schnellste Mann auf dem Platz. Das ist der zweitschnellste registrierte Wert eines Freiburgers in der laufenden Saison. Getoppt wurde das nur von ihm selber, der Kapitän kam in der aktuellen Spielzeit einmal bereits auf 34,96 km/h.
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