Die nächsten Spiele werden mit Hochspannung erwartet.
Für Borussia Dortmund werden die kommenden Wochen zu einem richtungweisenden Drahtseilakt. Einerseits stehen in DFB-Pokal und Meisterschaft schwere Prüfungen auf dem sportlichen Plan.
Andererseits müssen im Hintergrund die Weichen für eine erfolgreiche(re) Zukunft gestellt werden. Besonders in Personalfragen arbeitet das Führungsquartett Michael Zorc, Hans-Joachim Watzke, Sebastian Kehl und Berater Matthias Sammer viele Aufgaben ab.
Serie A
Schalke-Fan Gosens kann sich Wechsel zum BVB vorstellen
27/04/2021 AM 11:08
Einige sind komplizierter zu lösen als andere. Alle aber haben Auswirkungen auf den Kader für die kommende Saison. Um diese Personalien geht es beim BVB.

Baustelle Tor: Wird Bürki verscherbelt, damit Kobel kommt?

Seit Sommer 2015 steht Roman Bürki im Tor von Borussia Dortmund. Mal war der Schweizer mehr, mal weniger unumstritten. In der laufenden Saison verlor er aber seinen Stammplatz.
Nun ist der 30-Jährige abkömmlich. Mehr noch: Die Borussia sucht offensiv nach einem Abnehmer für Bürki, würde diesen laut "Sport Bild" sogar für die Schnäppchensumme von fünf Millionen Euro verkaufen, um sich im Tor neu aufstellen zu können.
Den Job zwischen den Pfosten soll nach Möglichkeit ein weiterer Schweizer übernehmen: Gregor Kobel vom VfB Stuttgart. Wie die "Stuttgarter Nachrichten" berichten, soll der 23-Jährige für 16-18 Millionen Euro nach Dortmund kommen, selbst wenn die Champions League verpasst würde.
Der derzeitige Keeper Marwin Hitz hat einen Vertrag bis ins Jahr 2023 und soll als Nummer zwei im Verein bleiben.

Roman Bürki

Fotocredit: Getty Images

Bleibt Terzic doch nicht beim BVB?

Eigentlich war die Sache ausgemacht. Edin Terzic würde die Mannschaft nach der Entlassung von Lucien Favre im Dezember 2020 als Übergangstrainer durch die Saison führen und dann zurückkehren ins zweite Glied.
So hatte der 38-Jährige auch stets betont, ohne Groll als Co-Trainer unter dem kommenden Chefcoach Marco Rose arbeiten zu wollen. Kommt es nun aber doch noch anders?
Die guten Leistungen Terzics und das sich wild drehende Trainerkarussell haben die Voraussetzungen verändert. So taucht der Name des BVB-Coaches auf den Shortlists einiger Bundesligakonkurrenten aus.
Wie die "WAZ" berichtet, soll der VfL Wolfsburg seine Fühler nach Terzic ausgestreckt haben, für den Fall, dass Erfolgscoach Oliver Glasner den Verein im Sommer verlässt.
Kommt es zu einem solchen Angebot, würde Terzic wohl ins Grübeln kommen. Und die Borussia bräuchte einen neuen Co-Trainer.

Edin Terzic coacht Erling Haaland

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Vertragsverlängerungen und Abschiede

Die eher durchwachsene Saison hat für jede Menge Kopfzerbrechen, gleichzeitig aber auch für Klarheit in einigen überraschenden Personalien gesorgt. So spielten sich einige Spieler in den Mittelpunkt, von denen dies nicht zwingend erwartet wurde.
Jude Bellingham zum Beispiel. Der 17-Jährige kam vor Beginn der Spielzeit als Versprechen für die Zukunft aus der zweiten englischen Liga. Mittlerweile ist er aber nicht mehr aus dem Team wegzudenken und soll einen neuen Vertrag (läuft derzeit bis 2023) samt Gehaltsverdoppelung auf über fünf Millionen Euro bekommen.
Auch Mo Dahoud hat sich durch starke Leistungen unter Terzic in Position gebracht. Mit dem Nationalspieler wollen die Bosse gern verlängern. Der Spieler selbst zögert aber noch, will wissen, ob auch Rose mit ihm plant.
Schon unterschrieben hat Felix Passlack. Der 22-Jährige war ursprünglich bis zum Sommer an den Verein gebunden. Nun soll er - nach "Sport1"-Informationen - bis 2023 eine Außenverteidiger-Alternative bieten.
Die Vereinsikonen Lukasz Piszczek und Marcel Schmelzer werden nach Ablauf dieser Saison nicht mehr im Kader stehen. Die altgedienten Stars der Klopp-Jahre erhalten keine neuen Verträge.

Jadon Sancho (l.) und Erling Haaland

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Viel hängt an Haaland und Sancho

Wie umfangreich die Neuausrichtung des Kaders unter dem neuen Trainer zur kommenden Saison ausfällt, hängt stark von zwei Faktoren ab - dem sportlichen Erfolg in den letzten Wochen der aktuellen Spielzeit und zwei potentiellen Spielerverkäufen im Sommer.
Und dabei scheint es so, als hätten Jadon Sancho und Erling Haaland ihre eigene Zukunft zu großen Teilen selbst in der Hand.
Die beiden Offensivstars sind die absoluten Schlüsselspieler in der Offensive der Borussia. Halten sie ihre derzeitige Form, ist gut möglich, dass der BVB Anfang Mai nicht nur den DFB-Pokalsieg (Halbfinale gegen Kiel, Finale gegen Leipzig oder Bremen) feiert, sondern obendrein auch noch die Champions League erreicht.
Besonders die Qualifikation für die Königsklasse würde viel erleichtern, gerade finanziell. Durch die Corona-Pandemie ist der Verein gebeutelt. Ein Verpassen der prallgefüllten Geldtöpfe würde noch tiefer ins Kontor schlagen und angedachte Transfers erschweren.
Schafft man Platz vier aber noch, würde dies neben weiteren finanziellen Mitteln auch die Hoffnungen auf einen Verbleib des kongenialen Duos Haaland/Sancho erhöhen.
Beide sind Ausnahmetalente und sehen sich auf Dauer in der Champions League. Sancho stand schon im Sommer 2020 kurz vor dem Abflug nach Manchester, Haalands Berater machten erst kürzlich durch eine ausgedehnte Europa-Tournee auf sich aufmerksam.
In der BVB-Chefetage würde man eine erfolgreiche Saison-Schlussphase mit Königsklassen-Quali wohl mit Handkuss nehmen. Klar ist aber auch: Der Verkauf des Tafelsilbers könnte ebenso eine reizvolle Option sein.
Sowohl Sancho als auch Haaland dürften mehr als 100 Millionen Euro einbringen.
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