Nach dem fünften Sieg in den letzten sieben Spielen mit der Mannschaft der Stunde gönnte sich Martin Hinteregger einen vorsichtigen Blick auf die Europapokalplätze. "Da vorne ist es extrem eng", sagte der Abwehrspieler von Eintracht Frankfurt nach dem souveränen 5:1 (3:1) bei Arminia Bielefeld bei "Sky": "Qualität haben wir. Wo es hingeht? Mal sehen." Auf jeden Fall reden die Hessen, die seit sieben Runden ungeschlagen sind, mehr als nur ein Wörtchen um die internationalen Plätze mit. Als Tabellensechster sind sie aktuell nur zwei Punkte von einem Champions-League-Rang entfernt.
"Wir waren über das ganze Spiel dominant, haben den Ball richtig gut laufen lassen, waren in jeder Aktion da", fasste Hinteregger zusammen, "es macht Riesenspaß." Torjäger Andre Silva (25., 33.) und der unaufhaltsame Filip Kostic (27.) hatten mit einem Dreierschlag früh für klare Verhältnisse gesorgt. Nach scharfem Pass des Serben Kostic traf zudem der unglückliche Joakim Nilsson (51.) ins eigene Tor. Rückkehrer Luka Jovic (75.) setzte den Schlusspunkt.
Sergio Cordova (36.) gelang nur der zwischenzeitliche Anschlusstreffer für die Bielefelder, die ihre höchste Bundesliga-Heimniederlage seit dem 8. September 1984 (2:7 gegen den VfB Stuttgart) kassierten.
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"Alles, was uns in den letzten Spielen ausgezeichnet hat, haben wir komplett vermissen lassen", gab Außenverteidiger Cedric Brunner zu: "Wir wurden mal richtig bestraft und haben eine Klatsche gekriegt." Zuvor waren die Ostwestfalen dreimal unbesiegt geblieben und hatten bei Saisonhalbzeit überraschend einen Nichtabstiegsplatz eingenommen. Aufsteiger Bielefeld stand in der Anfangsphase dicht gestaffelt und unterband effizient die Kombinationsversuche der fußballerisch überlegenen Gäste, bei denen Jovic erneut nicht in der Startelf stand.

Frankfurt behält die Kontrolle

Für die Führung benötigte Frankfurt gleich mehrere kuriose Umstände. Zunächst reklamierte Bielefeld ein Foulspiel, Schiedsrichter Robert Schröder stand in der Nähe und ließ weiterlaufen. Sekunden später schoss Nilsson seinen Abwehrkollegen Amos Pieper beim Klärungsversuch an, der Ball landete vor den Füßen des freistehenden Silva, der eiskalt vollstreckte.
Für Bielefelds Torhüter Stefan Ortega, seit Donnerstag frischgebackener Vater, riss mit dem 0:1 eine Serie von 327 Minuten ohne Gegentor. Weitere Folge war ein Bruch im Spiel des Aufsteigers. Nur 114 Sekunden später zog Kostic aus fast 30 Metern ab und traf am regungslosen Ortega vorbei ins untere Eck.
Kostic war auch Vorbereiter des dritten Frankfurter Tores durch den Portugiesen Silva, der aus wenigen Metern sein 14. Saisontor erzielte. Vorausgegangen war ein weiterer starker Flankenlauf des 2014er-Weltmeisters Erik Durm.
Bielefeld aber steckte nicht auf, nach der Hereingabe von Cedric Brunner sprang der vom FC Augsburg ausgeliehene Cordova am höchsten und überwand den bis dahin weitgehend beschäftigungslosen Kevin Trapp im SGE-Tor. Frankfurt verlor allerdings nie die Kontrolle. Vor allem Kostic und auch der wendige Daichi Kamada waren für die Bielefelder Defensive nicht zu kontrollieren, nach dem 1:4 war die Partie endgültig entschieden.
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