Direkt nach zwei Minuten gab es die erste Gelegenheit für die Gäste, als Tanguy Coulibaly nach einem starken Solo-Lauf mit der Hacke für Silas Wamangituka ablegte - dessen Schuss ging jedoch deutlich übers Tor.
Auf der Gegenseite gab es den ersten Abschluss in Form eines Kopfballs von Amin Younes, der nach einer Flanke von Filip Kostic aus fünf Metern an Gregor Kobel scheiterte (4.). Beide Mannschaften neutralisierten sich in der Folge - Chancen wurden zur Mangelware.
Nach einer Flanke von Borna Sosa kam Sasa Kalajdzic am zweiten Pfosten zum Kopfball, doch er verfehlte das Tor deutlich (22.). Nur drei Minuten später spielte Kempf einen genialen langen Ball in den Lauf von Coulibaly, der das Leder mit der Brust annahm, seinen Seitfallzieher-Versuch jedoch versemmelte.
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Kurz vor der Pause wurde Frankfurt dann noch einmal gefährlich, als André Silva nach einer Flanke von Kostic aus elf Metern mit links zum Abschluss kam, allerdings an Kobel scheiterte (43.).
Nur wenige Minuten nach der Pause hätten die Gäste eigentlich in Führung gehen müssen, doch Konstantinos Mavropanos verfehlte nach einer Ecke von Sosa aus fünf Metern freistehend das Tor (53.).
Dafür zappelte nur zwei Minuten später der Ball im eigenen Netz, als Kostic ein Zuspiel von Evan N'Dicka bekam und aus halb rechter Position flach ins lange Eck traf. Luka Jovic stand zuvor jedoch im Abseits, sodass der Treffer nicht zählte (55.).
Kurz darauf gingen dann die Stuttgarter in Führung. Nach toller Vorarbeit von Marc-Oliver Kempf, der Kalajdzic mit einem Chip-Pass rechts im Sechzehner bediente, stocherte der Österreicher das Leder trotz technischer Probleme zum 1:0 ins Netz (68.).
Doch die Führung wehrte nicht lange, denn die Frankfurter glichen quasi im direkten Gegenzug aus. Nach einem geblockten Schuss von Jovic kam der Ball links in den Sechzehner zu Kostic, der erneut flach ins lange Eck traf (69.).
Die Eintracht wollte nun mehr: Sosa blockte einen Seitfallzieher-Abschluss von Jovic mit dem Kopf und verhinderte die mögliche Führung der Hausherren (72.). Kurz vor dem Ende drehte die Eintracht noch mal auf und erspielte sich etliche Torchancen.
Zunächst verfehlte Jovic mit einem Kopfball aus elf Metern nur knapp das Tor (86.). Nach einer weiteren Ecke köpfte Martin Hinteregger freistehend aus dem Rückraum aufs Tor, doch platzierte den Versuch genau auf Kobel (89.).
In der letzten Minute versuchte es Silva noch einmal mit einem Seitfallzieher aus kürzester Distanz, doch erneut war der Schweizer Schlussmann zur Stelle (90.+4).

Die Stimmen:

Adi Hütter (Trainer Eintracht Frankfurt): "Ich bin hinten raus mit dem Punkt gar nicht so unzufrieden. In der ersten Halbzeit haben wir uns schwergetan. In der zweiten Halbzeit war es ein Spiel, wie ich es mir vorstelle. Das ist nicht immer so einfach, nach einer Niederlage wieder zurückzuschlagen. Es ist immer noch so, dass wir vorne dabei sind. Wir sind lieber vorne und werden gejagt, als hinten und man muss jagen."
Pellegrino Matarazzo (Trainer VfB Stuttgart): "Wir sind gut ins Spiel gekommen, haben guten Fußball gespielt. Es war eine sehr ordentliche Offensivleistung, defensiv genauso. In der zweiten Halbzeit war es ein anderes Spiel, weil Frankfurt mehr ins Offensivspiel gegangen ist. Wir haben kompakt verteidigt und durch die vielen Standards in den letzten zehn Minuten leiden müssen. Am Ende steht ein verdienter Punkt."
Martin Hinteregger (Eintracht Frankfurt): "Es war ein intensives Spiel. Es war wie erwartet, ein umkämpftes Spiel, es gab viele Zweikämpfe und Duelle. Wir haben richtig gut verteidigt, Stuttgart ist eine sehr gute Umschaltmannschaft und wir haben diese Angriffe sehr schnell unterbunden, das war gut. Wir haben dann auch mehr Torchancen gehabt, weshalb wir nicht ganz happy sind mit dem Unentschieden."

Der Tweet zum Spiel:

Das fiel auf: Kalajdzic entscheidet Torjäger-Duell für sich

André Silva ist mit 19 Toren auf dem besten Weg, einen neuen Frankfurter Torrekord binnen einer Spielzeit aufzustellen. Dem Portugiesen fehlt lediglich noch ein Treffer, um mit Anthony Yeboah, der in der Saison 1992/93 20 mal einnetzte, gleichzuziehen. Vor dem Spiel gegen Stuttgart traf Silva in jedem der letzten fünf Bundesliga-Spielen - genau wie sein Gegenüber Sasa Kalajdzic. Allerdings konnte nur Kalajdzic, der die zwischenzeitliche Führung der Gäste erzielte, seine persönliche Serie fortsetzen. Der Österreicher steht damit bei sieben Toren in den letzten sechs Spielen.

Die Statistik: 20

Martin Hinteregger holte sich zwar früh eine Gelbe Karte ab, schaffte es aber dennoch über die 90 Minuten nie Gelb-Rot gefährdet zu sein. Der Österreicher gewann 20 Zweikämpfe und war damit maßgeblich am Punktgewinn der Frankfurter beteiligt.
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