Selbst Weltfußballer Robert Lewandowski staunt derzeit über seinen ärgsten Verfolger im Rennen um die Torjägerkrone. So sehr, dass der "König der Angreifer" jüngst gar Andre Silva als möglichen Thronfolger ins Gespräch brachte.
Klar, in der Bundesliga gebe es im Moment "drei oder vier richtig gute Stürmer", schwärmte der Pole bei der Frage nach seinem Nachfolger, vor allem, "wenn wir nach Frankfurt oder Dortmund schauen".
Im Spitzenspiel zwischen Eintracht Frankfurt und den Klub-Weltmeistern von Bayern München kommt es am Samstag (15:30 Uhr im Liveticker) wohl zum direkten Duell der beiden Überflieger. Lewandowski, der mit 25 Toren nach 21 Spielen den nächsten Bundesliga-Rekord knackte, thront zwar noch nahezu uneinholbar an der Spitze, den Traum von der Krone wird Silva aber wohl kaum kampflos aufgeben.
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Gegen die Bayern könnte der Hoffnungsträger seinen Lauf fortsetzen - sofern er bis dahin seine Rückenprobleme überwindet. Der Portugiese sei "leicht angeschlagen", Silva habe das Training am Mittwoch abgebrochen und am Donnerstag komplett ausgesetzt, sagte Trainer Adi Hütter: "Wir unternehmen alles, damit er fit wird."

Frankfurt ist das Team der Stunde

Schließlich verzückt der Portugiese, von Superstar Cristiano Ronaldo höchstpersönlich zum legitimen Nachfolger in der Nationalelf auserkoren, derzeit ganz Frankfurt.
Die Eintracht ist aktuell auch die Mannschaft der Stunde, weil sie den Stürmer der Stunde in ihren Reihen hat. "Mit 18 Toren bist du eigentlich auf dem Weg zum Torschützenkönig", sagte Frankfurts Sportvorstand Fredi Bobic: "Das Problem ist nur, dass es Robert Lewandowski gibt."
Der Pole marschiert scheinbar unaufhaltsam in Richtung des "ewigen" Rekordes von Gerd Müller. Doch obwohl die 40-Tore-Marke in dieser Spielzeit wackelt, sieht der frühere Ego-Shooter Lewandowski mittlerweile das Team im Fokus.
"Ein Stürmer ohne Mannschaft, das funktioniert nicht so gut, sie spielt auch für mich", sagte Lewandowski über sein Erfolgsgeheimnis. Genau darauf kann sich Silva derzeit auch bei den Hessen verlassen.

Silva blüht bei der Eintracht auf

Im Duell der besten Offensivreihen der Liga stehen aber vor allem die Stürmer im Fokus. Obwohl Lewandowski seinem Widersacher als das Maß aller Dinge seiner Zunft und fünfmaliger Torschützenkönig deutlich voraus ist, ähneln sich die Torjäger. Beide sind technisch stark, beidfüßig, kopfballstark und treffen mit einer unnachahmlichen Selbstverständlichkeit. Dazu scheint es gerade so, als treibe Lewandowskis Rekordjagd auch Silva zu Höchstleistungen.
Nach seinem Wechsel 2019 an den Main blüht der 25-Jährige als eiskalter Vollstrecker nun endlich auf. In diesem Jahr traf in Europas Top-Ligen niemand häufiger als er, nicht Ronaldo, nicht Lionel Messi und auch nicht Lewandowski. Mit neun Toren nach dem Jahreswechsel befeuert Silva maßgeblich die Frankfurter Hoffnungen auf die Champions League - und kratzt am Saisonrekord von Vereinsikone Bernd Hölzenbein (26 Tore).
"Wir sind sehr glücklich mit ihm, und auch er ist sehr glücklich", sagte Bobic. Demnächst muss er sich aber wohl mit lukrativen Angeboten für seinen Musterstürmer, der einen Vertrag bis 2023 besitzt, beschäftigen, denn längst sollen Atletico Madrid und Manchester United ihre Fühler ausgestreckt haben.
Lewandowski jedenfalls hat offenbar bereits eine Idee, wo Silvas Weg hinführen könnte.
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