Die wichtigste Botschaft überbrachte Hansi Flick seinen Spielern nach dem 4:0 auf Schalke recht zügig. Zur Belohnung für den gelungenen Start in die Rückrunde spendierte der Chefübungsleiter des FC Bayern zwei freie Tage, am Mittwoch beginnt dann die Vorbereitung auf die Ligapartie am nächsten Samstag gegen die TSG 1899 Hoffenheim.
Die kleine Unterbrechung im Übungsbetrieb sei wichtig, um zwischendurch mal die Köpfe frei zu bekommen, erwähnte Flick. Und abgesehen davon sei ja auch dieser Aspekt ganz gut für die bajuwarischen Kicker: "Nicht jeden Tag den Trainer zu sehen."
Schließlich werden sich das Rasenpersonal des Rekordmeisters und ihr Coach bis zum Saisonausklang Ende Mai noch oft genug zu Gesicht bekommen. Und so wie jetzt zwei Wochen hintereinander zwischen den Samstag- und Sonntagterminen kein Spiel zu haben – das dürfte bis ins späte Frühjahr hinein die absolute Ausnahme bleiben.
Bundesliga
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Vorausgesetzt, den Bayern gelingt auch in diesem Jahr wieder, was sie im vergangenen Sommer geschafft haben: der Einzug ins Endspiel der Champions League.

FC Bayern blickt schon auf neue Ziele

Dass die Auseinandersetzungen mit den Topteams des Kontinents schon jetzt auf seinem Radar sind, daraus machte Flick vor der Abreise aus dem Ruhrgebiet ebenso wenig ein Geheimnis wie aus seiner Unzufriedenheit über manche Unebenheit beim Auftritt der Bayern.
Trotz des letztlich klaren Erfolgs über das abgeschlagene Liga-Schlusslicht monierte der 55-Jährige unter anderen die Positionierung seiner Spieler bei Ballbesitz, mahnte Verbesserungspotenzial bei der Ballzirkulation an oder wies in freundlicher Strenge auf die manchmal zu langsamen, manchmal zu risikobehafteten Aktionen seiner Mannschaft hin.
Die vergleichsweise üppigen Trainingsmöglichkeiten ab Mittwoch kommen Flick dabei sehr gelegen. Denn gerade wo sein Team nun eine angenehme Lücke von sieben Punkten zwischen sich und den ersten Verfolger Leipzig geblasen hat, rücken Termine wie die Klub-WM im Februar und – vor allem – der Start in die K.o.-Runden in der Königsklasse umso stärker in den Fokus.

Vorlage der Konkurrenz verwertet

Leipzig, Leverkusen, Dortmund – alle haben sie am Wochenende verloren. "Die Konkurrenz hat uns eine Vorlage gegeben, die haben wir verwertet", erklärte Flick am Sonntag im Tonfall eines Torjägers.
Und Thomas Müller, als leibhaftiger Goalgetter in Gelsenkirchen mit zwei Kopfballtreffern positiv aufgefallen, drehte den Scheinwerfer prompt ein gutes Stück weiter und erinnerte an den Triumph über Paris Saint-Germain im Finale von Lissabon.

Das sagt Flick über den stinkigen Sané

"Der letzte Sommer war außergewöhnlich", schwärmte der Offensivschlaks. Und: "Natürlich wollen wir wieder da hin."

Punktepolster als Münchner Sprungbrett

Die neun Zähler in der Liga, nach dem Pokal-Aus in Kiel innerhalb einer Woche zusammengeklaubt, bezeichnete Müller als "Big Points", räumte aber zugleich ein: "Es ist nicht so, dass wir die Gegner komplett überrollen."
Das allerdings, so der versteckte Hinweis hinter diesem sportlichen Eingeständnis, könnte den Widersachern auf nationaler Ebene blühen, sollten die Bayern demnächst nicht nur erfolgreich, sondern darüber hinaus auch noch richtig gut spielen.
Das Bundesliga-Programm im Februar, bei dem – neben Frankfurt – mit Hertha BSC, Bielefeld und Köln ausschließlich Gegner aus der Abstiegszone warten, könnte dem Spitzenreiter dabei in die Karten spielen. "Wir haben jetzt ein gewisses Polster", hielt Trainer Flick durchaus genüsslich fest. Und sprach dann davon, welche Entwicklung er sich parallel zu dieser Agenda so vorstellt.

Startsignal in Richtung Champions League

Ihre Achtelfinalpartien in Europas Meisterklasse gegen Lazio Rom bestreiten die Münchner am 23. Februar und am 17. März. Und das Startsignal hin zu diesen Duellen ist soeben ertönt.
"Es ist wichtig, dass wir mit den Zielen, die wir haben, jedes Spiel so angehen wie die letzten. Dass wir uns immer wieder verbessern", lautet der entsprechende Anforderungskatalog von Hansi Flick – der diesen Gedanken anschließend mit einem angriffslustigen Funkeln in den Augen weiterführte.
"Das ist", dozierte der gebürtige Heidelberger, "dann auch eine gute Vorbereitung auf die Champions League."
Denn: "Dort ist es einfach gefragt, bei hundert Prozent zu sein. Da haben wir momentan noch ein bisschen Luft nach oben. Deshalb wollen wir die Zeit, die wir in den nächsten Wochen haben, nutzen."
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