Eintracht Frankfurt kommt der Champions League dank eines Offensivfeuerwerks immer näher. Die Hessen gewannen auch das nächste Schlüsselspiel im Rennen um die Königsklasse gegen den VfL Wolfsburg mit 4:3 (2:1) und vergrößerten damit ihr Polster auf Platz fünf zumindest vorübergehend auf zehn Punkte. Nach dem Erfolg im direkten Duell winkt nun sogar Platz drei, die Wölfe sind nur noch einen Zähler voraus.
Daichi Kamada (8.), Luka Jovic (27.), Andre Silva (54.) und Erik Durm (61.) trafen gegen die bis dahin beste Defensive der Liga und sorgten trotz des Eigentors von Tuta (84.) nach mehr als fünf Jahren mal wieder für einen Heimsieg gegen die Wölfe. Für den VfL, für den Ridle Baku (6.) und Wout Weghorst (46.) trafen, war die erst zweite Pleite der Rückrunde im Kampf um die Königsklasse allerdings kein Beinbruch, die Chancen sind weiter bestens.
Adi Hütter hatte sein Team nach den Big-Points in Dortmund (2:1) gewarnt, zu sehr in den Verwaltungsmodus zu schalten. "Es ist immer ratsam, auch mal in den Rückspiegel zu schauen. Das Ziel beim Autofahren ist aber dennoch, nach vorne zu schauen", sagte der Österreicher: "Das werden wir auch im Fußball tun."
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Doch zunächst wurde die Eintracht ohne ihren zunächst auf der Bank sitzenden Nationalspieler Amin Younes und den weiter verletzt fehlenden Abwehrchef Martin Hinteregger hinten überrumpelt. Wolfsburg legte los wie die Feuerwehr. Yannick Gerhardt (3.) scheiterte zunächst noch am glänzend reagierenden Kevin Trapp, beim perfekten Schlenzer von der Strafraumkante von Baku war der Schlussmann dann allerdings machtlos.
Angepeitscht von den Anfeuerungsrufen von rund 40 Fans vor dem Stadion hatten die Hessen aber die passende Antwort parat. Kamada verwertete aus 14 Metern einen perfekten Rückpass von Erik Durm. Beide Teams zeigten von Beginn an, warum sie im Rennen um die Königsklasse beste Karten haben. Es entwickelte sich eine ausgeglichene Begegnung auf höchstem Niveau.
Wolfsburg kombinierte sich ein ums andere Mal über die rechte Seite und den überragenden Baku gefährlich in den Strafraum, auf der Gegenseite sorgten Silva, Jovic und Kamada für mächtig Wirbel. Jovic scheiterte erst per Kopf an der Unterkante der Latte (13.), ehe er nach perfektem Rückpass von Andre Silva seine Torflaute von neun Spielen beendete.
Nach dem Wechsel erwischte der VfL erneut einen Blitzstart, mit dem ersten Angriff traf Weghorst. Doch damit nahm das Spektakel erst richtig seinen Lauf. Die Eintracht antwortete erneut schnell - und diesmal sogar gleich doppelt. Trotz Vorsprung ließ sich die SGE in der Schlussphase auf einen offenen Schlagabtausch ein, beide Teams kamen noch zu einigen Chancen.

Die Stimmen:

Adi Hütter (Trainer Eintracht Frankfurt): "Es war ein absolut spektakuläres Spiel, das ein ausverkauftes Haus verdient gehabt hätte. Das war ein Husarenritt. Nach dem Rückstand war es ein Knackpunkt, gleich den Ausgleichstreffer zu erzielen. Wolfsburg ist eine extrem starke Mannschaft. Wir können uns extrem freuen, dass wir drei Punkte geholt haben."
Oliver Glasner (Trainer VfL Wolfsburg): "Wir sind sehr enttäuscht. Die Niederlage hätte nicht sein müssen. Wir haben im Spiel nach vorne sehr viele Sachen richtig gemacht. Wir haben aber in der Defensive zu viele Fehler gemacht, Frankfurt war dazu sehr effizient. Wir werden uns schütteln und uns dann auf die nächsten Aufgaben vorbereiten."

Der Tweet zum Spiel:

Das fiel auf: Frankfurt bricht den Wolfsburg-Bann

In dieser Saison schafft es die Eintracht bereits mehrere Rechnungen aus der Vergangenheit zu begleichen. In der laufenden Spielzeit gewann die SGE unter anderem erstmals in seiner Bundesliga Geschichte in Mainz und konnte am vergangenen Spieltag eine Serie von neun Auswärtsniederlagen am Stück in Dortmund beenden. Die letzten vier Heimspiele gegen die Wölfe verlor die Eintracht ebenfalls allesamt und auch diese Serie wurde mit dem heutigen Sieg beendet.

Die Statistik: 12

In dieser Saison hat die Eintracht bereits zwölfmal nach einem Rückstand noch gepunktet. Dies gelang der SGE nur in der Saison 1969/70.
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(mit SID)

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