Silva (2./41.) gelang schon vor der Pause sein sechster Doppelpack der Saison, außerdem trafen Filip Kostic (39.) und Timothy Chandler (90.+2) - Unions Robert Andrich (35.) unterlief ein Eigentor. Die Berliner kassierten dagegen trotz eines Doppelpacks von Max Kruse (7./45.+3) vor der Länderspielpause einen empfindlichen Rückschlag im Rennen um Europa. Bei neun Punkten Rückstand dürfte die Eintracht schon außer Reichweite sein.
Und das obwohl am Samstag bei den Frankfurtern neben den gesperrten Amin Younes und Tuta auch Abwehrchef Martin Hinteregger weiter verletzt fehlte. Ohne den Ruhepol in der Defensive entwickelte sich ein wildes Spiel Schon nach 54 Sekunden musste Djibril Sow für den geschlagenen Kevin Trapp auf der Linie retten.
Keine Minute später leitete der Schweizer auf der Gegenseite mit einem Traumpass auf Kostic den Führungstreffer ein, dessen Hereingabe musste Silva aus vier Metern nur noch über die Linie drücken.
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VOR 8 STUNDEN
Es war ein Tor der Rekorde: Als erster Frankfurter knackte der Portugiese schon am 26 Spieltag die Marke von 20 Treffern und die Eintracht stellte ihre Bestmarke aus dem Jahr 1992 mit dem 21. Spiel in Serie mit mindestens einem Tor ein. Doch Union ließ sich von dem frühen Rückstand nicht aus dem Konzept bringen - im Gegenteil. Kruse hatte nach Fehler von Hasebe mit einem überlegten Flachschuss gleich die Antwort parat.
Der für den beim Aufwärmen verletzten Petar Musa in die Startelf gerückte Joel Pohjanpalo hätte die Partie sogar komplett drehen können, doch erneut Sow auf der Linie (20.) und dann Trapp (21.) retteten für die Eintracht.
In Folge bekam die Hütter-Elf die Partie etwas besser unter Kontrolle und Andrich leitete mit seinem Slapstick-Eigentor aus 25 Metern eine irre Schlussphase der ersten Halbzeit ein.
Erst vollendeten Kostic und Silva gegen die drittbeste Abwehr der Liga zwei blitzschnell vorgetragene Konter, dann sorgte Kruse einen Tag nach seinem 33. Geburtstag per Kopfballbogenlampe für den Pausenstand.
Nach dem Wechsel stabilisierten sich beide Defensivreihen etwas, die Torraumszenen wurden seltener. In der Schlussphase wackelte Frankfurt nochmal etwas, doch Keita Endo (69.) vergab für Union völlig freistehend.

Die Stimmen zum Spiel:

Djibril Sow (Eintracht Frankfurt): "Ich glaube das 4:2 vor der Halbzeit war dann ein bisschen der Knackpunkt für die zweite Halbzeit. Wir haben uns zu sehr darauf konzentriert, diese zwei Tore Führung zu verteidigen und immer wenn wir das machen, werden wir zu passiv und sind nicht mehr wirklich gut im Spiel drin. Wenn wir so spielen wie in der Phase vor dem Pausenpfiff, dann sind wir schwer zu schlagen."
Kevin Trapp (Eintracht Frankfurt): "Wir haben die Tore genau zum richtigen Zeitpunkt gemacht. Gefühlt jeder Angriff von Union war gefährlich, wenn diese Dinger reingehen, dann wird es ein sehr interessantes Spiel für die Zuschauer, aber so ist es zum Glück gut für uns ausgegangen."
Andreas Luthe (Union Berlin): "Frankfurt war schon effizienter. So viele Chancen, wie wir sie hatten, habe ich in der Bundesliga noch nie gesehen, muss ich ehrlich gestehen. Sie haben es natürlich eiskalt gemacht, wir haben es ihnen auf unserer Seite das eine oder andere Mal echt leicht gemacht. Ein bis zwei Tore sind dann doch hergeschenkt, am Ende hapert es aber auch an der eigenen Chancenverwertung."
Urs Fischer (Trainer Union Berlin): "Wenn du so spielst wie wir in der ersten Hälfte, ohne Organisation, ohne Kompaktheit, dann bekommt man auch mal drei Tore in sechs Minuten. In der zweiten Hälfte hat man gesehen, dass das Spiel anders aussehen kann, wenn wir anders auftreten. Wir sind zu großen Möglichkeiten gekommen und hätten eigentlich nochmal den Anschluss machen können. Dann wäre das Spiel vielleicht noch interessanter verlaufen. Bei dem Eigentor war viel Pech dabei."
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