Rummenigge hatte vor einer Woche angeregt, den Fußball-Profis im Bezug auf Corona-Impfungen eine Vorbildfunktion zukommen zu lassen, im Interview mit der italienischen Tageszeitung stellte er nun klar: "Ich habe nicht gefordert, dass unsere Spieler vor anderen geimpft werden sollen, vor allem nicht vor älteren Menschen. Ich sagte nur, dass eine Impfung für sie ein gutes Vorbild für diejenigen in der Bevölkerung wäre, die sich nicht impfen lassen wollen."
Er sei der Auffassung, dass die Politiker derzeit "die komplizierteste Aufgabe" hätten und gab zu: "Ich möchte nicht in ihrer Haut stecken. Die Menschen sind nervös und haben vielleicht auch ein bisschen die Nase voll inzwischen."
Außerdem äußerte sich Rummenigge zu Lionel Messis Mega-Vertrag und einer Gehaltsobergrenze im Fußball. Seit 2017 verdiente Messi 555 Millionen Euro, diese Vertragsdetails des Barça-Stars wurden vor Kurzem veröffentlicht.
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Rummenigge reagierte auf diese unglaubliche Summe: "Ich habe gelacht", meinte er und fügte hinzu: "Ich kann ihn beglückwünschen, weil er es geschafft hat, einen solch astronomischen Vertrag abzuschließen." Laut dem Bayern-Boss wird es Messi jedenfalls nicht im Bayerntrikot geben.

Rummenigge sieht Chance für Gehaltsobergrenze

Generell machte sich Bayerns Vorstandschef für eine Gehaltsobergrenze im europäischen Fußball stark. "Vielleicht ist dies jetzt der richtige Moment für eine neue Initiative, mit der wir die Fehler der vergangenen zehn Jahre korrigieren können", so Rummenigge.
Die Leute forderten in Zeiten der Krise einen "vernünftigeren Fußball", meinte der 65-Jährige: "Die Pandemie hat bewiesen, dass wir zurückschrauben und zu einem vernünftigeren Modell zurückkehren müssen. Ich hoffe, dass dies möglich sein wird, doch es ist nicht einfach."
In der vergangenen Dekade hätten "alle" Beteiligten Fehler gemacht, "weil wir immer mehr für Spieler und Berater ausgegeben haben".
Laut Rummenigge hat Corona hier bereits einen heilsamen Effekt. "Mein Eindruck ist, dass sich die Spielerpreise in einigen Fällen bis zu 50 Prozent reduziert haben." Allerdings seien die Agenten bei Topspielern "noch in der Lage, Preiserhöhungen durchzusetzen". Hierfür müsse man "eine europäische Lösung finden".
Am Ende des Jahres hört Rummenigge als Vorstandschef beim FC Bayern auf. Der 65-Jährige lässt seine Zukunft offen: "Man lebt im Hier und Jetzt und schaut erst dann auf morgen. Ich weiß noch nicht, was ich mache. Vielleicht nehme ich eine Auszeit."
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(mit SID)

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