Letztendlich gaben für uns die Aspekte Weiterentwicklung (...) und Strategie in der Kaderplanung den Ausschlag", sagte Lutz Michael Fröhlich.
Der ehemalige FIFA-Referee Gräfe sowie seine Kollegen Guido Winkmann und Markus Schmidt sind allesamt im vergangenen Jahr 47 Jahre alt geworden und dürfen deshalb laut Statuten künftig nicht mehr in der Bundesliga pfeifen.
Dies hatte Gräfe zuletzt im "Sportschau"-Interview kritisiert: "Ich höre oft, dass es nicht sein könne, dass ich nun nur aufgrund einer vor Jahrzehnten vom DFB festgelegten Altersgrenze aufhören soll."
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Auch Winkmann würde gerne noch weitermachen.

Gräfe und Co. können noch als VAR eingesetzt werden

Fröhlich habe gemeinsam mit dem DFB das Anliegen der beiden Referees "sehr ernsthaft aufgenommen und uns sehr intensiv damit auseinandergesetzt".
Letztlich habe man sich aber dazu entschieden, weiterhin "auf eine Fluktuation im Bereich der Unparteiischen auf dem Platz" zu setzen.
Nach ihrem Ausscheiden bei den Elite-Schiedsrichtern können Gräfe, Winkmann und Schmidt künftig weiterhin als Video-Assistenten eingesetzt werden, außerdem können sie sich beim Coaching der Drittliga-Referees beteiligen.

Brych und Siebert bei der EM dabei

Die deutschen Schiedsrichter Felix Brych (München) und Daniel Siebert (Berlin) gehören derweil zum Aufgebot für die Fußball-EM (11. Juni bis 11. Juli) im kommenden Sommer. Die Europäische Fußball-Union UEFA gab am Mittwoch den Kader für die 51 Spiele des paneuropäischen Turniers bekannt.
Für Brych, Weltschiedsrichter von 2017, ist es bereits das vierte Großturnier nach den Weltmeisterschaften 2014 und 2018 sowie der EURO 2016. Auch bei den Olympischen Spielen 2012 und beim Confederations Cup 2013 war er im Einsatz, zudem leitete Brych schon die Endspiele der Europa League (2014) und der Champions League (2017).
Für Siebert (36) ist es dagegen die Premiere. Der Berliner pfeift seit 2015 Länderspiele, kam bislang aber noch bei keinem Großereignis zum Einsatz.

Premiere: Frau bei Männer-EM dabei

Erstmals wird zudem eine Frau zum Referee-Team einer Männer-EM gehören. Die Französin Stephanie Frappart, Weltschiedsrichterin von 2019 und seit zwei Jahren auch bei bedeutenden Spielen im Männer-Fußball im Einsatz, wird als Vierte Offizielle zum Einsatz kommen.
Ergänzt wird das 18-köpfige Team der Haupt-Schiedsrichter erstmals durch einen Kollegen aus Übersee: Der Argentinier Fernando Rapallini wird für das Turnier nach Europa kommen, dies geschieht im Rahmen einer Kooperation zwischen der UEFA und dem südamerikanischen Dachverband CONMEBOL.
Im Gegenzug wird der Spanier Jesus Gil Manzano Teil des Schiedsrichter-Aufgebots für die Copa America in Argentinien und Kolumbien sein, die parallel zur EM stattfindet.
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