Die störenden Fragen nach Fredi Bobic bügelte Adi Hütter genervt ab. Die Zukunft des Sportvorstandes von Eintracht Frankfurt sei nicht sein Bereich und er nicht derjenige, der zu diesem Thema die Antworten gebe, raunzte der Trainer der Hessen nach dem nächsten Dämpfer im Kampf um die Königsklasse: "Das ist eine andere Ebene und hat mit uns wenig zu tun."
Und dennoch rumorte es auch nach dem 1:1 (0:0) gegen den VfB Stuttgart im Frankfurter Stadtwald - der "Fall Bobic" ist längst noch nicht abgeschlossen. "Wir sind Profis, wir haben unseren Job so zu machen, dass wir uns dieses Thema vom Hals halten", forderte Hütter. Schließlich bleiben die Ziele des Klubs trotz des Alleingangs des wechselwilligen Baumeisters hoch.
Am Mittwoch soll in einer Sitzung des Aufsichtsrates Klarheit über die Situation gewonnen werden, in die Bobic die Eintracht mit seinem offenbar unerwarteten Wechselwunsch gebracht hat. Und während Hertha-Boss Carsten Schmidt noch jegliche Gespräche dementierte, dürfte es in Frankfurt in den kommenden Tagen bereits um eine mögliche Vertragsauflösung oder die Ablösesumme gehen. Die Störfeuer sollen umgehend gelöscht werden.
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Wie es im Sommer weitergeht, ist derzeit völlig offen. Mögliche Nachfolger wie Christoph Spycher (Young Boys Bern) oder Jonas Boldt (Hamburger SV) haben einen Wechsel bereits ausgeschlossen.

Eintracht gibt Ben Manga mehr Verantwortung

In Ben Manga beförderte die Eintracht jüngst immerhin einen Bobic-Vertrauten zum Direktor Profifußball und fängt damit den Abgang von Sportdirektor Bruno Hübner auf. Dennoch hinterlässt Bobic, der seine Vorgesetzten offenbar kalt erwischte, die größte Baustelle.
Hütter beteuerte jedenfalls, dass der große Knatsch keinerlei Einfluss auf die Mannschaft gehabt hätte. "Das interessiert dich als Spieler nicht", sagte der Österreicher, der Unterstützung von Kevin Trapp erhielt.
"Der Trainer, der Staff und die Mannschaft bleiben soweit gleich und wir haben die Möglichkeit, in diesem Jahr viel zu erreichen", sagte der Torhüter. Deswegen solle Bobics Zukunft nicht zu hoch gehängt werden.
Doch die riesige Euphoriewelle, auf der Frankfurt elf Spiele ungeschlagen geritten war, ist innerhalb von rund einer Woche insbesondere durch Bobics Verhalten gebrochen. Gegen Stuttgart fehlte der Hütter-Elf, die nach dem Treffer von Sasa Kalajdzic (68.) durch Filip Kostic (69.) umgehend antwortete, wie schon in Bremen die Leichtigkeit. "Wir sind nach dem Rückstand zurückgekommen. Das spricht für die Mentalität und unseren Charakter", lobte Hütter zumindest.

Trapp: Eintracht solle "stolz darauf sein, wo wir stehen"

Trotz der kleinen Schwächephase ist die Eintracht weiter mittendrin im Rennen - und mit dem Auswärtsspiel bei RB Leipzig am Sonntag (15:30 Uhr) in einer Woche starten die entscheidenden Wochen.
Deshalb solle der Klub "stolz darauf sein, wo wir stehen", sagte Trapp. Und auch Martin Hinteregger hob in der "ARD" die positiven Dinge hervor: "Eintracht Frankfurt ist zehn Spiele vor dem Ende auf Platz vier. Ey, das ist doch geil."
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(SID)

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