So lief das Spiel:

Leipzig-Trainer Julian Nagelsmann setzte trotz der Länderspiel-Belastung auf viele Nationalspieler in der Anfangsformation. Auf der anderen Seite rotierte Heiko Herrlich bei Augsburg auch aufgrund von Krankheiten ein wenig und verhalf Mads Pedersen, Tobias Strobl und Frederik Jensen zu ihrem Startelfdebüt.

Bundesliga
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17/10/2020 AM 08:10

Im (tabellarischen) Spitzenspiel des vierten Spieltags zwischen dem Tabellenersten Leipzig und dem Tabellenzweiten Augsburg agierten beide Mannschaften mit viel Einsatz. Leipzig übernahm nach ein paar Minuten die Spielkontrolle, aber Augsburg verteidige konzentriert und couragiert.

Mit der Zeit wurde aber der Leipziger Druck größer und durch Dani Olmo kamen die Gäste zu ihrer ersten vernünftigen Gelegenheit (17.). Ansonsten taten sich die Gäste trotz Daueroffensive schwer, eine Lücke in der Augsburger Defensive zu finden.

Auf der anderen Seite brachte ein Freistoß von Michael Gregoritsch, der über den Kopf des freistehenden Tobias Strobl strich, die beste Chance für die Augsburger (33.).

Als sich schon alle auf eine torlose erste Hälfte eingestellt hatten, brach der Bann dann plötzlich doch noch. Olmo dribbelte über die rechte Seite in den Strafraum, flankte butterweich und fand am zweiten Pfosten den eingelaufenen Angeliño. Der Spanier köpfte den Ball aus kurzer Distanz zur 1:0-Führung ein (45.).

Augsburg ließ sich aber auch durch das späte Gegentor nicht aus dem Konzept bringen und blieb im zweiten Durchgang ähnlich konzentriert. Durch Daniel Caligiuri hatten sie auch die erste Gelegenheit der zweiten Hälfte (47.), auch wenn der Schuss eher ungefährlich blieb. Abgesehen davon hatte Leipzig weiterhin den Ball, tat sich aber erneut schwer, Chancen zu kreieren.

Das vorentscheidende 2:0 erzielte dann aber der in der gleichen Minute eingewechselte Yussuf Poulsen mit einem Traumtor (66.). Nach einer Direktpass-Kombination über Marcel Halstenberg und Olmo landete der Ball beim Dänen, der aus halblinker Position volley abzog und den Ball genau im Eck unterbrachte.

Auch danach blieb Leipzig am Drücker, nur Florian Niederlechner hatte nochmal eine Chance auf den Anschlusstreffer, sein Abschluss war jedoch zu schwach (82.). Die letzte Aktion des Spiels hatte der eingewechselte Hee-Chan Hwang, der nach Auflage von Alexander Sörloth einen kräftigen Schuss an die Latte setzte (90.+3).

Am Ende war es ein hochverdienter Sieg für starke Leipziger, die sich allerdings gegen defensiv engagierte Augsburger vor dem Tor schwertaten. Von den Fuggerstädtern kam jedoch offensiv zu wenig, um hier einen Punkt zu holen.

Die Stimmen zum Spiel:

Michael Gregoritsch (FC Augsburg): "Wir bekommen zum schlechtesten Zeitpunkt kurz vor der Halbzeit das 1:0, gehen dann sehr enttäuscht in die Kabine. Wir haben es dann in der zweiten Hälfte einen Tick besser gemacht. Wir wollten gut stehen und schnell kontern. Aber hinten haben die natürlich drei Raketen drin. Wir haben wirklich gut gefightet. Wir haben eine gute Mannschaft, eine gute Breite im Kader und das wollen wir nutzen."

Angeliño (RB Leipzig): "Es war ein hartes Spiel. Gerade in der ersten Hälfte haben ihr einige Fehler gemacht. Wir haben danach einen guten Einsatz gezeigt. Das wichtigste ist am Ende, dass wir die drei Punkte holen konnten. Dani Olmo wusste, dass ich mich häufig in Richtung des langen Pfostens orientiere, das haben wir unter der Woche bereits besprochen. So ist mein Tor entstanden und ich bin sehr glücklich darüber."

Yussuf Poulsen (RB Leipzig): "Ich finde, wir haben das Spiel gut bestritten. Wir waren dominant in vielen Phasen des Spiels. Am Ende war es ein bisschen wild. Ich glaube, das ist auch normal nach so einer Länderspielpause, in der viele im Einsatz waren. Wir waren die bessere Mannschaft."

Das fiel auf: Zwei Einzelaktionen durchbrechen das Augsburger Bollwerk

Augsburg überzeugte in diesem Spiel vor allem durch eine starke Defensivleistung, mit der sie zuvor auch schon Borussia Dortmund zur Verzweiflung trieben. Leipzig erspielte sich trotz des vielen Ballbesitzes nur wenige Torgelegenheiten. Am Ende waren es zwei starke Einzelaktionen, die zu den Toren führten. Beim 1:0 setzte sich Olmo stark durch und spielte eine punktgenaue Flanke, die Angelino nur noch verwerten musste. Beim zweiten Treffer erwischte Poulsen den Ball perfekt. Auch deshalb hat Augsburg nach vier Spielen erst drei Gegentore kassiert. In der vergangenen Saison waren es am Saisonende noch 63.

Der Tweet zum Spiel:

Die Statistik: 170

170 Zentimeter misst Leipzigs linker Außenverteiger Angeliño. Damit würde man ihn nicht gerade als kopfballstarken Spieler einordnen. Nach dem Tor gegen Schalke 04 traf der Spanier nun aber bereits zum zweiten Mal mit dem Kopf und führt damit, wenn auch zu diesem frühen Zeitpunkt in der Saison, die Bundesliga mit Kopfballtoren an.

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